Ein weiterer Schnee- und Wintereinfall verzögerte den Abflug in München am Donnerstag-Morgen zwar etwas. Doch dann brachte die gestreifte und enteiste Condor-Biene mich komplikationslos in weniger als fünf Stunden auf die Kanareninsel Fuerteventura. Nach weiterer knapp zweistündiger Fahrt im verspäteten und rappelvollen Bus der Linie 10 erreichte ich - ja doch: ziemlich müde und erschöpft - meinen Zielort Morro Jable und dort weitere knappe zehn Minuten später zu Fuß - der Name „La Colina“ ist Programm - das auf einem Hügel bergauf zu erreichende kleine aber extrem feine Hotel, in dem ich direkt über die Internetseite gebucht und einen grandiosen Glücksgriff gelandet habe.
Von so einem fünftägigen Kurztrip, so meinte ich, würde ich wohl im Anschluss höchstens einen Einzel-Blogeintrag verfassen - das würde sicher reichen. Einmal ein bisschen Sonne, Wärme und Vitamin D tanken und schon geht‘s doch eh zurück in den Bayerischen Winter.
Die Realität: erstens überwältigen mich gleich am ersten Abend und dann erst Recht am ersten kompletten Tag die herrlichen Eindrücke. Muss dringend sofort ein Beitrag her! Denn zweitens brauche ich außerdem eine Pause 😅 Wie sagte mein Sitznachbar im Flugzeug so treffend: „Zwanzig werden wir nicht mehr!“ und so unglaublich wohltuend das hiesige mild-sanfte Klima mit 20°C im Schatten bei Sonne-Wolken-Wechselhimmel und leichter Brise auch ist … der plötzliche Wechsel geht nicht ohne ein gewisses körperliches System-Geschwächel einher, so dass ich darauf verzichte, gleich am ersten vollen Tag nach ausgiebigem Frühstück auf der Sonnenterrasse des Hauses - mit Blick aufs glitzernde, sich kräuselnde Meer - eine größere Wanderung anzugehen.
Zumal sich hier mit nur relativ kurzen Wanderungen und anschließender milder Kraxelei die steinigen Zuwegs-Pfade hinunter unglaublich tolle und vor allem menschenleere Strände erreichen lassen.
Habe ich jemals behauptet, ich könne nicht stundenlang an einem Strand rumliegen? Was ein Quatsch! Kann ich wohl 😛 Und ein Bad im Wasser war auch drin. Wenn auch nur ganz am Ufer. Brandung und Strömung sind stark und mir ein wenig unheimlich ….
Stundenlang hätte ich diesen kleinen Standläufern zugucken können 😍
Und auch ich beendete den Aufenthalt in Sonne und leichtem Wind …
… genoss unterwegs die vielen Blüten und Farben, die sich um diese Jahreszeit - nach einer hier bis vor kurzem extrem und aussergewöhnlich regenreichen und kühlen Winterphase, die bis zum vergangenen Wochenende angedauert hatte - in voller Pracht entfaltet haben.
Einen Abstecher noch über den Hafen, ein leckeres Eis an der Strandpromenade und jetzt erstmal Pause. Mit Buch, Tee und diesem Blogeintrag.
Aber morgen, morgen wird dann so richtig gewandert!
🌅








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