29 Juli 2018

Wochenende mit Höhlen und Häusern in der Oberpfalz

Wandern im Hirschbachtal


Vor Wochen wegen Unwetterwarnungen auf heute verschoben: die Einladung, mit Freunden im Hirschbachtal zu wandern mit anschließender Einkehr im Goldenen Hirschen


Viele interessante Felsformationen und Klettersteige am Wegesrand. 
 Kletterer klettern sie - ich pose nur ein bisschen albern rum.


Auf zwölf Kilometern werden 320 Höhenmeter überwunden und sehr abwechslungsreiche Landschaften durchwandert. Vor Wochen blieben die angekündigten Regengüsse und Gewitter aus, diesmal fanden sie unangekündigt statt. Was angesichts der Wärme und zur rechten Zeit am Weg liegender Gastwirtschaft bzw. später Höhle zum Unterstellen den Genuss nicht schmälerte.


Höhlenmensch in Höhle


Die etwas zivilisiertere Menschheit beim Gipfelblick


Ein Ortsspaziergang mit Dehnübungen vor der Einkehr  im Gasthof runden einen gelungenen Tag ab.

Während sich die orts- und wegekundigen Nürnberger Richtung Heimat auf den Weg begeben, übernachten wir von weiter angereisten im Wohnmobil auf angenehmem Parkplatz mit Toilette und Sitzgruppe  unter Bäumen neben dem klar dahinplätschernden Hirschbach, der abendlich rückkehrenden Kletterern als Bademöglichkeit dient.

Geplant ist, auf dem Rückweg Zwischenstationen abseits der Autobahn einzulegen und vielversprechende Ortschaften zu besichtigen. Den Anfang macht die "große Kreisstadt" Neumarkt in der Oberpfalz.


Wie sich schnell herausstellt, eine gute Wahl. Mit ihren ca. 40.000 Einwohnern besticht die 850 Jahre alte Stadt mit bewegter Geschichte heute durch eine sehr großzügige historische Innenstadt mit weitläufigen Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, Kunst, Kirchen und kulturellen Angeboten. Moderne und Tradition in gelungener Harmonie.


 Auge und Hirn wird hier viel geboten. Auch das Umfeld hat lockende Ziele, die aber für einen kurzen und heißen Tag zu lange dauern würden und uns sagen: hierher sollten wir mit mehr Zeit wiederkommen und am besten auch unsere Fahrräder mitbringen.


 Besonders angetan hat es mir die Jura-Bauweise mit den teilweise unglaublich vielen Frontfenstern.


 Abwechslungsreiche Farbgebungen der Häuser in der Innenstadt


Die Kirchen in der Oberpfalz in komplett anderer Bauweise als man es in den südlicheren Teilen Bayerns gewohnt ist. Neugotik ist es bei der Johanneskirche mit tollem Hauptportal.


Wenn auch bei näherem Hinsehen mit reichlich martialischen Motiven.


Ansprechende und bunte Glasfenster


Neumarkt beherbergt diverse Brauereien und Getränkebetriebe. Wir haben uns aber mit einem Eis begnügt denn es war Sonntag und damit keine Einkaufsmöglichkeit für Brauerzeugnisse. Direkt trinken auch eher suboptimal weil wir bei Bier die alkoholischen Varianten bevorzugen aber noch weiterfahren wollten.


Leisten wir also dem Herrn aus Metall am ungedeckten Tisch etwas Gesellschaft.

Und fahren dann weiter. Geplant war es, in Beilngries eine weitere Zwischenstation einzulegen. Doch auf dem Weg dorthin lockten Schilder, die in Berching ein aktuell stattfindendes Barockfest in historischer Altstadt versprachen. Begriffe, die uns vom Wege ab ins bis dato ungekannte Städtchen lockten.


Ein atmosphärisch gelungener Überraschungsabstecher. Hübsche Gassen und für mich besonders erstaunlich: eine Marienstatue, die eine Maria mit deutlichem Schwangerschaftsbauch zeigt.


In der Altstadt Verkaufsstände mit altertümlichem Flair.


Narrenspiele für  große und kleine Kinder


Ob die Marketenderin hier gute Geschäfte verzeichnen kann? Ich zweifele ein wenig.



Viel Fachwerk, viele Radfahrer

 Mehrere Stadttore

Auch hier: Zeichen von Kunsthandwerk, Kirchenkultur und schöngeistiger Kunst.

 

Noch weiß ich nicht, wie die Innenräume dieser breiten Jurahäuser gestaltet sind.


Fensterlose Räume oder immer entsprechend große zentrale Säle? Ich werde es herausfinden.


Auf jeden Fall bietet sich die Oberpfalz für weitere Unternehmungen geradezu an. 


Beilngrieß muss auf uns warten. Zu viele lockende Dinge dort und wir wollten auf jeden Fall vor dem immer stattfindenden großen Sonntag-Abend-Stau auf München zu zu Hause sein. Zumal es zuviel würde für einen Tag und noch viele weitere Ziele in der Pfalz für auch längere Touren mit Wohnmobil, Fahrrädern und auf Schusters Rappen in die historischen Orte, weiten Wälder, Jurafelsen mit vielfältigen Wanderoptionen, zu Wasser- und Radwegen locken.