inspired by Katharina Seiser: 30 Pflanzen pro Woche und by myself
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Als Lückenfüller der etwas anderen Art, tarne ich meine Neigung zum Datenexhibitionismus als Ernährungschallenge, die vom oben verlinkten und im Leseblog beschriebenen Buch inspiriert wurde. Nach anfänglichem „Nee, brauch‘ ich nicht … esse eh total bunt …“ die Feststellung: nach der Lektüre achte ich wieder bewusst auf die Bestandteile und dachte mir: „Ach … so eine Woche Protokoll führen, könnte doch auch interessant sein“. Und wenn schon, dann auch im Blog dokumentieren.
Ohne die Buch-Bedingungen und Zählkriterien hier näher auszuführen (wen‘s interessiert, der muss schon selber lesen ;), mache ich einfach wie dort geboten. Obwohl es kleine Einzelpunkte gäbe, die sich evtl. diskutieren ließen (Stichwort: Öle und Fette, Gewürze, Getränke …). Aber egal - es geht ja um nix und so übernehme ich brav die Vorgaben. Wo es möglich ist. Die Feinheiten (es gibt Sonderprodukte, an denen auch noch ein Regenbogen mit Bedeutung dran ist etc.) lasse ich weg. Sonst wird‘s echt mal langsam mühsam …
Denn natürlich ging‘s konkret dann gleich los mit solchen Fragen wie: das Vollkornbrot habe ich ausnahmsweise mal auswärts gekauft (in einer extrem tollen Bäckerei in der Oberpfalz, die alles noch frisch und selber backt) und erstens weiß ich nicht, ob jede Körnersorte darin auch einzeln für den Tag zählen soll (wenn nicht im Brot - das zählt bei Vollkorn - dann ja schon - also tendenziell „ja“, würde ich sagen) und zweitens weiß ich auch nicht, was genau alles drin ist. Nehme ich eben schlicht einen Einzelpunkt für‘s Sauerteigbrot und einen Punkt für Sesam, der optisch dominiert. Im Zweifel defensiv werten. Bei manchem ist die Einordung schwierig: Löwenzahn, Bärlauch: Salat oder Gewürz? Nehm ich beides als Salat weil in relativ reichlicher Menge momentan.
Die Pflanzen werden im Buch in Rubriken unterteilt (hier habe ich die Pilze & Algen zum Gemüse gepackt weil sonst zu selten für einen Einzelpunkt und gestatte mir auch andere kleine Modellierungen aus Praxisnähe), die pro Woche möglichst gut über die Tage verteilt alle abgedeckt werden sollen (also nicht unbedingt an einem Tag alles und an allen anderen Tagen Junkfood 😜).
Los geht‘s mit Woche eins. Die Listen werde ich dann täglich - ggf. auch mehrfach, je nach Zeit - editieren und hier und da auch das eine oder andere Foto einfügen.
Sonntag, 22. bis Sa. 28. März 2026)
Gemüse & Pilze:
- Brokkoli
- Chilischote (rot, groß)
- Fenchelknolle
- Kartoffel
- Knoblauch
- Möhren
- Zwiebel - gelb
- Zwiebel - Rot
Salate & Sprossen:
Kräuter & pflanzliche Gewürze :(jede Sorte gilt auch hier pro Woche nur einmal und eigentlich erst ab ca. 1 EL, den ich aber sicher bei jedem Kraut in Wochenmenge zusammenbekommen werde):
- Ingwer
- Kümmel
- Majoran
- Pfeffer (schwarz)
- Salbei
- Schnittlauch
- Spitzwegerich
- gilt eigentlich Feigensenf? Und wenn „ja“: als eine oder zwei Pflanzen? (Nachtrag: eher nicht - zuviel Zucker drin)
Hülsenfrüchte:
Vollkorn:
- Weizen (Mischbrot aus Sauerteig)
Nüsse & Samen:
Obst:
- Apfel. Sorte: Pinova (schon wird‘s kompliziert - bei unterschiedlichen Sorten zählt jede extra. Weiß man ja gar nicht unbedingt immer)
- (Das Quittengelee zählt nicht weil zuviel Zucker drin ist)
Öle:
Fermente:
- Knollensellerie mit Senfkörnern
- Oliven (grün)
- Da Kefir und Käse nicht aus Pflanzen stammen - wenn auch der vorzügliche Käse aus einer kleinen Käserei in der Oberpfalz - zählen beide Fermente natürlich nicht. Ist ja eine Pflanzenchallenge.
Getränke & Genussmittel (die meisten Tees gelten irgendwie nicht so richtig, wie ich es verstanden habe weil nur Pflanzenauszüge. Die Grünteesorten und auch Kaffee + Schokolade ab 80% Kakaoanteiil andererseits aber angeblich gesund genug, um irgendwie doch gewertet zu werden … ich geh‘ trotz Zweifeln einfach mit ;) Obstsäfte gelten nicht - mit Ausnahme von Zitronen- und Limettensaft.
- Grüntee
- Kaffee
- Schokolade 85%
- Zitronensaft
„Für ein ausgewogenes, diverses Mikrobiom, das uns hilft, gesund zu bleiben, sollten wir viele verschiedene Pflanzen essen. Bleibt nur die Frage: Wie geht das? Zuerst müssen wir unseren persönlichen Status quo kennen, weil wir sonst keinen Vergleich haben und nicht wissen, ob wir ohnehin genug Pflanzen zu uns nehmen (zu viele können es nie sein), mehr (ziemlich sicher) oder sehr viele mehr (durchaus möglich) essen sollten. 30 verschiedene Pflanzen pro Woche werden derzeit als Minimum angesehen“ — Seiser, Katharina. „30 Pflanzen pro Woche.“ Christian Brandstätter Verlag, 2024, p. 39
„Weil es nicht darum geht, das Ziel der 30+ Pflanzen pro Woche in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren, sondern kontinuierlich viele davon zu essen, haben wir eine zweite Checkbox pro Tag zur Pflanzen-Checkliste dazugesellt. Dort können Sie sich jeden Abend fragen: Habe ich heute … gegessen? Damit kommt man unserer Erfahrung nach schnell auf persönliche Vorlieben und blinde Flecke. Ich z.B. habe immer wieder Lücken bei den Hülsenfrüchten, obwohl ich sie sehr gern, aber offensichtlich zu selten esse. Und vielleicht noch wichtiger: Sie bekommen einen Überblick, wie Sie ganz generell – über die Vielfalt hinaus – in Sachen gesunder Ernährung unterwegs sind. Am Ende der 1. Woche ziehen Sie Bilanz: Auf wie viele Pflanzen kommen Sie? Welche Gruppen sind stark vertreten, welche fehlen? Wie schaut die Checkbox pro Tag aus? Noch ohne etwas zu ändern, haben Sie durchs Pflanzenzählen wichtige Erkenntnisse über Ihre Ernährung gewonnen. Kann gut sein, dass das für Sie der Punkt ist, an dem es kein Zurück zum Nicht-Wissen gibt. Für mich und viele, die sich auf diesen Versuch eingelassen haben – wir haben die Liste über Monate getestet –, war es so. Was für eine Chance, so einfach etwas für die eigene Gesundheit tun zu können!“ — Seiser, Katharina. „30 Pflanzen pro Woche.“ Christian Brandstätter Verlag, 2024, p. 41