Im Blog üblicherweise unüblich: eine Momentaufnahme der etwas … ernüchternden … Art 😊
Laut Ergebnisliste des gestrigen Münchner B2run kamen 37.016 Finisher im Ziel des Münchner Olympiaparks an. Davon war ich die 29.320ste. Bei den Starterinnen der Ü60 59ste von 172 (das musste ich selber durchzählen weil es nicht angegeben wird bei den Ergebnissen). Es sind übrigens keine wirklichen 6000m sondern eher nur 5700m gewesen.
Damit bin ich bei den Frauen meiner Firma unter den drei letzten. Vor 12 Jahren - ich bin ungefähr fünf- oder sechsmal dort mitgelaufen, zuletzt 2019 - gehörte ich noch zu den drei schnellsten Frauen.
Nun könnte ich behaupten, ich wäre das Ding gaaanz gemütlich angegangen. Stimmt nicht: ich habe mich angestrengt und hatte in der Folgenacht die seit meinen Rückentücken (u. a. Lendenwirbelbruch im Jahr 2020 - dazu die inzwischen zwei unterschiedlichen Blutdrucksenker, von denen ich den Eindruck habe, dass auch sie mich ordentlich ausbremsen) und dem nicht mehr stattfindenden schnellen Laufen üblichen hässlich-schmerzhaften Krämpfe wenn ich es doch mal wieder versuche.
Auch war die Strecke trotz der vielen LäuferInnen für mich gut zu laufen weil breit genug, um nie extrem ausgebremst zu werden. Vermutlich habe ich den/die eine/n oder andere/n ausgebremst. Mir aber Mühe gegeben, auf wenig störenden Positionen berechenbar vor mich hinzulaufen.
Es war zwar zur Startzeit gegen 17:30 Uhr etwas drückend-schwül. Aber nicht annähernd so heiß wie noch vor wenigen Tagen und Wochen.
Keine Ausrede. Der Lack ist ab. Bin ich frustriert oder traurig darüber? Eher ein bisschen wehmütig. Die Akzeptanz überwiegt. Außerdem muss ich im nächsten Jahr nochmal mitlaufen denn dann starte ich in der W65 und bei Firmenläufen ist diese Gruppe nicht mehr allzu umfangreich 😄 Ausdauer und Aushalten? ➡️ kann ich immer noch 😋
Um sechs Uhr zu Hause aufgebrochen, lockt um halb acht in Starnberg der bahnhofsnahe See zum Morgenbad. Ich widerstehe dieser Verlockung, da mir ein heißer und relativ langer Wandertag bevorsteht und verschiebe das Bad vom Starnberger See zum Ammersee, der Ziel meiner Wanderung ist.
Diese zwanzig Kilometer lange Strecke von Starnberg durch die Maisinger Schlucht über Kloster Andechs nach Herrsching am Ammersee steht seit Jahren oder eher Jahrzehnten auf meiner to-hike-Liste und soll an diesem warm-heißen SommerSonntag erwandert werden. Ich starte bei noch angenehmen Temperaturen - vermutlich irgendwas wenig über 20°C - in Richtung Maising.
Angenehm zu gehende Wege, ein grün einladendes Tor, ein Trinkbrunnen zum Erfrischen. Alles wunderbar! Einige Hundespaziergänger und Läufer begegnen mir. Die Strecke erscheint mir auch perfekt für eine Jogging-Einheit und ich überlege, das Tempo für ein Weilchen anzuziehen. Stelle aber nach kurzer Rückfrage an mich selber fest: nö - kein Tempobedürfnis sondern im Gegenteil Lust auf Gemütlichkeit, Schlendern und Genießen.
Zu alledem eignet sich diese Strecke außerordentlich gut. In der schattigen Schlucht entlang des Baches begleiten Vogelgesang und Wassergeräusche. Wobei auch die hier verlaufenden Bäche in diesem Jahr sichtlich wenig Wasser führen. Einige Seitenarme sind vertrocknet. Schön ist es trotzdem noch immer.
Nach dem Passieren der Schlucht führt der Weg über weite offene Landschaften mit Wiesen, Moorflächen und Äckern bei milchig verhangener Sicht zu den entfernten Bergen. Es wird heißer und trotz der nicht allzu dramatischen Höhenmeter mahnt mein Kreislauf eine Pause an.
Der kleine Maisinger See auf halber Strecke bietet sich dafür perfekt an. Ich ziehe kurz in Erwägung, hier ein Zwischenbad einzulegen. Genau im Umfeld meiner Pausenbank befindet sich die einzige erlaubte Badestelle am See. Ich wäre alleine, es sieht gemütlich aus. Ab und zu fahren im Rücken auf dem Weg ein paar Biker vorbei. Trotzdem entscheide ich mich gegen das Bad weil ich die dann nassen Badesachen nicht im kleinen Rucksack mitschleppen möchte. Außerdem zeigt ich am rechten Fuß eine kleine offene Reibestelle weil ich naiverweise davon ausging, auch in neuen Trekkingsandalen keine solchen bekommen zu können. Sie sahen vertrauenserweckender aus … nungut … zum Glück habe ich Blasenpflaster einstecken.
Nach einigen weiteren Wanderkilometern durch abwechslungreiche Landschaft, vorbei an diversen Höfen, an denen sich Honig oder Eier von hier freilaufenden Hühnern kaufen ließe - beides reizt mich aber ich habe keine Transportmöglichkeit - vorbei auch an einer JVA für sowas wie halboffenen Vollzug (Fotografieren im Umfeld ist verboten), vorbei an einem stimmungsvollen Friedhof mit Kapelle …
… taucht in der nahen Ferne Kloster Andechs auf. Als ich unterhalb der heiligen Stätte mit weithin bekanntem Biergarten ankomme, schallt mir deutlich der Lärm der sonntäglichen Touristenschar entgegen.
Weil ich keinen Einkehrbedarf habe, drehe ich unterhalb des Klosters ab, bestaune ein ganz und gar nicht amtlich-bürokratisch anmutendes Rathaus und entscheide mich für eine über Topo-Maps gefundene Alternativstrecke zum Ammersee. Nicht direkt nach Herrsching sondern über Waldwege, vorbei an Bächen und Gräben (auch hier wenig bis kein Wasser drin) zum etwas außerhalb von Herrsching gelegenen Ammerseeufer. Dadurch wird meine Strecke um einige Kilometer länger aber da es nun nur noch bergab und dann am See entlang geht, nehme ich es für mehr Stille in Kauf.
Und endlich - angekommen am Ammersee, passendes Plätzchen gesucht und ein bisschen geplantscht. Das Wasser allerdings so erstaunlich warm, dass kaum Abkühlung stattfand. Erfrischend war‘s natürlich trotzdem.
Das für den Rückweg in Herrsching eingeplante Eis fiel aus denn vor den Eisdielen standen immer Schlangen der Eishungrigen und ich wollte gerne die nächste S-Bahn erwischen. Inzwischen doch müde und schlapp. Mit roundabout 25 Tageskilometern in den müden Beinen reichte es mir für den Tag und ich war froh, als ich nach 10 Stunden unterwegs endlich die Haustür aufschließen und erschöpft erstmal auf‘s Sofa plumpsen konnte.
Diesen Blogbeitrag widme ich Catrina, die sich mehr Beiträge auch mit Momentaufnahmen der alltäglichen Art im Blog wünschte. Mangelt es an erzählenswerten Begebenheiten, so müsse eben das Wetter als Thema herhalten. Nun denn - so sei ihr Wunsch mir ohne langes Umschweifen Befehl.
Dass es heiß ist hierzulande, muss ich niemandem erzählen, schwitzen wir doch alle unter derselben Sonne. Eine Sonne, die meinen bis vor kurzem bevorzugten Ort der Abkühlung, den gut 4 Kilometer entfernten Feringasee, inzwischen auf eine vorher nie erlebte Rekord-Wassertemperatur von 28°C aufgeheizt hat. Dazu kommen unfassbar eng gepackte Menschenmassen, die rund um den See eine nahezu geschlossene Menschendecke bilden. Grillend, lärmend, sich einölend und diese Chemiemixtur auch noch ins malträtierte Wasser eintragend. Die armen Wassertiere: Fische, Insekten, Ringelnattern und was sonst noch kreucht und fleucht am zu leereren Zeiten recht naturnahen wenn auch künstlich angelegten Baggersee. Mich hierhin zu begeben … seit die Hitzewelle rollt keine Option mehr für mich.
In ebenfalls nur vier Kilometer Entfernung gibt es ein viel wasserreicheres und auch kühleres Gewässer. Im Grunde sogar noch näher bei direkter Anfahrt. Aber ich peile eine Stelle an, an der von der Isar noch nicht der die Fischteiche in Ismaning speisende Isarkanal abgezweigt wurde und der Fluss daher noch die (fast) komplette Wassermenge mitführt. „Fast“ komplett, weil der Eisbach mit seiner inzwischen wieder funktionierenden berühmten Welle erst kurz hinter der Stelle, die ich mir für heute ausgesucht habe, auf der gegenüberliegenden Flussseite in die Isar zurückfließt. Das Wasser ist sauber und klar.
Warum habe ich die Isar im Münchner Stadtbereich vorher nie als Bademöglichkeit genutzt? Weil ich gerne auch ein bisschen aktiv schwimme und dachte, das sei in einem strömenden Fluss nicht so leicht zu machen wie in einem stehenden See. Weit gefehlt! Was für ein Irrtum!
Laut Isar-App ist das Baden entlang der Thomas-Mann-Allee, stadteinwärts vom Föhringer Stauwehr auf dieser Seite erlaubt. Schräg gegenüber, wo es offiziell verboten ist (was in München an Eisbach und anderen offiziell verbotenen Stellen grundsätzlich niemanden stört sondern im Gegenteil regelrechte Menschenmassen lockt), tummeln sich schon recht viele Badende. Auf der erlaubten und unter den Bäumen herrlich schattigen Seite ist es bis auf einige Jogger, entfernte Radler und Hundespaziergänger am Ufer ruhig, still und weitgehend menschenfrei. Ich suche mir ein hübsches Plätzchen.
Badeanzug hab‘ ich schon drunter. Also Restklamotten aus, Neoprenschuhe an die Füße (ich schließe Scherben und scharfe Steine im ansonsten angenehmen Fluss-Kiesbett nicht aus) und rein in die Fluten!
Knapp unter 20°C die wirklich erfrischend angenehme Wassertemperatur. Für die Isar auch eher warm aber für mich an diesem rekordheißen Junitag perfekt!
Und wer - wie ich - gedacht hat, in der Isar ließe es sich nicht gut schwimmen, der hätte - wie ich - weit gefehlt! Ein Schwimmtraining in diversen Schwierigkeits- und Trainingstufen lässt sich hier absolvieren, so dass aus meinem als kurz zum Reindippen angedachten Abkühl-Abstecher eine fast einstündige Sport- und Philosophiereinheit wurde.
Nach planschendem Abchecken und Durchwaten der Flussbereiche mit den unterschiedlichen Tiefen und Fließgeschwindigkeiten geht‘s los: stapfend gegen die Fließrichtung durch‘s auf dem Kiesbett streckenweise nur knietiefen Wasser vielleicht hundert Meter gewandert, ins etwas tiefere Fließwasser begeben und kraftvoll gegen den Strom schwimmen wollen.
Klappt natürlich nicht! Bei Maximalanstrengung schaffe ich es an relativ ruhiger Stelle eben so, auf der Stelle zu bleiben und nicht abzutreiben Schwimmen gegen den Strom: scheiße anstrengend aber keine Chance, auch nur ein Fitzelchen weiterzukommen. Wenn alle Kraft verpulvert wurde, strampelst du immer noch an derselben Stelle und sobald die Arme schwächer werden … gewinnt die fließende Masse und du musst mit.
Ich nehme es sportlich und als für‘s wahre Leben taugliche Übung. Freue mich am Spiel gegen die Fließkraft, fühle mich frei und stark, genieße das Strampeln alleine in der erfrischenden Gegenströmung.
Um etwas später wieder mehrmals flussaufwärts zu wandern und mich in gemütlichem Genuss mit dem Strom einfach treiben zu lassen. Verbraucht keine Kraft, fühlt sich widerstandslos an und harmonisch getragen von den Wellen des ruhigen Wassers. Wechselnde Einheiten von kräftig bis ruhig und genussvoll bis irgendwann auch der Buddhismus und die Idee der Erleuchtung ihre Chance bekommen sollen: kühl bis ans Herz hinan aus dem Fluss klettern, an die Seite setzen und dem ruhigen Strom von Beobachterwarte aus zusehen.
Was habe ich bisher verpasst, die Isar nicht als Schwimmmöglichkeit auf dem Schirm gehabt zu haben. Positiv betrachtet: was habe ich heute gewonnen! Welch ein Zugewinn und ganz sicher nicht mein letztes Mal an diesem Ufer in diesem herrlichen Fluss ganz in meiner Nähe!
Beim Kilometerspiel, das in Wochen strukturiert ist und bei dem Ende dieser Woche am Sonntag die erste Jahreshalbzeit beendet wird, können Mitspielende zu Beginn des Jahres ein „Jahresziel“ eingeben und dann nur noch kurz bearbeiten.
In den vergangenen drei Jahren (siehe Bild oben rechte Seite) blieb ich aufgrund diverser Zipperlein und Stör-, später auch Unlustfaktoren am Jahresende immer - teils sehr deutlich - unter dem angestrebten vierstelligen Bereich. Es gilt nur „Laufen“ - „Wandern/Marschieren/Spazieren“ nicht. Wobei ich mir natürlich darüber im Klaren bin, dass die Frage, wann was wo anfängt und aufhört durchaus strittig sein kann. Meine persönliche Handhabung lautet: kleide ich mich in Laufklamotten und definiere es für mich als „Lauf“, dann gilt es auch bei langsamstem Schnarchsacktempo genau als solcher. Wandernd mit Rucksack oder flott walkend - obwohl manchmal in puncto Geschwindigkeit kaum davon zu unterscheiden - gilt es nicht.
Es ist ein Spiel … allzu akribisch sehe ich die Sache also nicht. Noch dazu als Eine, die Strecken ohnehin nur grob überschlägt und daher sehr defensiv vermutlich oft zu wenige Kilometer einträgt. Ein Zeitmessgerät außerhalb des Handys - das in Wohnortnähe nicht selten zu Hause bleibt und nicht mitjoggt - besitze ich erst gar nicht.
Hatte mich damit abgefunden, das Läuferinnendasein mit Miniumfängen ausklingen zu lassen und als Jahresziel (das sich nur einige Tage - oder Wochen? … weiß nicht mehr … eintragen lässt) 700 Kilometer eingetragen. Tja … die wären nun also zur Halbzeit erjoggt. Es ist ein Jahr bisher ohne nennenswerte Zipperlein. Mit Lust auf Bewegung und draußen Sein. Was mich natürlich sehr freut.
Was die Bloggerei hier angeht … ist die Lust dazu im Gegenteil eher schwach ausgeprägt. Aber der vorherige Post kam mir veraltet vor :-) Über durchaus stattfindende Unternehmungen, Gedanken, Hobbies und sonstige Lebensinhalte mag ich mich nicht über Gebühr auslassen und das Wetter - obgleich momentan viel davon zweifellos stattfindet - auch nicht ausschweifend belamentieren. Wetter ist nicht so mein Thema … nur soviel: persönlich sind mir die kühlen Sommer lieber. Stelle auf der positiv-Seite aber fest: nach ersten Stöhn- und Schwächeltagen ist die Akklimatisierung einigermaßen durch und ich stelle erfreut fest, dass mein Körper das mit der funktionierenden Thermoregulation noch drauf hat. Find‘ ich gut!
Nebenbei erfreue ich mich am Mini-Reihenhausgarten-Dschungel, für den bald eine Machete notwendig werden könnte. An den - nur mit Eigenkompost angepflanzten und selbst angerührter Pflanzenjauche gedüngten - massenhaft Früchte ansetzenden zwei Tomatenpflanzen. Eine Premiere! Wenn auch die nächtlichen Tomatendiebe 🐛 hier und da mitknabbern und mich ein wenig ärgern … 😈
Auch Kräuter, Beeren und Trauben gewähren bzw. versprechen großzügige Ernten.
Mit Michaela auf den Michel geklettert, erwischten wir dort vollkommen zufällig den einmal täglich seinen Gruß über die Stadt posaunenden Türmer vom Hamburger Michel.
Zitronenjette - mach‘ Limonade draus! „Dien Leben wer suur as de Zitroonen, sall sick dat Erinnern an di lohnen? Dien Schiksol wiest op all de Lüüd, for de dat Glück het gor keen Tiet.“ (bitte überall mehr Denkmäler für vergleichbare Menschen und Motti)
Wie schön wäre es gewesen, solch harmonische Töne auch in der Elbphilharmonie zu hören. Für das, was wir dort ertragen mussten „genießen durften“ möchte ich den Kommentar von Michaela klauen: „Das ist doch *Hurz*!“ Ich gab ihr Recht und betrachte meinen Wunsch, ein Konzert in der Elbphilharmonie anzuhören, hiermit als für alle Zeiten erledigt.
Von außen und insbesondere vom Boot bei einer Hafenrundfahrt in voller Pracht vom Wasser aus betrachtet, ist die „Elphi“ aber schon eine Augenweide und eindrucksvoll anzusehen.
St. Pauli bei einer Führung über „Eat the world“ auch kulinarisch genossen, Streifzüge durch Altstadt, Altona, Speicherstadt, Hafen, Landungsbrücken mit altem Elbtunnel, um Binnen- und AußenAlster herum, Ottensen, Eppendorf und vor allem Blankenese mit Treppenviertel und Elbpromenade, habe ich Hamburg nach früheren diversen eher privat oder einmal 2015 auch läuferisch motivierten Besuchen nach mehr als zehn Zwischenjahren in fünf Tagen nochmals aus der Sicht der Genuss-Touristin betrachtet.
Mag ich immer noch. Eine Stadt mit viel Wasser, Brücken, Grün und Raum. Nicht zu vergessen der fangfrische lecker Fisch.🎣 Touristinnengerecht präsentierte der Hamburger Himmel sich an immerhin einem der Tage mit dem legendären „Schietwetter“: grau, kühl, Regenschauer.
Muss der Hamburg-Besucher schließlich auch erlebt haben. Ein Tag reichte dafür; die übrigen gaben sich perfekt sonnig-kühl.
Worauf ich von mir aus niemals gekommen wäre: das Museum für Kunst und Gewerbe, entpuppte sich als äußerst unterhaltsamer, kurzweiliger Tipp mit hohem Spaßfaktor.
Abendliche Abschieds-Spazierrunde um die Außenalster
Was nicht jeder wird glauben können: mit der DB kann es durchaus vorkommen, dass Reisende mit Verfrühung(en) am Ziel eintreffen. Auf dem Heimweg sogar glatt ne ganze Stunde vor der ursprünglichen Zeit mit der noch dazu äußerst preiswerten erste-Klasse-ICE-Verbindung mit „Zugbindung“. Da freut sich das Reisenden💓
Es ist eine andere Welt, in der die Läufer dieses Trails sich bewegen. Kurz zusammengefasst: die Einzelläufer bewältigen beim Everesting Festival in Garmisch-Partenkirchen auf ca. 60 Streckenkilometern an ein bis zwei Tagen (wer möchte, auch über Nacht) ca. 9000 Höhenmeter! Das Ganze iin 18 Halbrunden von der Talstation der Eckbauernbahn bis zur Bergstation. Von dort geht‘s mit der Bahn wieder runter und dann auf die nächste 3,3km Bergauf-Runde mit 505 Höhenmetern.
Die Strecke derartig extrem steil, dass mit Sicherheit viele Durchschnittsautos nicht raufkämen. Die Steigungsprozente weiß ich im Moment noch nicht aber meine Beine fanden, dass man an einige Passagen genausogut eine Leiter hätte anstellen können zum raufklettern. Nachträglich habe ich mir den Spaß erlaubt, die durchschnittliche Steigung auszurechnen (bzw. ausrechnen zu lassen ;). Wenn man die 505hm auf 3,3km gleichmäßig verteilen würde, käme ein Schnitt von 15% Steigung raus.
Es sind aber auch flache Abschnitte dabei: ganz am Anfang einige hundert Meter, vor der Bergstation vielleicht 100-200 flache Meter und unterwegs auch einige kurze flache oder fast flache Abschnitte. Relativ wenig - aber vorhanden. Aber wenn man die Steigung auf 2,5km berechnet und annimmt, dass der Rest weitgehend flach verläuft, erhält man einen durchschnittlichen Steigungswert von 20%. DURCHSCHNITT! 😳 Es sind mehrere Passagen - zwei „Bretter“ insbesondere, die das deutlich toppen!
ein mir bis heute im Realleben unbekannt gewesener Mitblogger, auf dessen LaufBlog ich seit Jahren mitlese (und umgekehrt), war mutig genug, sich für diesen unglaublichen Traillauf anzumelden und glücklicherweise schaffte ich es, einen Urlaubstag darauf zu verwenden, am ersten Eventtag für einige Stunden mit dem Zug nach Garmisch zu fahren um mir das Spektakel anzusehen. Als er seine vierte Runde in Angriff nahm, passte ich ihn am Start ab und plante eine Begleitungsrunde bis zur Bergstation.
Ich habe mir selbstverständlich die ausdrückliche Erlaubnis zum Vorab-Berichten und Veröffentlichen einiger Bilder eingeholt und mehrfach bestätigen lassen, dass es okay ist, wenn ich hier schreibe und Bilder veröffentliche, während Manfred noch auf der Strecke unterwegs ist. Dieser Bericht fungiert also als eine Art digitaler LaOla-Welle mit Cheerleaderpüscheln am Wegesrand, der den Anfeuerungs-Tunnel im Geiste ein bisschen symbolisieren soll.
Aus der Begleitungsrunde wurde nichts. Denn: nicht den Hauch einer Chance hatte ich, das Tempo mitzugehen! Ein paar hundert Meter und ich war schnaufend auf steiler Passage abgehängt. Der Weg zum Eckbauer (der nur wenige hundert Meter seitwärts der Bergstation und des Ziels ist) wird an der Talstation folgendermaßen ausgeschildert: mit Wegezeit 2 Stunden! Für Wanderer
Manfred hat ihn in den ersten Runden unter einer halben Stunde bewältigt (ich würde sagen: ein wenig überzogen ;) und ist zu der Zeit meines Auftauchens bei ca. 50 Minuten angekommen. Er tut mir den Gefallen, etwas Tempo rauszunehmen - aber wie gesagt: keine Chance! Ein bisschen ausgebremst zwar auch durch das vor genau einer Woche leider nochmal höher dosierte bzw. zweite eingeschlichene Blutdruckmittel 😔 mit dem mein Körper noch fremdelt … aber eine sonderlich gute Ausrede ist auch das nicht: auch ohne hätte ich dieses Tempo bei dieser steilen Bergstrecke niemals mitgehen können.
Etwas später kommt uns Manfreds Frau auf der Rückwanderung von oben entgegen. Er stellt uns gegenseitig vor, ein Plauderründchen … und so wird es eine für ihn mit einer Stunde eine etwas ruhigere Runde. Nach Luft schnappend ächze ich hinterher. Möchte schon auf jeden Fall einmal auch die Runde gehen. Die Wege sind breit genug, das Feld auseinander gezogen - die wenigen Wanderer (viele sind’s nicht - es gibt einen Grund, dass die meisten die Bergbahn nutzen ;). pausiere zwischendurch, bewundere auch die anderen Läufer, die zum Teil in unglaublichen Geschwindigkeiten die Steilwege hochrasen. Meine wandererprobten Trailsandalen rutschen mehrfach rückwärts …
Zu erkennen war es in keiner Weise, dass Manfred der älteste Teilnehmer ist - bei der nächsten Runde schwebt er nahezu den Steilweg hoch. Wird wieder eine Runde später - ich genieße derweil die herrliche Hochgebirgs-Aussicht rundum und eine frische Buttermilch beim Eckbauern - ist er einmal wieder gefragter Interview-Partner der Moderation am Berg.
Beim geschossenen Selfie sehe ich - nach geschneckten 500 Höhenmetern vernichteter aus als Manfred, der zu diesem Zeitpunkt schon ca. 4000 Meter in den Beinen hat. Das Basislager hat er locker erreicht.
Denn: diejenigen, die auf den realen MountEverest steigen, legen ja - weil sie viel höher starten - in Summe fast 3000 Höhenmeter weniger zurück als die Läufer in Garmisch. Helden! Alles Helden! Aber sowas von.
Ganz ohne Übertreibung packten mich Hochachtung und Ehrfurcht vor allen denen, die Körper und Geist zu derartig unfassbaren Kraftakten bringen können und lassen mich auch jetzt noch nicht los. Klar weiß ich, dass es gar nicht so wenige dieser Läufe und Teilnehmer daran gibt. Es mit eigenen Augen zu sehen, wie sie auf jeder einzelnen Runde trotz Schweiß, Leiden und Überwindung dran bleiben, immer neu in die nächste Runde starten … das ist eine ganz andere Hausnummer.
Und natürlich hoffe ich für Manfred und auch für alle anderen, die auf der Strecke waren und noch sind, dass sie das Ding ins Ziel bringen. Das wäre ein Fest!
Weil ich selber wieder zum Bahnhof und mit dem Zug nach Hause musste, machte ich mich auf den Rückweg - auch bergab ist die Strecke wegen der Steilheit und Rutschigkeit nicht ohne - feuerte unterwegs an, begegnete Manfred nochmal kurz nach dem Start auf seine siebte Runde. Er sagte - und wer würde es nicht glauben - dass es schon sehr schwer wäre. Angesehen hat man es ihm kaum.
Für mich gilt gleichzeitig: egal, wie es ausgeht, ist alleine der Mut des Angehens, die bisherige Leistung und Stärke bei einer derartig energetischen Ausstrahlung in meinen Augen radikal heldenhaft!
Es gab noch viele wirklich interessante, lustige, spannende kurze Begegnungen unterwegs. Wortwechsel voller Humor und Witz oder wie ich vielen ohne viel flunkern zu müssen zurief: „Ist ja der Wahnsinn: nur schöne Menschen auf der Strecke!“ Ich hätte nicht schlecht Lust, einige der Dialoge aufzuschreiben. Aber im Gegensatz zur Heldenriege muss ich Weichei irgendwann schlafen - es würde wohl ausufern.
Ein Läufer in Badehose
Gut, dass ich hingefahren bin. Es war auch für mich ein sehr schöner Tag! Manfred kennengelernt, viele Held_innen bewundert und angefeuert, dieses Jahr zum ersten Mal Hochgebirge vor die Augen bekommen und Lust auf auch mal wieder Bergwandern zu gehen (langsam, versteht sich ;)
Finsterer, dichter Wald wächst um Finsterau herum, einer kleinen Ortschaft im strengen Naturparkteil des Bayrischen Waldes, nur wenige Kilometer von der Grenze nach Tschechien entfernt, wo dieser finstere Wald Böhmerwald genannt wird und dort ebenfalls streng geschützter Natur- und Nationalpark(Šumava) ist.
Geprägt wird die auf einer Hochebene von mehr als 1000 Metern liegende Landschaft, in der auch Wölfe, Luchse und Wildkatzen heimisch sind, nicht nur von dichten Wäldern sondern auch von Hochmooren (altbayrisch: „Filze“) und vielen Wasseradern.
Die Gegend gilt als eine der kältesten Deutschlands und insbesondere Bayerns. Bayrisch Sibirien genannt, fand in vor-Klimawandel-Zeiten hier um diese Jahreszeit noch Langlauf statt. In diesem Jahr herrschten schon im April bei nachts noch auf Gefrierpunkt absinkenden Temperaturen tagsüber sehr warme geradezu perfektsonnige Strahlewetterverhältnisse für Wanderbegeisterte. Nur hier und dort einige Restschneefelder. Noch ist Nebensaison, die Wanderbusse fahren noch nicht und nur wenige andere Wanderer fanden sich sogar am Wochenende auf den dortigen Wegen ein. Oft stundenlange Einsamkeit und Menschenruhe.
Den Bayrischen Wald liebe ich schon lange wegen seiner Weite, dem dortigen Abwechslungsreichtum an Landschaften, der mystischen Ausstrahlung … einfach eben sowieso.
Doch es gab noch einen speziellen Grund, der mich genau hierhin gelockt hat. Beim Stöbern nach Stell- und Campingplätzen fiel mir schon beim Namen „Anderswo-Camp“ sofort die Figur aus dem Janosch-Kinderbuch „Oh wie schön ist Panama“ ein: der Reiseesel Mallorca, der - erstaunlicherweise nur selten erwähnt - immer eine meiner Lieblingsfiguren aus den Büchern war. Der Reiseesel Mallorca nämlich war immer am liebsten „anderswo“ weil er eben dort das Glück vermutete. Anderswo auch ankommen und bleiben zu können … was für eine schöne Idee 😄
Doch bevor ich bei diesem wunderschönen, naturnahen aber angebundenen, gut ausgestatteten (den Flipper-Automaten im Aufenthaltsraum habe ich leider nicht ausprobiert. Dabei liebe ich Flippern!) um diese Jahrezeit zumindest noch sehr ruhigen und nur spärlich besuchten Campingplatz mit großzügig bemessenen Stellplätzen ankam, gab es für mich einen kleinen Urlaubs-Prolog, den ich nicht unterschlagen möchte.
Dem schon fast traditonellen Part - den Besuch einer Thermenlandschaft - habe ich einen Beitrag im Unterblog gewidmet, den Besuch einer Kabarett-Veranstaltung in der Stadthalle Deggendorf erwähne ich am besten nur am Rande aufgrund seines für mich sehr enttäuschenden Verlaufs. Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhardt, eine in meinen Augen mehrschneidig provozierende Künstlerin, wollte ich mir live anschauen. Auch, um zu sehen, ob die intensive Ausstrahlung, die sie in Online-Clips meiner Meinung nach hat, auch live rüberkommt. Kurz: in der flach bestuhlten, ausstrahlungsschwachen Halle Deggendorfs an diesem Abend zumindest so mal gar nicht! Auswendiges Runtergeleiere schon bekannter Gags, Nullkomma null Kontaktaufnahme zum Publikum, keine spürbare Bühnenpräsenz, dazu ständiges Geklimpere und Gelärme umfallender Glasbierflaschen, die mindestens ein Drittel des Publikums mit in den Saal genommen und neben die eng stehenden Stühle gestellt hatten. Brauch‘ ich so wirklich nicht mehr. Weder die Kabarettistin noch die Stadthalle in Deggendorf. Okay - ist doch etwas länger geworden - aber nun weiter.
Weiter bin ich aus Deggendorf auch schon am selben Abend gefahren. Die Badelandschaft zu weit entfernt, um dort auf den schönen Parkplätzen die Nacht zu verbringen. Zumindest bei Fußnutzung. Dem Birdy-Rad, das sich zwar im Gepäck befand, war die Kette nicht nur abgesprungen sondern auch hart verkeilt (ist mir jetzt schon zum zweiten Mal passiert). Ohne ölige Finger nicht in der notwendigen Zeit zu reparieren. Also umgeplant und mit dem Mobil in die Stadt gefahren. Wollte dort auf dem mir schon bekannten großen Volksfestplatz mit reichhaltigen Parkmöglichkeiten parken.
Dummerweise war dort - Überraschung! 😳 - gerade Volksfest. Menschenmassen strömten in Dirndln und Lederhosen zum Feiern, alle rundum noch verfügbaren Parkplätze weben Überfüllung geschlossen. Uff 😩 … so dass dann zum Glück noch zeitlich passend - ein extrem uninspirierender Platz neben Gewerbehallen am anderen Ende Deggendorfs herhalten musste. Sogar hier parkte noch Volksfest-Besuchspublikum. Neben den Besuchern der ausverkauften Stadthallen-Veranstaltung. Außerdem kostenpflichtig - fiel eine Übernachtung für mich darauf aus.
So dass - langer Rede schöne Folge - ich noch in der Nacht weiterfuhr zu einem Wanderparkplatz auf halber Strecke zum ab dem Folgetag gebuchten Campingplatz. Einem Wanderparkplatz in der Nähe des 1011m hohen „Berges“ „Brotjacklriegel“, dem ich schon seit Jahren einen Besuch abstatten wollte. Schon alleine, um den dort zu sehenden „Du-Stein“ bei Höhenmeter 1000 zu besuchen (erledigt - aber vergessen, den Stein zu fotografieren). Denn traditionell gilt (wird aber heute nicht mehr überall eingehalten): ab einer Höhe von 1000 Metern wird sich geduzt. Ob fremd oder nicht. Wobei im Bayerischen Wald zumindest die Älteren generell duzen. Was mir gefällt.
Nach langem und gutem Schlaf auf ruhigem Wanderparkplatz mache ich mich auf eine sieben Kilometer kurze Runde, die ich zum Teil wandere, zum Teil gemütlich jogge. Eine herrliche Einstimmung.
Zwei kleine Begegnungen - eine erheiternd, die zweite fast schon intensiv - unterstreichen den perfekten Start in den Urlaubstag.
Oben steht neben einem mit Stacheldraht umsäumten Funk- auch ein Aussichtsturm. Das Café darin ist geöffnet; die Aussichtsplattform leider nicht. So dass ich nach nur einer Plauderrunde mit der Cafébetreiberin aussichtslos weiterjogge.
Und endlich geht‘s weiter nach „Anderswo“. Dort angekommen richte ich mich auf dem weitläufigen Platz ein, packe Yogamatte und Zubehör aus, genieße die Weite und das Tirilieren der Waldvögel und begebe mich auf eine erste Wander- und Joggingrunde in den Naturpark zur Reschbachklause.
Schwimmen und Baden darin ist verboten. Ausdrücklich verboten erscheint mir nicht, einmal kurz einzutunken ins hier mit 10°C schon fast warme Moorwasser (angesichts der rundum noch sichtbaren Schneereste fand ich das doch erstaunlich warm). Trotz Samstag-Nachmittag herrscht Menschenleere. Bei Anfunft war noch ein Biker dort, ist aber inzwischen gefahren. Niemand zu hören, niemand zu sehen … ich verfolge einen kleinen Pfad ans Seitenufer, reiße mir an dessen Ende mit etwas Sichtschutz wie zwanghaft meine Klamotten vom Leib und lege mich ins unglaublich weiche und angenehme Moorwasser. Nicht lange. Aber unglaublich erfrischend! (als Kosmetik-, chemische Körperpflegeprodukt- und insbesondere Sonnenschutzmittel-Verächterin bringe ich auch lediglich naturnahen Körperschweiß ins Naturwasser ein und keinerlei nichtnatürliche Zusatzstoffe ;)
Am Folgesonntag waren die Wanderwege ein wenig belebter. Auf meiner ca. 20 Kilometer-Runde zur von einem tschechischen Ranger mit Ratsch-Bekanntschaft bewachten und von einer weiteren Handvoll Menschen per Wanderung oder Biketour besuchten Moldauquelle begegneten mir ungefähr im Halbstundentakt weitere Wanderer. Also immer noch eher ruhig.
Besucher dürfen - absolut verständlicherweise - nur vom Steg aus das Quellengeblubber der Moldau betrachten und keinesfalls ans Wasser oder dem im Naturpark verschwindenden Bach-Rinnsal folgen - die Moldau von Smetana begleitete mich an diesem Tag als immer wieder aufflackernder Ohrwurm.
Auf dem Rück-Rundweg passiere ich auf tschechischer Seite eine Grenz-Gedenkstätte mit noch erhaltenem (wenn auch nicht mehr unter Strom stehendem 🙊) Zaunteil und auch am Folgetag führt mich eine weitere Wanderung über den Siebensteinkopf zu einem „Tor der Freiheit“. Heute auch ein Zeichen und Zentralpunkt des gemeinsam betriebenen deutsch-tschechischen Wanderwegenetzes.
Wunderschöne Wege! Immer wieder inspirierend.
Sehr erholsam waren sie, die Wanderungen und auch die vier Übernachtungen im Mobil im Bayerischen Wald! Doch dann ging‘s wieder zurück nach München. Der Rückweg so gestaltet, dass es auch noch einen Reise-Epilog ergibt. Mit Einkauf auf dem Dingolfinger Wochenmarkt - wo ich insbesondere Biokäse der Käserei Johannesbrunn erstand. Außerdem (obwohl‘s mit der reichen Ernte nie wirklich gelingt in meinem Gärtchen) zwei kleinwüchsige Tomatenpflanzen und andere „Kleinigkeiten“. Ein Eis, ein Spaziergang noch an der dort sehr naturbelassenen Isar und weiter zur nächsten Einkaufsstation, dem nahe Erding gelegenen Biohof-Lex, wo diverse Hülsenfrüchte aber auch Nackthafer, Bayerischer Chia, Mohn etc. angebaut werden. Nicht, dass wir in München womöglich verhungern müssen 😉 Eingeräumt ist schon.
Was folgt nach einem Epilog? Die Danksagung natürlich. Ich danke also dem Schicksal und allen gütigen Mächten, diese vielen schönen Dinge erleben und genießen zu dürfen und allen, die mit dafür sorgen, mir das alles auch leisten zu können.
Mein Geschwätz von gestern: „Diese Stand up Paddling-Teile sind irgendwie albern und überflüssig …“ ist selbstverständlich mit dem Wissen um die Enkelinnen-Begeisterung für derartiges Sportgerät umgehend Schnee von gestern und im Nu ist so ein Ding bestellt. Bisschen spät zwar … aber für den vorletzten Oma-fast-Ferienwoche-Samstag hat‘s dann doch gereicht und das Enkelinnen-Freundin-Trio durfte sich mit SUP und schon vorher besessenem Aufblaskanu am mit 12°C schon halbwegs erträglich temperierten See vergnügen.
Selbstverständlich erst, nachdem Oma es sich nicht nehmen ließ, das frisch ausgepackte Board höchstpersönlich einzuwackelnweihen. Bisschen fit bleiben sollte ich ja doch noch. Z. B. um derartige Shopping-und Besuchswochen durchzuhalten.
Die guten Figuren auf dem SUP-Board machte dann später das Jungvolk umso ausgiebiger.
Gesamt: 108 unterschiedliche Pflanzen in zwei Wochen
Klingt nach Viel - dabei waren massenhaft Pflanzen, die in meiner Küche Standard sind, noch gar nicht dabei
Diverse Körnersorten, Gemüse von Blumenkohl über Paprika, Spinat bis zu den Zucchini + viele andere konnten aufgrund der Kürze der Zeit nicht untergebracht werden. Heidelbeeren, Khaki, Trauben … Basilikum, Borretsch, Dill, Kapuzine(Kresse) … Seiten füllend wären alle Dinge, die noch „fehlen“.
Das Tracken + Blog-Befüllen ist relativ aufwändig. So häufig und so intensiv war ich vorher nie in meiner Blog-Editier-Ansicht. Fand ich lästig und schon von daher endet es hier wieder.
Es hat Spaß gemacht und in Nuancen das Kochverhalten beeinflusst, wenn auch nicht grundsätzlich verändert (was in keiner Weise beabsichtigt war), Fokus und Perspektive für eine Weile ein Stücken zu verändern.
Lust und Freude am pflanzlichen Essen und Kochen wurden nochmal verstärkt
Erkenntnis: wir leben in einem Überfluss an Möglichkeiten - der schiere Gesundheitsluxus.
Wenn man ihn denn auch nutzt
Ein möglicher Engpass: die Zeit! Es geht auch zeitsparsam - mehr Freude bringt es bei intensiverem Zeiteinsatz. Und auch die Ergebnisse werden ansprechender.
Ich wurde gefragt, ob ich Vegetarierin (geworden) sei. Antwort: Nein, bin ich nicht. Veganerin schon gar nicht. Milchprodukte - insbesondere Kefir, Käse und Joghurt sind feste und häufige Bestandteile meiner Ernährung. Waren aber hier nicht gefragt. In den zwei Wochen kam viermal Fisch auf den Tisch (Lachs + Makrele). Fleisch von Landtieren oder Vögeln in der Tat gar nicht. Esse ich seit Jahren ohnehin kaum noch und wenn, dann wenig in möglichst hoher Qualität. Oder im Restaurant. Auf der Weihnachtsfeier … eben dort, wo ich es zubereitet bekomme. Gehört nicht zu meinen Stärken und bleibt seltene Ausnahme.
Was aber stimmt: beim betont pflanzlich-bewussten Kochen und Essen bleibt für Fleisch kaum Raum und es fühlt sich in keiner Weise als Verlust an, es selten einzubeziehen.
Ausblick auf die Zukunft: weiter genießen! 😌 In diesem Sinne: schöne Ostertage!
… ab sechsundsechzig Pflanzen, da hab’ ich Spaß daran! 🎼 🎶🎤
(Die Melodie dazu darf frei gewählt werden 😆)
Heißt: ich mach‘ noch‘n bisschen weiter mit der Pflanzenmampf-Challenge, die gestern nach 66 unterschiedlichen in der Woche verputzten Pflanzenanteilen im ersten Teil für beendet erklärt wurde.
Und ich gestehe: als mir die Titelidee (66) in den Kopf fiel, habe ich mir bewusst verkniffen, noch neue Kräuter dazuzupflücken bzw. Frühlingszwiebeln (obwohl schon vorhanden) für die Pilzpfanne zu verwenden. Für einen gewünschten Titel tue ich eben einiges … ggf. lasse ich auch einiges weg (schummeln kann ich irgendwie schlecht. Bekomme dann das Gefühl: dann gilt jetzt gar nix mehr von allem … kindisch? Egal!).
Eine Motivation, auch die kommende Woche noch zu tracken: es ist die Karwoche; traditionelle Grüne-Soße-Woche und die beste Zeit, sich durch die reichhaltig sprießenden jungen Wildkräuter und essbaren Blümchen zu futtern. Da könnte was zusammenkommen.
Die Problematik, dass ich einerseits die Wochensummenbestandteile pro Woche einzeln betrachten können, andererseits die Summe der einzelnen Sorten aus beiden Wochen sehen möchte, löse ich dadurch, dass ich erstens einen neuen Beitrag starte, alles wieder aufführe (auch die vergangene Woche schon enthaltenen Bestandteile), neu dazugekommene Pflanzen aber mit dem Marker *neu kennzeichne. Dann lassen sich am Ende mühelos sowohl die jeweiligen Wochenzahlen als auch die Gesamtzahl ermitteln. Los geht‘s: (gut geht‘s los - am Sonntag gleich 34, davon die Hälfte *neu)
Sonntag, 29. März bis Sa. 04. April 2026 (Stand Samstag: 77, davon 42 neu)