Manche Dinge bleiben einfach irgendwie immer gleich
Und sogar die Hühner sehen noch ziemlich genauso aus wie ihre Vorvorvor....vorgängergenerationen


Sie legen jedenfalls fleißig, die acht Hennen meiner Mutter. Als ob sie wüssten, dass jemand extra von München nach Mittelhessen gefahren ist, um halbwegs glückliche Eier aus den Nestern nehmen zu dürfen. Nagut, für zwei Spaziergänge und einige Schwätzchen-Gemeinschaftsrunden bei Tee und Kuchen hat's auch noch gereicht. Könnte eigentlich öfter diese LIDL, TSCHIBO oder vonwemauchimmer-Bahntickets geben. Damit lassen sich auch mal weiter entferntere Kurz-Hin-und-Zurückhüpf-Besuche absolvieren.
Für die 10 nach München exportierten Eier hab' ich den Hühnern aber auch liebevollst vom jungen Grün gezupft: Vogelmiere, Löwenzahn (mögen sie besonders gerne), Schafgarbensprösslinge, Klee, Giersch und schnödes Gras auch mit dabei. Leider dürfen sie sich das Grün nicht wie in meiner ganz frühen Kindheit gänzlich freiflatternd überall selber zusammenzupfen. Die Hühnerkacketoleranz der Mitmenschen war schon damals begrenzt - ich glaube, inzwischen ist sie gegen den Nullpunkt gesunken. Außerdem gefährden Autos, Bussarde, Habichte und Füchse den Hühner-Freilaufbestand extrem, so dass sie mit einem zwar nicht ganz kleinen aber völlig entgrünten und plattgetrampelten Außengehege vorlieb nehmen müssen. Bekommen aber täglich liebevoll frisch zubereietetes Mischfutter und viel Grünzeug.
Ob es daran liegt, dass sie die Eier gleich als bunte Ostereier ins Nest legen?
