Mein erster eher kurzer Stadtbesuch mit kulinarisch untermalter Stadtführung in der Fuggerstadt Augsburg blieb vor einigen Wochen unbebloggt. Sie gefiel mir gut, diese geschichtsträchtige Stadt, die über viele Jahrhunderte von der sehr geldaffinen und diesbezüglich überaus erfolgreichen Kaufmanns- und Bankierfamilie der Fugger geprägt wurde.
Gekauft hat sie Herzog Albrecht V. von Bayern, der daraus die Münchener Hofbibliothek und damit den Grundstock für die Bayerische Staatsbibliothek schuf. Der einzige Fugger, der pleite ging trat in die Dienste des Herzogs und wurde später dessen Kammerpräsident, was sowas wie der Bayerische Finanzminister war. Staatsfinanz-Logik von damals … und heute?
Nun - Augsburg ist nicht mehr so reich aber immer noch eine sehr schöne Stadt mit einer sehr großen, zum Schlendern, Bewundern, Dazulernen, Genießen und Geld ausgeben einladenden Altstadt. Also fuhr ich - diesmal zusammen mit Volker - ein zweites Mal und wieder mit dem Zug* dorthin. Wir genossen, bewunderten ausgiebig, lernten dazu und gaben auch Geld aus ;-)
Landeten schlendernd z. B. in einer wirklich interessant gestalteten Ausstellung über Martin Luther und lernten viel über die Religionswirrnisse in dieser für die Reformation so bedeutenden Stadt mit einem eigenen bundesweit einmaligen Extra-Feiertag. Sahen Wasser über Wasser fließen in dieser für ihr Wassermanagement als Unesco-Weltkulturerbe geadelten Stadt.
Fanden einige weitere historische, architektonische und kulinarische Leckerbissen. Hatten Glück mit dem Wetter. Angesagt war ein sonnenfreier Wolkentag. Die Sonne hielt sich nicht an die Vorgabe der Apps sondern kam über mehrere Stunden aus ihrem Wolkenversteck, so dass für mich auch ein kleines Bade- und Schwimmründchen an Augsburg Stadtstrand im Lech möglich war während Volker Steinmännchen baute, die Beine ins Wasser und die Seele in der Luft baumeln ließ.
*Der in Augsburg geborene Berthold Brecht sagte über seine Geburtsstadt den Satz: „Das beste an Augsburg ist der Schnellzug nach München“ ;-)



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