09 Januar 2017

Schneefotos ohne Sonne

ca. 100m von der Haustür entfernt am 8.1.17
 Es gab Kommentare im letzten Blogbeitrag, die nach "mehr" Schneefotos verlangten. Bittesehr.

Auch, wenn ich Jörgs Wunsch nach Sonnenscheinbegleitung nicht erfüllen kann, da trotz Sonntag die Sonne gestern nicht schien.

Aber es lag Schnee und schneite weiterhin von leicht bis gelegentlich etwas stärker.

Es müsste bald zehn Jahre her sein, dass ich - bis dahin nie auf Skiern irgendeiner Art unterwegs gewesen - mir Langlaufski kaufte in der Annahme, in der Bayerischen Hauptstadt solle doch wohl häufiger mal genug Schnee für unkomplizierten "hinter-der-Haustür-Langlauf"  fallen.

Tat er aber nie oder wenn, dann nur kurz und zu Zeiten, zu denen ich aus welchem Grund auch immer nichts davon nutzen konnte.
 Ganz am Anfang der Runde konnte ich noch einige wenige Meter eine Vorlangläuferspur nutzen, wandte mich dann aber in andere Richtung und nutzte weitgehend Feldwege.
In der ersten Stunde lief es sich fluffig und bequem, es stellte sich sowas wie ein kleiner Flow ein.


Doch dann kamen immer häufiger auch für den Langlauf ungeeignete Abschnitte. Und woran lag das? Daran, dass die angrenzenden Gemeinden Aschheim und Unterföhring zu viel Kohle haben *hmpf*

Denn: während München nur die Straßen räumt und streut, auf denen Busse fahren, so dass selbst unsere Wohnstraße schon zur schnee- und eisbedeckten  Rutschbahn für Autos mutiert ist, sind wirklich ich glaube ALLE geteerten Feldwege Aschheims und Unterföhrings - und dort sind viele Feldwege weitab der nächsten Behausung mitten in der Pampa geteert - nicht nur geräumt sondern auch mit vermutlich tonnenweise Salz bestreut. Sie sind auch nach starkem Schneefall und den teilweise zweistelligen Frosttemperaturen der letzten Tage schneefrei.

Gut für die beiden Läufer und den einen Radfahrer, die mir in den drei Stunden begegneten - schlecht für den Langlauf und vermutlich auch schlecht für die Umwelt.
 Auf vielen Äckern drücken sich beim Befahren die gefrorenen Erdfurchen durch die Schneeverwehungen, was beim Befahrversuch die Skier leiden lässt. Also hieß es streckenweise: abschnallen und gehend nach besseren Bedingungen (Felder, auf denen z. B. Mais stand oder Wintergerste eingesät wurde z. B. - Wiesen gibt's im weiten Umfeld gar nicht - breite Wegränder oder unteerte Feldwege) Ausschau halten.

 Am von zu Hause maximalentferntesten Punkt machte sich eine kleine Scheuerstelle am Fuß bemerkbar, die später zur Blase wurde und nun eine offene Wunde am Fuß hinterlassen hat. Die zweite Stunde der Tour wurde zäher.

Die dritte und letzte geriet zum ächzenden Kraftakt. Und trotzdem! Oder vielleicht sogar ein klitzekleines bisschen auch deshalb? Schön war's, Spaß gemacht hat sie. Die wohl längste Outdoor-Sporteinheit innerhalb mindestens eines Jahres.

Schöner macht das nicht - aber Volker wollte es: das Foto ohne Tarnung.

Als das zu Hause wieder in erreichbare Nähe rückte, war ich aber schon auch froh!