30 Januar 2026

Vom Winter in die Sonne fliegen


Ein weiterer Schnee- und Wintereinfall verzögerte den Abflug in München am Donnerstag-Morgen zwar etwas. Doch dann brachte die gestreifte und enteiste Condor-Biene mich komplikationslos in weniger als fünf Stunden auf die Kanareninsel Fuerteventura. Nach weiterer knapp zweistündiger Fahrt im verspäteten und rappelvollen Bus der Linie 10 erreichte ich - ja doch: ziemlich müde und erschöpft - meinen Zielort Morro Jable und dort weitere knappe zehn Minuten später zu Fuß  - der Name „La Colina“ ist Programm - das auf einem Hügel bergauf zu erreichende kleine aber extrem feine Hotel, in dem ich direkt über die Internetseite gebucht und einen grandiosen Glücksgriff gelandet habe.


Von so einem fünftägigen Kurztrip, so meinte ich, würde ich wohl im Anschluss höchstens einen Einzel-Blogeintrag verfassen -  das würde sicher reichen. Einmal ein bisschen Sonne, Wärme und Vitamin D tanken und schon geht‘s doch eh zurück in den Bayerischen Winter.


Die Realität: erstens überwältigen mich gleich am ersten Abend und dann erst Recht am ersten kompletten Tag die herrlichen Eindrücke. Muss dringend sofort ein Beitrag her! Denn zweitens brauche ich außerdem eine Pause 😅 Wie sagte mein Sitznachbar im Flugzeug so treffend: „Zwanzig werden wir nicht mehr!“ und so unglaublich wohltuend das hiesige mild-sanfte Klima mit 20°C im Schatten bei Sonne-Wolken-Wechselhimmel und leichter Brise auch ist … der plötzliche Wechsel geht nicht ohne ein gewisses körperliches System-Geschwächel einher, so dass ich darauf verzichte, gleich am ersten vollen Tag nach ausgiebigem Frühstück auf der Sonnenterrasse des Hauses - mit Blick aufs glitzernde, sich kräuselnde Meer - eine größere Wanderung anzugehen.

Zumal sich hier mit nur relativ kurzen Wanderungen und anschließender milder Kraxelei die steinigen Zuwegs-Pfade hinunter unglaublich tolle und vor allem menschenleere Strände erreichen lassen.


Habe ich jemals behauptet, ich könne nicht stundenlang an einem Strand rumliegen? Was ein Quatsch! Kann ich wohl 😛 Und ein Bad im Wasser war auch drin. Wenn auch nur ganz am Ufer. Brandung und Strömung sind stark und mir ein wenig unheimlich ….


Stundenlang hätte ich diesen kleinen Standläufern zugucken können 😍



                                                            Doch irgenwann zogen sie weiter



Und auch ich beendete den Aufenthalt in Sonne und leichtem Wind …


… genoss unterwegs die vielen Blüten und Farben, die sich um diese Jahreszeit -  nach einer hier  bis vor kurzem extrem und aussergewöhnlich regenreichen und kühlen Winterphase, die bis zum vergangenen Wochenende angedauert hatte - in voller Pracht entfaltet haben.



Einen Abstecher noch über den Hafen, ein leckeres Eis an der Strandpromenade und jetzt erstmal Pause. Mit Buch, Tee und diesem Blogeintrag.



Aber morgen, morgen wird dann so richtig gewandert!

🌅


6 Kommentare:

regenfrau hat gesagt…

Liebe Lizzy,
ich wünsche dir wunderbare Tage auf deiner Winterflucht, schöne Wanderungen und viele bleibende Eindrücke! :)

Catrina hat gesagt…

Herrlich, liebe Lizzy!
Vom Schnee direkt ins 20-Grad-Sonnenlicht und Meerblick vom Frühstückstisch. Genau den richtigen Zeitpunkt erwischt!

Diese menschenleeren Strände laden ja gerade nach einem gemütlichen Spaziergang ein... oder auch stundenlanges Rumliegen. Was immer den Akku voll kriegt!

Die kleinen Strandläufer hätte ich auch ewig beobachtet.

Jetzt sind wir gespannt, was du noch für Abenteuer auf der Insel geplant hast! Enjoy!

Elke hat gesagt…

Liebe Lizzy,
mehr Kontrast geht kaum! Da kann ich gut verstehen, dass du deine eindrücke gleich festhalten wolltest! Ich hoffe, die 5 Tage reichen aus und machen dich nicht unglücklich, wenn du so schnell wieder zurück musst...
Gute Erholung und viel Spaß!
Elke

lizzy hat gesagt…

Ihr Lieben!

vielen Dank für alle guten Wünsche!

„Winterflucht“ ist passend, liebe Doris :) Von der ersten „schönen Wanderung“ (ächz) gleich mehr … ;)

Auch von meiner „Privatterrasse“ habe ich Meerblick aber tatsächlich bisher noch nicht soo viel Zeit dort verbracht. Alles geht ja doch nie … Der zum Ort gehörende Strand ist natürlich nicht menschenleer - knippse ich vielleicht morgen mal. Um in die Einsamkeit zu kommen, muss man ein bisschen wandern und dann kraxeln. Aber eben nicht allzu weit. Der Akku ist inzwischen aber schon wieder sowas von leer … uff …

Liebe Elke - immerhin fünf Tage! also „mejor que nada“ (besser als nichts). Um unglücklich zu werden, braucht‘s bei mir mehr *s*

Manfred hat gesagt…

Stopp, liebe Lizzy,

nicht so schnell, sonst komme ich ja gar nicht hinterher!

Du willst uns wohl neidisch machen? Nee, glaube ich auch nicht wirklich, aber wenn deine Akkus leer sind, dann bringt dir diese Auszeit hoffentlich genug Energie zurück! Genieße, auch wenn ich recht spät dran bin!

Süß, diese Tippelschritte der Strandläufer! Auch ich hätte da lange zugucken können! - Ich kann auch gut verstehen, dass du nicht gleich losgestürmt bist und ne lange Wanderung unternommen hast!

Guck mir gleich mal deine weiteren Beiträge an!
Liebe Grüße Manfred

lizzy hat gesagt…

Oh - entschuldige, lieber Manfred, wenn ich zu schnell bin für einen alten Mann 😜 Ich versuche, mich ein bisschen einzubremsen.

Neidisch muss man glaube ich nicht sein auf diese Urlaube. Wer mag, darf und kann ja meistens und es gibt so viele auch andere Wege der Abwechslung … Was meine Akkus angeht, sind die gar nicht wirklich leer. Habe doch keinen Job und auch kein Leben, bei dem die noch allzu sehr gefordert werden. Mein Energiehaushalt ist also weitgehend im Lot. Was nicht daran hindert, auch mal Sonne zu wollen … :-)