Mit Michaela auf den Michel geklettert, erwischten wir dort vollkommen zufällig den einmal täglich seinen Gruß über die Stadt posaunenden Türmer vom Hamburger Michel.
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| Zitronenjette - mach‘ Limonade draus! „Dien Leben wer suur as de Zitroonen, sall sick dat Erinnern an di lohnen? Dien Schiksol wiest op all de Lüüd, for de dat Glück het gor keen Tiet.“ (bitte überall mehr Denkmäler für vergleichbare Menschen und Motti) |
Wie schön wäre es gewesen, solch harmonische Töne auch in der Elbphilharmonie zu hören. Für das, was wir dort ertragen mussten „genießen durften“ möchte ich den Kommentar von Michaela klauen: „Das ist doch *Hurz*!“ Ich gab ihr Recht und betrachte meinen Wunsch, ein Konzert in der Elbphilharmonie anzuhören, hiermit als für alle Zeiten erledigt.
Von außen und insbesondere vom Boot bei einer Hafenrundfahrt in voller Pracht vom Wasser aus betrachtet, ist die „Elphi“ aber schon eine Augenweide und eindrucksvoll anzusehen.
St. Pauli bei einer Führung über „Eat the world“ auch kulinarisch genossen, Streifzüge durch Altstadt, Altona, Speicherstadt, Hafen, Landungsbrücken mit altem Elbtunnel, um Binnen- und AußenAlster herum, Ottensen, Eppendorf und vor allem Blankenese mit Treppenviertel und Elbpromenade, habe ich Hamburg nach früheren diversen eher privat oder einmal 2015 auch läuferisch motivierten Besuchen nach mehr als zehn Zwischenjahren in fünf Tagen nochmals aus der Sicht der Genuss-Touristin betrachtet.
Mag ich immer noch. Eine Stadt mit viel Wasser, Brücken, Grün und Raum. Nicht zu vergessen der fangfrische lecker Fisch.🎣 Touristinnengerecht präsentierte der Hamburger Himmel sich an immerhin einem der Tage mit dem legendären „Schietwetter“: grau, kühl, Regenschauer.
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| Blick aus dem Bett des Appartements |
Muss der Hamburg-Besucher schließlich auch erlebt haben. Ein Tag reichte dafür; die übrigen gaben sich perfekt sonnig-kühl.
Worauf ich von mir aus niemals gekommen wäre: das Museum für Kunst und Gewerbe, entpuppte sich als äußerst unterhaltsamer, kurzweiliger Tipp mit hohem Spaßfaktor.
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| Abendliche Abschieds-Spazierrunde um die Außenalster |
Was nicht jeder wird glauben können: mit der DB kann es durchaus vorkommen, dass Reisende mit Verfrühung(en) am Ziel eintreffen. Auf dem Heimweg sogar glatt ne ganze Stunde vor der ursprünglichen Zeit mit der noch dazu äußerst preiswerten erste-Klasse-ICE-Verbindung mit „Zugbindung“. Da freut sich das Reisenden💓
🍔 🍣 🌦️







14 Kommentare:
Mmm … da hört man doch, dass das in der Elbphi alles so toll sein soll. Kommt vermutlich darauf an, wer da auf der Bühne steht. Foodtouren sind immer ganz famos. Da lernt man immer nette Menschen kennen. Das genießen wir auch sehr. Hamburg haben wir schon lange auf dem Zettel. Fahren immer nur dran vorbei, wenn es zu Familie geht.
MoinMoin Martin,
Klar liegt‘s daran, welches Konzert man für den Besuch auswählt und ganz klar geht‘s auf meine eigene Kappe, dass ich Henze weder kannte noch vorab mal reingehört habe in die Quietscherei, die er so als Kunst verkauft hat … Ich hatte reflexartig auf (den Dirigenten, den ich in Spanien mal voller Begeisterung erlebt hatte) Pierre Bleuse mit Kartenkauf reagiert. Die El(b?)phi kann da gar nix für. Aber nun habe ich sie von innen gesehen, die in der Tat beeindruckende Akustik erlebt und - Hamburg ist ja nun auch weit weg von München - den vorhanden gewesenen Bedarf gedeckt. Hatte ich mir harmonischer vorgestellt … aber wie war das mit dem Leben noch, das kein Wunschkonzert ist? Da quietschts doch auch hier und da und das geht als normal durch 😉
Hamburg mit dem Wohnmobil … da würde ich empfehlen, etwas außerhalb zu stehen. Es gibt Stellplätze am Hafen aber offen gesagt wären die nicht meins. Wir hatten zentrale und extrem perfekte Ferienwohnung. Aber wenn ihr da eh vorbeikommt und mal Zeit habt, bietet es sich an.
Für mich war‘s auch so eine Art „Abschiedsbesuch“. Früher hatte ich persönlich enge Verbindungen dorthin. Der halbe Wurzelstock meines Sohnes lag dort. Für mich endete die Verbindung mit dem Besuch einer Beerdigung in Kapelle 13 auf dem beeindruckenden Parkfriedhof Ohlsdorf im Jahr 2013. Damals am selben Tag hin- und zurückgeflogen - 2015 der Marathon mit drei-Tage-Aufenthalt im Hotel … war es diesmal auch so eine Art „Abschied“ für mich. Weiß man zwar nie so genau. Hat sich aber so angefühlt. Was an bekannten Menschen von dort übrig war, wohnt entweder nicht mehr dort oder liegt dort unter der Erde.
Das Beste sind die Kommentare unter dem verlinkten Video 😄 Einer schreibt tatsächlich: "The 2nd violin concerto may change my life". Krass! Auf mich wirkt das eher wie Katzenmusik, völlig unharmonisch und leicht nervenzerstörend 😂 Aber gut, Geschmäcker sind verschieden...
Und was für ein schöner Zufall mit dem posaunierenden Michel!
Wir haben übrigens im September die gleiche Hafenrundfahrt gemacht und fanden sie super unterhaltsam. Vorher waren wir noch in der Modelleisenbahn-Ausstellung, total eindrucksvoll, auch wenn ich sonst gar nichts mit Modelleisenbahnen am Hut habe 😄
Danke jedenfalls für die vielen Hamburg-Tipps! Da sammelt sich schon Material für den nächsten Besuch.
Catrina - das Leben wird auch verändert, wenn jemand beschließt, NIE WIEDER in Konzerte zu gehen 😂 Aber ich muss gleich mal lesen gehen. Habe eigentlich nur nach dem Stück gesucht und es ohne groß zu lesen oder reinzuhören, gepostet. Es war natürlich eine andere Interpretation. Gequietscht hat‘s aber eher noch mehr 😖 Beleidige mir niemand die Katzen! 🐈⬛ deren Gesänge sind vergleichsweise Engelsharfen.
Ob das alles „Tipps“ sind … weiß ich gar nicht. Es hängt natürlich auch immer vom eigenen Erwartungskonzept ab. Und wenn ich mir das so überlege … muss ich möglicherweise doch nochmal hin 🤔
Denn: erst im Nachhinein habe ich getan, was ich vor Ort vergessen hatte: der „Zitronenjette“ (siehe Bild) nachgegooglet: https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Die-Zitronenjette-ein-Hamburger-Original,zitronenjette100.html Die Inschrift auf dem Denkmal gab mir dann wirklich zu denken. Denn eine der wenigen direkten Begegnungen war - als ich alleine im Umkreis einer Kirche nach einem WC suchte - eine kurze Unterhaltung mit einer dortigen Obdachlosen, die dasselbe tat. Wir wurden nicht fündig (aus technischen Gründen geschlossen), sie beschrieb, wie schwer es ihr und den anderen Straßenbewohnern gemacht würde, einfach nur eine Toilette aufzusuchen. Und weil ich mich ihr und auch dem deutlich mit der Subkultur sympathisierenden Stadtführer in St. Pauli irgendwie innerlich weit näher gefühlt habe als z. B. den Bewohnern Blankeneses (hübsch anzusehendes Bild aber meinem Wesen sehr weit entfernt), würde ich bei einem nächsten Besuch versuchen, stärker in Subkulturen und soziale Randgebiete reinzuschauen. Andererseits: das geht ja auch in München … 💡
Modelleisenbahn habe ich auch diesmal bewusst ausgelassen. Alle erzählten immer und erzählen, wie beeindruckend diese Miniaturwelt ist aber … ich kann da gedanklich nicht ran … Hafenrundfahrt war seltsamerweise meine erste solche und ich fand sie auch toll. Wir haben die größere in kleinerem Boot gemacht - um auch in die Speicherstadt zu kommen.
Oh, danke für den Zitronenjette-Link. Was für eine traurige Geschichte!
Ab und zu in „Subkulturen“ einzutauchen ist eine gute Idee - es fördert das Verständnis und hilft uns „Aussenstehenden“ besser mit ihnen umzugehen.
Liebe Lizzy,
Hamburg, du hattest es erwähnt. Da seid ihr extra wegen des >Hurz< nach Hamburg gefahren?! - LOL
Du bewertest doch (hoffentlich) den Abstecher als gelohnt habend, ;-) auch wenn ein Konzert in der Elphi (vielleicht) nicht mehr in Frage kommt. Ihr habt ja sonst einiges abgeklappert. - DANKE für die Eindrücke!
Meinen letzten Besuch, eigentlich um eine 2. ärztliche Meinung zu meinem Knie einzuholen, habe ich ja am 12. März 2025 beschrieben. (https://laufend-dankbar-sein.de/2-meinung/) Für mich stünden noch so einige Dinge aus, die in Hamburg zu besuchen wären. Ein Konzert ist aber nicht dabei und eine Hafenrundfahrt hatten wir schon in den 90er Jahren zum 70. Geburtstag meines Onkels gemacht. Allerdings ging die bis ins Dunkle hinein und war mehr aufs Programm ausgerichtet, bei dem auch 'Stumpi' einen netten Auftritt hatte. Der Schauspieler Wolfgang Stumpf war ein Freund meines Onkels, der wiederum 'Präse' von Studio Hamburg war.
Den Posaunisten live zu erleben war bestimmt so eine kleine Besonderheit und dem Link zur Zitronenjette muss man eigentlich folgen! Danke dafür!
Liebe Grüße Manfred
Tja, lieber Manfred,
extra wegen Hurz … irgendwie stimmt das sogar *auch lol* 😂 Zumindest war es das Lockmittel in der Mausefalle. Und nochmal „tja“ … weil „bewerten“ 🤔 .. ist (war mal) dein Job 🤭.. ich fand die Idee notenfreier Schulen immer überwiegend reizvoll und versuch‘s zumindest, Dinge einfach erstmal so stehen zu lassen und zu gucken, was übrig bleibt von den vielen mitgenommenen Eindrücken, die es doch immer gibt. Die Hamburg-Eindrücke habe ich noch nicht so richtig einsortiert und würde sagen: insgesamt sortiert mich manches selber gerade mal wieder ein bisschen neu ein.
An deine Knie-Odyssee erinnere ich mich und - stimmt ja - da war auch Hamburg im Spiel und wie man deinem letzten Abenteuer anmerkt, gab‘s danach auch nochmal ganz ordentliche Neu-Einsortierungen. Ordnung ist eben ein flüchtig Ding 😉
Der Posaunist gab sich deutlich unfeierlicher als man sich das vorstellen mag. Er kam mit seinem Posaunenköfferchen auf die Plattform marschiert - sehr forsch und geschäftsmäßig - packte das Teil aus, öffnete das erste Fenster, posaunte die Melodie raus, Fenster zu, im Eilschritt zum nächsten Fenster, Fenster auf - rausposaunen, Fenster zu, flott zu Fenster drei - rausposaunen, Fenster zu, rüber zu Fenster vier, auf, rausposaunen, Fenster zu, Posaune in Köfferchen geschmissen und ohne einmal umgucken im Eilschritt wieder Abmarsch. Ich hab‘ überlegt, ob er sowas wie einen Deal mit sich hat, unter einer bestimmten Zeit zu bleiben und kleine Geschwindigkeitsrekorde anstrebt 😊 Die vier Posauneneinheiten wurden aber ordentlich und nicht gehetzt runterposaunt in alle vier Himmelsrichtungen.
Die Zitronenjette bzw. das nachträgliche Googlen hat mir auf jeden Fall eine alte Idee neu belebt und zu einer Anmeldung hier in München geführt. Schaun‘mermal, was dabei dann rumkommt ..
Liebe Lizzy,
Hamburg - wie schön! Steht seit langem auf meiner Liste und ich schaffe es einfach nicht, früh genug einen Termin, ein Konzert in der Elbphilharmonie (ja, das muss sein, wenn ich schon mal dort bin, aber bitte kein HURZ!), eine Reservierung für den Nachtzug und mich zu koordinieren. ;D
Aber mit diesem Beitrag hast du mir gerade wieder eine große Portion Motivation für all das rübergeschickt - danke dafür! Und ich finde es grandios mit Michaela auf dem Michel zu sein und dann diesen posaunten Gruß an die Stadt zu hören. Super Timing!
Liebe Lizzy,
aaaahhh Hamburg! Eine sehenswerte Stadt. Aber die Elphi mit so einem Musikgemetzel erleben zu müssen, au weia... Dann lieber der Türmer, ein schöner Moment sicher!
Di bist dort 2015 gelaufen?! Ich habe gleich nachgeschaut, 2013 war es bei uns. Und seitdem besteht der Wunsch, auch mal wieder dahin zu reisen.
Danke für deine vielen optischen Eindrücke. Auch wenn deine persönlichen Bindungen inzwischen nicht mehr so vorhanden sind, ich denke und hoffe, die Hansestadt hat immer noch deine Sympathien?
Liebe Grüße
Elke
Oh, liebe Lizzy,
da haste den Lehrer in mir ertappt! 😉 Aber so schulmäßig meinte ich das mit dem Bewerten gar nicht, eher im Sinne von einordnen. Dazu hast du ja was geschrieben.
Na, denn. Mal sehen was du uns von München denn erzählst!
Liebe Grüße Manfred
Genau, Catrina - und letztlich sind alle immer irgendwo bzw. an fast allen Stellen „aussenstehend“, so dass es niemals eine Einbahnstraße ist.
Liebe Doris,
Da kann ich dir wirklich wämstens ans Herz legen, in die angekündigten Stücke vorher reinzuhören, bevor der Kartenkauf stattfindet. Hier lag mein eklatanter Fehler …. 😑
Nachtzug bin ich noch nie gefahren … jetzt habe ich ein neues „todo“ auf der Liste … hmmmm
Liebe Elke,
Hamburg wird meine Sympathie vermutlich nie verlieren! Es war nie „Liebe“ aber immer solide Sympathie. Was vermutlich höhere Aussichten auf „lebenslang“ hat😆
Den Marathon 2015 hatte ich nochmal im Text hier verlinkt - es war quasi „der Genusslauf schlechthin“ oder wie oft kommt es vor, dass man beim Zieleinlauf eines Marathon ein Eis 🍦 schleckt. Schöne Erinnerung!
von der allerdings erst Ende Juni stattfindenden dreistündigen Führung, zu der ich mich angemeldet habe - Titel: „Wohnen, Leben, Sterben - Ein Spaziergang durch Münchner Lebenswelten“ und die von der Obdachlosenzeitung „BISS“ sowie dem Münchner Bildungswerk organisiert und angeboten wird, erzähle ich eher nicht ausführlich per Blogbeitrag. Nicht, weil ich sowas nicht erwähnenswert finde und im realen Privatleben sind das durchaus Themen, die Relevanz haben. Der Blog ist aber größtenteils anders motiviert. Nicht aus Prinzip oder weil ich da grundsätzlich irgendwas meine, sondern mehr so aus meinem Eigengefühl heraus. Es würde auch wirklich mühsam und zeitaufwändig, jede Unternehmung, Initiative und was weiß ich noch hier als Beitrag zu präsentieren. Wie ich schon früher häufig gesagt habe, sind die Blogbeiträge echte Mosaikfitzel aus meinem echten Dasein. Aber eben nur Fitzel, nie Komplettbild. Sie haben auch nicht den Anspruch. Ist ja bei allen irgendwie so, oder? Die Grenzen werden unterschiedlich gezogen und auch mal hin und her verrückt, ein Sprung auf die andere Seite, ein höherer Zaun hier und da …
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