Als Groupie am Streckenrand zum Mount-Everest: Everesting Festival Garmisch-Partenkirchen
Es ist eine andere Welt, in der die Läufer dieses Trails sich bewegen. Kurz zusammengefasst: die Einzelläufer bewältigen beim Everesting Festival in Garmisch-Partenkirchen auf ca. 60 Streckenkilometern an ein bis zwei Tagen (wer möchte, auch über Nacht) ca. 9000 Höhenmeter! Das Ganze iin 18 Halbrunden von der Talstation der Eckbauernbahn bis zur Bergstation. Von dort geht‘s mit der Bahn wieder runter und dann auf die nächste 3,3km Bergauf-Runde mit 505 Höhenmetern.
Die Strecke derartig extrem steil, dass mit Sicherheit viele Durchschnittsautos nicht raufkämen. Die Steigungsprozente weiß ich im Moment noch nicht aber meine Beine fanden, dass man an einige Passagen genausogut eine Leiter hätte anstellen können zum raufklettern. Nachträglich habe ich mir den Spaß erlaubt, die durchschnittliche Steigung auszurechnen (bzw. ausrechnen zu lassen ;). Wenn man die 505hm auf 3,3km gleichmäßig verteilen würde, käme ein Schnitt von 15% Steigung raus.
Es sind aber auch flache Abschnitte dabei: ganz am Anfang einige hundert Meter, vor der Bergstation vielleicht 100-200 flache Meter und unterwegs auch einige kurze flache oder fast flache Abschnitte. Relativ wenig - aber vorhanden. Aber wenn man die Steigung auf 2,5km berechnet und annimmt, dass der Rest weitgehend flach verläuft, erhält man einen durchschnittlichen Steigungswert von 20%. DURCHSCHNITT! 😳 Es sind mehrere Passagen - zwei „Bretter“ insbesondere, die das deutlich toppen!
Aber der Reihe nach:
Manfred, ein mir bis heute im Realleben unbekannt gewesener Mitblogger, auf dessen LaufBlog ich seit Jahren mitlese (und umgekehrt), war mutig genug, sich für diesen unglaublichen Traillauf anzumelden und glücklicherweise schaffte ich es, einen Urlaubstag darauf zu verwenden, am ersten Eventtag für einige Stunden mit dem Zug nach Garmisch zu fahren um mir das Spektakel anzusehen. Als er seine vierte Runde in Angriff nahm, passte ich ihn am Start ab und plante eine Begleitungsrunde bis zur Bergstation.
Ich habe mir selbstverständlich die ausdrückliche Erlaubnis zum Vorab-Berichten und Veröffentlichen einiger Bilder eingeholt und mehrfach bestätigen lassen, dass es okay ist, wenn ich hier schreibe und Bilder veröffentliche, während Manfred noch auf der Strecke unterwegs ist. Dieser Bericht fungiert also als eine Art digitaler LaOla-Welle mit Cheerleaderpüscheln am Wegesrand, der den Anfeuerungs-Tunnel im Geiste ein bisschen symbolisieren soll.
Aus der Begleitungsrunde wurde nichts. Denn: nicht den Hauch einer Chance hatte ich, das Tempo mitzugehen! Ein paar hundert Meter und ich war schnaufend auf steiler Passage abgehängt. Der Weg zum Eckbauer (der nur wenige hundert Meter seitwärts der Bergstation und des Ziels ist) wird an der Talstation folgendermaßen ausgeschildert: mit Wegezeit 2 Stunden! Für Wanderer
Manfred hat ihn in den ersten Runden unter einer halben Stunde bewältigt (ich würde sagen: ein wenig überzogen ;) und ist zu der Zeit meines Auftauchens bei ca. 50 Minuten angekommen. Er tut mir den Gefallen, etwas Tempo rauszunehmen - aber wie gesagt: keine Chance! Ein bisschen ausgebremst zwar auch durch das vor genau einer Woche leider nochmal höher dosierte bzw. zweite eingeschlichene Blutdruckmittel 😔 mit dem mein Körper noch fremdelt … aber eine sonderlich gute Ausrede ist auch das nicht: auch ohne hätte ich dieses Tempo bei dieser steilen Bergstrecke niemals mitgehen können.
Etwas später kommt uns Manfreds Frau auf der Rückwanderung von oben entgegen. Er stellt uns gegenseitig vor, ein Plauderründchen … und so wird es eine für ihn mit einer Stunde eine etwas ruhigere Runde. Nach Luft schnappend ächze ich hinterher. Möchte schon auf jeden Fall einmal auch die Runde gehen. Die Wege sind breit genug, das Feld auseinander gezogen - die wenigen Wanderer (viele sind’s nicht - es gibt einen Grund, dass die meisten die Bergbahn nutzen ;). pausiere zwischendurch, bewundere auch die anderen Läufer, die zum Teil in unglaublichen Geschwindigkeiten die Steilwege hochrasen. Meine wandererprobten Trailsandalen rutschen mehrfach rückwärts …
Zu erkennen war es in keiner Weise, dass Manfred der älteste Teilnehmer ist - bei der nächsten Runde schwebt er nahezu den Steilweg hoch. Wird wieder eine Runde später - ich genieße derweil die herrliche Hochgebirgs-Aussicht rundum und eine frische Buttermilch beim Eckbauern - ist er einmal wieder gefragter Interview-Partner der Moderation am Berg.
Beim geschossenen Selfie sehe ich - nach geschneckten 500 Höhenmetern vernichteter aus als Manfred, der zu diesem Zeitpunkt schon ca. 4000 Meter in den Beinen hat. Das Basislager hat er locker erreicht.
Denn: diejenigen, die auf den realen MountEverest steigen, legen ja - weil sie viel höher starten - in Summe fast 3000 Höhenmeter weniger zurück als die Läufer in Garmisch. Helden! Alles Helden! Aber sowas von.
Ganz ohne Übertreibung packten mich Hochachtung und Ehrfurcht vor allen denen, die Körper und Geist zu derartig unfassbaren Kraftakten bringen können und lassen mich auch jetzt noch nicht los. Klar weiß ich, dass es gar nicht so wenige dieser Läufe und Teilnehmer daran gibt. Es mit eigenen Augen zu sehen, wie sie auf jeder einzelnen Runde trotz Schweiß, Leiden und Überwindung dran bleiben, immer neu in die nächste Runde starten … das ist eine ganz andere Hausnummer.
Und natürlich hoffe ich für Manfred und auch für alle anderen, die auf der Strecke waren und noch sind, dass sie das Ding ins Ziel bringen. Das wäre ein Fest!
Weil ich selber wieder zum Bahnhof und mit dem Zug nach Hause musste, machte ich mich auf den Rückweg - auch bergab ist die Strecke wegen der Steilheit und Rutschigkeit nicht ohne - feuerte unterwegs an, begegnete Manfred nochmal kurz nach dem Start auf seine siebte Runde. Er sagte - und wer würde es nicht glauben - dass es schon sehr schwer wäre. Angesehen hat man es ihm kaum.
Für mich gilt gleichzeitig: egal, wie es ausgeht, ist alleine der Mut des Angehens, die bisherige Leistung und Stärke bei einer derartig energetischen Ausstrahlung in meinen Augen radikal heldenhaft!
Es gab noch viele wirklich interessante, lustige, spannende kurze Begegnungen unterwegs. Wortwechsel voller Humor und Witz oder wie ich vielen ohne viel flunkern zu müssen zurief: „Ist ja der Wahnsinn: nur schöne Menschen auf der Strecke!“ Ich hätte nicht schlecht Lust, einige der Dialoge aufzuschreiben. Aber im Gegensatz zur Heldenriege muss ich Weichei irgendwann schlafen - es würde wohl ausufern.
Ein Läufer in Badehose
Gut, dass ich hingefahren bin. Es war auch für mich ein sehr schöner Tag! Manfred kennengelernt, viele Held_innen bewundert und angefeuert, dieses Jahr zum ersten Mal Hochgebirge vor die Augen bekommen und Lust auf auch mal wieder Bergwandern zu gehen (langsam, versteht sich ;)
Lizzy ist live dabei! Und es gibt eine digitale LaOla-Welle! Wie schön!! 😄
Wirklich eindrücklich, dieses Everesting aus deinem Blickwinkel mitzuerleben. Alleine schon die Vorstellung: ein Wanderweg mit offizieller Gehzeit von zwei Stunden...und dann rennen die da mehrfach in unter 30 Minuten hoch. Komplett verrückt!
Und unsere Bergmaschine Manfred scheint wirklich aus einem anderen Material geschnitzt zu sein 😅 Locker plaudern, interviewt werden und Runde sieben starten... super!
Auch die ganze Stimmung kam super rüber: Hochgebirge, Anfeuern, Buttermilchpause mit Aussicht und natürlich der legendäre Badehosen-Typ 😂 Danke für diesen Live-Report!
Liebe Lizzy, ich habe zwar nur punktuell aus der Ferne mitfiebern können, weil ich den gestrigen Tag erst radelnd am Bodensee, abends mit Konzertgenuss und die Nacht schlafend verbrachte, aber dein Bericht füllt so wunderbar die (Wissens)lücken auf, die sich zwischen den Live-Ergebnissen und Manfreds kurzen Sprachnachrichten ergaben. Die LaOla-elle hat sich Manfred und alle anderen Mitstarter aber sowas von verdient. Dein Bericht macht das gleich noch viel eindrücklicher, als es die nackten Zahlen tun. Danke dafür! :D
tatsächlich war es für mich sehr sehr eindrücklich und eindrucksvoll! Manfred fand wohl ab und zu, dass ich übertreibe bei meiner euphorischen Begeisterung - was aber gar nicht der Fall war. Sie war komplett echt!
Und weil ich immer wieder - innerlich wieder lachend - an einige der Situationen denke, doch noch ein paar der Dialoge von an der Strecke nachgereicht. Dazu muss man sagen: die steilen Bergaufstrecken läuft wirklich niemand! Da gehen bzw. marschieren wirklich alle mehr oder weniger schnell. So lassen sich Botschaften auch etwas längerer Art an die Teilnehmer bringen, da sie nicht ratz-fatz vorbeigerannt sind.
Den Badehosen-Läufer fragte ich, als er bei einer Runde direkt an mir vorbeiwalkte, ob man sich so keinen Wolf läuft. Er antwortete: „Überhaupt nicht! Alles eine Frage des richtigen Shapings und Waxings!“ Woraufhin ich nachlegte mit: „Jedenfalls bekommen wir Zuschauer einen verdammt gut gebauten Körper zu sehen!“ und die Daumen hochreckte. Der Läufer reagierte sofort auffällig positiv, strahlte mich an, dankte und schien sich sofort nochmal ordentlich aufzurichten. Grienend gingen wir beide in entgegengesetzte Richtung weiter.
Ich kam in Fahrt :-D und als etwas später zwei wirklich knackig-altrockig-coole Teilnehmer in geschätzt meinem Alterssegment vorbeikamen, rief ich ihnen zu: „Boh - Jungs, ihr seid echt knackig! Vor 20 Jahren hätte ich jetzt gerufen: ich will ein Kind von euch! Aber der Zug ist leider abgefahren“ Die beiden guckten rüber und lachten beide sichtlich erheitert!
Sprüche, die ankommen, kann man ja weiterverwenden, sobald die Erstbeglückten außer Hörweite sind und so brachte ich in in der passenden Altersgruppe der männlichen Teilnehmer gleich noch zweimal an. Jedesmal mit sehr positivem Erfolg. Lustig: einer, der am Brett kämpfte, hatte noch Sauerstoff genug im Hirn (für mich ein Mysterium) um schlagfertig mit der Frage zu kontern: „Telefonnummer???“ - woraufhin ich zurückgab: „Und dann kommt ‚ne Anzeige wegen sexueller Belästigung, oder wie? In meiner Firma gäb‘s für solche Sprüche sofort ne fristlose Kündigung wegen Compliance-Verstoß“. Es befand sich gerade ein lockeres Grüppchen anderer LäuferInnen in Hörweite. Alle - zumindest die ohne Stöpsel in den Ohren - reagierten extrem erheitert. Niemand fühlte sich belästigt von meinen leicht frivol-anzüglichen Sprüchen, die ich nun immer lockerer vom Stapel ließ. Auch einigen Frauen beschied ich, was für tolle, neidenswerte Figuren sie für mich darstellen. Teils mit konkreten Bezügen auf Körperhaltung etc. Keine_r fühlte sich „belästigt“ oder übergriffig behandelt. Zumindest waren die Reaktionen nicht nur positiv sondern auch so, dass alle mich auf ihrer nächsten Runde - so sie mir nochmal begegneten - sofort erkannten und mir zustrahlten oder in einem Fall sogar einer, der mir entgegenrief: „Danke für das Kompliment eben! Das hat mich richtig aufgebaut“ - Ich - erstaunlich schlagfertig geworden - rufe laut und weit hörbar auch für andere (die wieder ALLE lachen) entrüstet: „KOMLIMENT???“ „Niemals! Ich mache keine Komplimente - ich spreche Wahrheiten!“
Habe mir überlegt, dass diese Methode, bei solchen Ultradingern Streckenrand-Aufheitererin zu sein, die einfachste Art, andere und sich selber ein bisschen glücklicher zu machen und Energie zu schenken 😄
ganz, ganz lieben und herzlichen Dank, nicht nur für den schönen, erfrischenden Bericht, sondern auch fürs Rüberrutschen nach GaPa ... und das nur für so nen alten Knacker! 😜
Jetzt konnten wir beide ne Wissens- und Begegnungslücke schließen. Es macht doch immer wieder Spaß andere Sportler und/oder Blogger kennenzulernen!!! Da du so munter bist, war es auch ne tolle Begegnung und ich habe es überhaupt nicht als störend und ausbremsend empfunden. Im Gegenteil, in der 4. Runde hatte ich irgendwie einen kurzen und doofen Moment (s. dein Eingangsbild 😉) und da kam die Abwechslung wie gerufen. ... und dann bin ich ja den schnellen Gazellen, egal welchen Geschlechts, nur hinterhergezuckelt! Ankommen war das Ziel und das hab ich nach 2 schweren Runden in der Nacht zum Glück auch erreicht.
Jetzt kann ich nachverdauen, Bilder angucken, Berichte lesen. Zuhause geht es dann ans Sichten meiner Bilder und dann mache ich mich an meinen eigenen Bericht. Mal sehen, was rauskommt! 😉
Bis demnächst, wir lesen uns auf unseren Blöggen. Liebe Grüße Manfred
hab ganz vergessen mich für die virtuelle LaOla-Welle zu bedanken. Das war der entscheidende Schub für mich, durch den ich die Nacht durchhalten konnte! Merci vielemals!
der „alte Knacker“ hat aber ganz ordentlich auf die Sahne gehauen! 😆
Natürlich und zum Glück wusste ich natürlich schon, dass du dich durchgebissen hast - das Berichten darüber aber ist jetzt wirklich DEIN Job 🤭 Meine erste Tat am Morgen nach dem Aufwachen war: sofort das Tracking aufrufen, nachsehen und etwas verspätet jubeln. Den eigentlichen Glückwunsch hebe ich mir aber auf bis zu deinem Bericht. Hoffe, das ist okay. Und wenn das dann dort nicht sofort passiert: du weißt ja, dass ich auf Tour bin und es evtl. nicht sofort oder nur am Handy sehe, mit dem ich ungern kommentiere.
Wie auch immer: kommt gut nach Hause, erhol dich gut von dieser Strapaze und genieße den Triumph! Das war ein dickes Brett!
Liebe Lizzy, ja, unglaublich, was die da am Garmischer Everest geleistet haben! Ich konnte aus dem Urlaub per Live-Tracking mitfiebern/-leiden/-anfeuern. Hatte auch vorher mal überschlagen, wie steil das ist und konnte mir ab da noch weniger vorstellen, das am Stück abzureißen. Wobei m.E. die Gondelfahrt zwischendurch zwar theoretisch das "Stück" zerschneidet, aber in der Praxis nur ein Tropfen auf den heißen Erschöpfungsstein gewesen sein dürfte. Schön, dass du näher dran wohnst und den kleinen Ausflug an die Strecke unternehmen konntest! Liebe Grüße Elke
Das ist eigentlich das Schönste an deinem ganzen Bericht 😄 Du beschreibst ja nicht nur das Sportliche, sondern auch diese lockere, menschliche Stimmung am Streckenrand.
"Streckenrand-Aufheitererin" sollte eine offizielle Ultra-Disziplin sein 😄 Die Leute sind am Anschlag, und dann kommt jemand mit Humor, Energie und echter Begeisterung und peppt alle auf. Dass einer dir zuruft, dein Spruch hätte ihn aufgebaut, sagt doch alles.
"Ich mache keine Komplimente, ich spreche Wahrheiten!" ist der Premium-Satz, den muss ich mir merken!
Catrina, dich hätte ich jetzt fast „übersehen“ oder vergessen … gelesen hatte ich es aber irgendwie gedacht, ich hätte schon geantwortet? Wie auch immer … ich bedanke mich also schlicht etwas verspätet für deinen Kommentar :o)
Catrina, es gab auch einen Satz, den ich nach zweimal Anwendung gestrichen habe weil er das Gegenteil des Gewüschten bewirkte: ich erwähnte, dass sie viel mehr leisten als jeder MountEverest-Besteiger weil die ja schon auf gut 2800m Höhe starten. Ein Läufer guckte mich komplett schockiert an und murrte schlecht gelaunt: „Das nützt mir im Moment auch nix!“ - ohje … er tat mir leid und ich habe diesen Part sicherheitshalber aus dem Repertoire entfernt ;)
DICH habe ich irgendwie vermisst in letzter Zeit! Wollte fast schon auf deinem Blog nachfrage, ob alles okay ist. Oder anders ausgedrückt: schön, dich zu lesen :-) Was die Gondelfahrt angeht, könnte ich mir vorstellen, dass diese doch recht langen Unterbrechungen - jede Fahrt dauerte 12 Minuten - auch ganz ordentlich den eigenen Rhythmus vernichten könnten. Alle drei Kilometer eine Vollbremsung … ich finde das noch eine Härte obendrauf weil die Läufer ja nicht steuern können, wann sie wie lange Pause machen können sondern es alle gut drei Kilometer schlicht müssen.
diese Vollbremsung alle 3 km fand ich übrigens nicht so schlimm, da ich auch länger unterwegs war, als die schnelleren Jungs und Mädels! Ja, man konnte es sich nicht einteilen, aber wir hatten ja jeweils ordentlich Höhenmeter in den Beinen!
Danke für die launige Berichterstattung und auch erweiterten Kommentare :-) Ich hab aus der Ferne mit Manfred mitgefiebert und es ist natürlich klasse alles aus einer anderen Sicht zu lesen. Hammerhartes Ding was die da durchgezogen haben, das Gesamtbild wird dann mit Manfreds Blogbeitrag abgerundet. Ich bin gespannt :-)
Da nich für Oliver, da nich für! Oder auch: es war mir ein Vergnügen :o) Manfred hatte, wie ich lese, eine ganz ordentliche digitale Groupieschar an der Strecke und alle zusammen haben vermutlich ein bisschen mitgetragen. Auf Manfreds Bericht bin ich ebenfalls mega gespannt!
17 Kommentare:
Lizzy ist live dabei! Und es gibt eine digitale LaOla-Welle! Wie schön!! 😄
Wirklich eindrücklich, dieses Everesting aus deinem Blickwinkel mitzuerleben. Alleine schon die Vorstellung: ein Wanderweg mit offizieller Gehzeit von zwei Stunden...und dann rennen die da mehrfach in unter 30 Minuten hoch. Komplett verrückt!
Und unsere Bergmaschine Manfred scheint wirklich aus einem anderen Material geschnitzt zu sein 😅 Locker plaudern, interviewt werden und Runde sieben starten... super!
Auch die ganze Stimmung kam super rüber: Hochgebirge, Anfeuern, Buttermilchpause mit Aussicht und natürlich der legendäre Badehosen-Typ 😂 Danke für diesen Live-Report!
Liebe Lizzy,
ich habe zwar nur punktuell aus der Ferne mitfiebern können, weil ich den gestrigen Tag erst radelnd am Bodensee, abends mit Konzertgenuss und die Nacht schlafend verbrachte, aber dein Bericht füllt so wunderbar die (Wissens)lücken auf, die sich zwischen den Live-Ergebnissen und Manfreds kurzen Sprachnachrichten ergaben.
Die LaOla-elle hat sich Manfred und alle anderen Mitstarter aber sowas von verdient. Dein Bericht macht das gleich noch viel eindrücklicher, als es die nackten Zahlen tun. Danke dafür! :D
Guten Morgen liebe Catrina und liebe Doris,
tatsächlich war es für mich sehr sehr eindrücklich und eindrucksvoll! Manfred fand wohl ab und zu, dass ich übertreibe bei meiner euphorischen Begeisterung - was aber gar nicht der Fall war. Sie war komplett echt!
Und weil ich immer wieder - innerlich wieder lachend - an einige der Situationen denke, doch noch ein paar der Dialoge von an der Strecke nachgereicht. Dazu muss man sagen: die steilen Bergaufstrecken läuft wirklich niemand! Da gehen bzw. marschieren wirklich alle mehr oder weniger schnell. So lassen sich Botschaften auch etwas längerer Art an die Teilnehmer bringen, da sie nicht ratz-fatz vorbeigerannt sind.
Den Badehosen-Läufer fragte ich, als er bei einer Runde direkt an mir vorbeiwalkte, ob man sich so keinen Wolf läuft. Er antwortete: „Überhaupt nicht! Alles eine Frage des richtigen Shapings und Waxings!“ Woraufhin ich nachlegte mit: „Jedenfalls bekommen wir Zuschauer einen verdammt gut gebauten Körper zu sehen!“ und die Daumen hochreckte. Der Läufer reagierte sofort auffällig positiv, strahlte mich an, dankte und schien sich sofort nochmal ordentlich aufzurichten. Grienend gingen wir beide in entgegengesetzte Richtung weiter.
Ich kam in Fahrt :-D und als etwas später zwei wirklich knackig-altrockig-coole Teilnehmer in geschätzt meinem Alterssegment vorbeikamen, rief ich ihnen zu: „Boh - Jungs, ihr seid echt knackig! Vor 20 Jahren hätte ich jetzt gerufen: ich will ein Kind von euch! Aber der Zug ist leider abgefahren“ Die beiden guckten rüber und lachten beide sichtlich erheitert!
Sprüche, die ankommen, kann man ja weiterverwenden, sobald die Erstbeglückten außer Hörweite sind und so brachte ich in in der passenden Altersgruppe der männlichen Teilnehmer gleich noch zweimal an. Jedesmal mit sehr positivem Erfolg. Lustig: einer, der am Brett kämpfte, hatte noch Sauerstoff genug im Hirn (für mich ein Mysterium) um schlagfertig mit der Frage zu kontern: „Telefonnummer???“ - woraufhin ich zurückgab: „Und dann kommt ‚ne Anzeige wegen sexueller Belästigung, oder wie? In meiner Firma gäb‘s für solche Sprüche sofort ne fristlose Kündigung wegen Compliance-Verstoß“. Es befand sich gerade ein lockeres Grüppchen anderer LäuferInnen in Hörweite. Alle - zumindest die ohne Stöpsel in den Ohren - reagierten extrem erheitert. Niemand fühlte sich belästigt von meinen leicht frivol-anzüglichen Sprüchen, die ich nun immer lockerer vom Stapel ließ. Auch einigen Frauen beschied ich, was für tolle, neidenswerte Figuren sie für mich darstellen. Teils mit konkreten Bezügen auf Körperhaltung etc. Keine_r fühlte sich „belästigt“ oder übergriffig behandelt. Zumindest waren die Reaktionen nicht nur positiv sondern auch so, dass alle mich auf ihrer nächsten Runde - so sie mir nochmal begegneten - sofort erkannten und mir zustrahlten oder in einem Fall sogar einer, der mir entgegenrief:
„Danke für das Kompliment eben! Das hat mich richtig aufgebaut“ - Ich - erstaunlich schlagfertig geworden - rufe laut und weit hörbar auch für andere (die wieder ALLE lachen) entrüstet: „KOMLIMENT???“ „Niemals! Ich mache keine Komplimente - ich spreche Wahrheiten!“
Habe mir überlegt, dass diese Methode, bei solchen Ultradingern Streckenrand-Aufheitererin zu sein, die einfachste Art, andere und sich selber ein bisschen glücklicher zu machen und Energie zu schenken 😄
Liebe Lizzy,
ganz, ganz lieben und herzlichen Dank, nicht nur für den schönen, erfrischenden Bericht, sondern auch fürs Rüberrutschen nach GaPa ... und das nur für so nen alten Knacker! 😜
Jetzt konnten wir beide ne Wissens- und Begegnungslücke schließen. Es macht doch immer wieder Spaß andere Sportler und/oder Blogger kennenzulernen!!! Da du so munter bist, war es auch ne tolle Begegnung und ich habe es überhaupt nicht als störend und ausbremsend empfunden. Im Gegenteil, in der 4. Runde hatte ich irgendwie einen kurzen und doofen Moment (s. dein Eingangsbild 😉) und da kam die Abwechslung wie gerufen. ... und dann bin ich ja den schnellen Gazellen, egal welchen Geschlechts, nur hinterhergezuckelt! Ankommen war das Ziel und das hab ich nach 2 schweren Runden in der Nacht zum Glück auch erreicht.
Jetzt kann ich nachverdauen, Bilder angucken, Berichte lesen. Zuhause geht es dann ans Sichten meiner Bilder und dann mache ich mich an meinen eigenen Bericht. Mal sehen, was rauskommt! 😉
Bis demnächst, wir lesen uns auf unseren Blöggen.
Liebe Grüße Manfred
Liebe Lizzy,
hab ganz vergessen mich für die virtuelle LaOla-Welle zu bedanken. Das war der entscheidende Schub für mich, durch den ich die Nacht durchhalten konnte! Merci vielemals!
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
der „alte Knacker“ hat aber ganz ordentlich auf die Sahne gehauen! 😆
Natürlich und zum Glück wusste ich natürlich schon, dass du dich durchgebissen hast - das Berichten darüber aber ist jetzt wirklich DEIN Job 🤭 Meine erste Tat am Morgen nach dem Aufwachen war: sofort das Tracking aufrufen, nachsehen und etwas verspätet jubeln. Den eigentlichen Glückwunsch hebe ich mir aber auf bis zu deinem Bericht. Hoffe, das ist okay. Und wenn das dann dort nicht sofort passiert: du weißt ja, dass ich auf Tour bin und es evtl. nicht sofort oder nur am Handy sehe, mit dem ich ungern kommentiere.
Wie auch immer: kommt gut nach Hause, erhol dich gut von dieser Strapaze und genieße den Triumph! Das war ein dickes Brett!
Da nich für, lieber Manfred. Da nich für (wie die Hamburger zu sagen pflegen ;)
Liebe Lizzy,
ja, unglaublich, was die da am Garmischer Everest geleistet haben! Ich konnte aus dem Urlaub per Live-Tracking mitfiebern/-leiden/-anfeuern. Hatte auch vorher mal überschlagen, wie steil das ist und konnte mir ab da noch weniger vorstellen, das am Stück abzureißen. Wobei m.E. die Gondelfahrt zwischendurch zwar theoretisch das "Stück" zerschneidet, aber in der Praxis nur ein Tropfen auf den heißen Erschöpfungsstein gewesen sein dürfte.
Schön, dass du näher dran wohnst und den kleinen Ausflug an die Strecke unternehmen konntest!
Liebe Grüße
Elke
Das ist eigentlich das Schönste an deinem ganzen Bericht 😄 Du beschreibst ja nicht nur das Sportliche, sondern auch diese lockere, menschliche Stimmung am Streckenrand.
"Streckenrand-Aufheitererin" sollte eine offizielle Ultra-Disziplin sein 😄 Die Leute sind am Anschlag, und dann kommt jemand mit Humor, Energie und echter Begeisterung und peppt alle auf. Dass einer dir zuruft, dein Spruch hätte ihn aufgebaut, sagt doch alles.
"Ich mache keine Komplimente, ich spreche Wahrheiten!" ist der Premium-Satz, den muss ich mir merken!
Dich müsste man an jedem Ultra mieten können!
Catrina, dich hätte ich jetzt fast „übersehen“ oder vergessen … gelesen hatte ich es aber irgendwie gedacht, ich hätte schon geantwortet? Wie auch immer … ich bedanke mich also schlicht etwas verspätet für deinen Kommentar :o)
Jetzt dreht mein Hirn völlig durch … ich hatte ja sammelgeantwortet … 😵💫
Catrina, es gab auch einen Satz, den ich nach zweimal Anwendung gestrichen habe weil er das Gegenteil des Gewüschten bewirkte: ich erwähnte, dass sie viel mehr leisten als jeder MountEverest-Besteiger weil die ja schon auf gut 2800m Höhe starten. Ein Läufer guckte mich komplett schockiert an und murrte schlecht gelaunt: „Das nützt mir im Moment auch nix!“ - ohje … er tat mir leid und ich habe diesen Part sicherheitshalber aus dem Repertoire entfernt ;)
Liebe Elke,
DICH habe ich irgendwie vermisst in letzter Zeit! Wollte fast schon auf deinem Blog nachfrage, ob alles okay ist. Oder anders ausgedrückt: schön, dich zu lesen :-)
Was die Gondelfahrt angeht, könnte ich mir vorstellen, dass diese doch recht langen Unterbrechungen - jede Fahrt dauerte 12 Minuten - auch ganz ordentlich den eigenen Rhythmus vernichten könnten. Alle drei Kilometer eine Vollbremsung … ich finde das noch eine Härte obendrauf weil die Läufer ja nicht steuern können, wann sie wie lange Pause machen können sondern es alle gut drei Kilometer schlicht müssen.
Liebe Lizzy,
diese Vollbremsung alle 3 km fand ich übrigens nicht so schlimm, da ich auch länger unterwegs war, als die schnelleren Jungs und Mädels! Ja, man konnte es sich nicht einteilen, aber wir hatten ja jeweils ordentlich Höhenmeter in den Beinen!
Liebe Grüße Manfred
Oh, alles gut bei mir, nur Urlaub ! :-)
Danke für die launige Berichterstattung und auch erweiterten Kommentare :-) Ich hab aus der Ferne mit Manfred mitgefiebert und es ist natürlich klasse alles aus einer anderen Sicht zu lesen. Hammerhartes Ding was die da durchgezogen haben, das Gesamtbild wird dann mit Manfreds Blogbeitrag abgerundet. Ich bin gespannt :-)
Da nich für Oliver, da nich für! Oder auch: es war mir ein Vergnügen :o) Manfred hatte, wie ich lese, eine ganz ordentliche digitale Groupieschar an der Strecke und alle zusammen haben vermutlich ein bisschen mitgetragen. Auf Manfreds Bericht bin ich ebenfalls mega gespannt!
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