10 April 2020

Freiwasser - the season has started!

Eine erste Mini-Schwimmrunde im Feringasee.  Konkret: so ca. drei freie Züge und ein bisschen auf dem Rücken plantschen ;-D  Das Wasser innerhalb weniger für den Frühling eigentlich zu trockener und zu heißer Tage nur noch kalt und nicht mehr scheißkalt. Die erste und einzige Freiwasserfreundin war ich auch nicht - einige wenige Mitverrückte taten es mir gleich.

Überhaupt: Hölle und Menschen am Feringasee. Die meisten auf Rädern unterwegs (bissi nervig zuweilen), aber viele auch zu Fuß. StandUpPaddler auf dem See. Es wird sich gesonnt, Freiluft-Tischtennis ohne Platten neben den abgesperrten Platten gespielt. Neben den abgesperrten Beachvolleyballfeldern haben Familien mitgebrachte Badmintonnetze aufgespannt und spielen.

Die Nackerteninsel nicht überfüllt - der geforderte 1,5m Abstand wurde wohl überall eingehalten - aber durchaus recht belebt und belegt. Die Security-Kollegen patrouillieren auch heute. Jeweils zu zweit und gänzlich entspannt. Die Vorgaben scheinen sich deutlich verändert zu haben. Haben sie? Ich lese nur noch sporadisch und oberflächlich mit. Aber heute darf ich meine QiGong-Übungen unbehelligt absolvieren, darf schwimmen und danach in der Sonne trocknen bevor ich mich wieder in die Laufklamotten werfe und weiterjogge.

Und was sagen die Miezen zu Hause dazu?


05 April 2020

Alltagspausenlaufstrecke mit AlltagslauflieblingsQiGongStelle

Inspiriert von Jörg und seiner Lieblingsstelle beim längeren Alltagslauf tausche ich die Blog-Pausencollage gegen einen Pausenkollagenblogbericht aus. Zumal auch bei mir die geplanten Laufberichte - Freiburger Halbmarathon Ende März und Schluchseelauf Anfang Mai - den Aktualitäten zum Opfer gefallen sind bzw. noch fallen werden.


Noch relativ früh und noch relativ leer die Laufstreckenabschnitte entlang einer meiner Standardlaufstrecken vorbei am - geschlossenen - Aschheimer Golfplatz zum Feringasee.


Auch am Feringasee nicht viele Frischluftsuchende unterwegs. Absurd in meinen Augen: die Sperrung aller bewegten Freizeitmöglichkeiten. Sind doch die Abstände zwischen den Tischtennisplatten deutlich größer als 1,5m und auch die Länge der Platte zwänge Spielende in die geforderte Sozialdistanz. Weitgehend sinnfreie Beschränkungen allerorten.


Am Glasaushang der Gemeinde Unterföhring  lege ich üblicherweise eine Lese- und Guckpause ein, um mich über die kommenden Kulturveranstaltungen zu informieren. Heute lese ich nur, dass sämtliche solche entfallen und die Käufer von Karten gebeten werden, keine Rückerstattung zu verlangen sondern aus Solidarität mit den Künstlern darauf zu verzichten. In diesem Fall bin ich nicht angesprochen aber genau so halte ich es mit den geleisteten Anmeldegebühren für Läufe. In der Hoffnung, dass die ausrichtenden Vereine das Ausgefallene denn im nächsten Jahr ausrichten mögen.



Zwei Lieblingsplätze  habe ich am Feringasee. Bzw. zwei Plätze, an denen ich zuweilen Unterbrechungen mit Alternativeinheiten einlege. Der erste (im Bild unten links) wird heute belagert von einem Paar Kanadagänse, die ich nicht beim morgendlichen Geschnäbel stören möchte. 

So laufe ich weiter auf die "Nackertenhalbinsel", den FKK-Bereich am Feringasse, wo eine Uferstelle perfekte Bedinungen für alle Fälle bietet: sonnige Wiese, Baumschatten, Aufhängmöglichkeit für zu trocknende Laufklamotten am BiberBaumSchutzDraht, eine flache aber dann schnell steil abfallende Einstiegsstelle bei Schwimmambitionen. Hierhin zieht es mich häufig. Heute nur, um meine lieb gewordenen fünf Standard-QiGong-Übungen zu absolvieren. Barfuß - wie immer. Bei max 12°C Wassertemperatur lasse ich den kurz durch den Kopf wabernden Gedanken an ein Jahres-Freischwimm-Eröffnungsbad im Feringasee dann doch sausen.

Die sich nähernden Schritte hinter mir höre ich nicht, bin ganz in meine Übungen versunken, als eine Stimme mich fast erschreckt:

"Das da, das dürfe se nur zwanzige Minute mache. Danach se müsse weitergehe!"

Ich drehe mich zum jungen, nichtmuttersprachlichen Security-Mann in blauen Klamotten um. Er hält brav mehr als den geforderten Mindestabstand und guckt streng. Ihn anlächelnd kann ich beruhigen:

"Keine Sorge, das hier dauert weniger als zwanzig Minuten, dann gehe ich weiter."

Er entfernt sich in Richtung einer Sonnenbadenden, die - allein auf weiter Flur - im Gras liegt. Aus den Augenwinkeln kann ich beobachten, wie sie unter den strengen Augen des Sicherheitsmenschen ihre Sachen zusammenpackt, sich anzieht und entfernt. 

Meine Übungen sind absolviert, max. zehn Minuten verstrichen. Ich entledige mich meiner Laufleggins, um einmal bis zu den Oberschenkeln ins kalte Wasser waten zu können. Sofort und eilig dreht der junge Mann in Blau in meine Richtung, um mich zusätzlich zu belehren, dass ich auch nicht schwimmen dürfe. Ich lache:

"Schwimmen?! HAHA! Ich bin doch nicht irre - das Wasser ist scheißkalt!"

Wir lachen beide. Ein bisschen vorwitzig füge ich hinzu: 

"Aber ist Schwimmen echt verboten? Hab' ich so eigentlich nirgendwo gelesen. Nicht in der Presse und auch hier auf den Schildern am See nicht."  

Er überlegt ein bisschen: 

"hmmmm, dasse isch weiss gar nischt .... Schwimmen kann sein  isse erlaubt." 

(Vermutlich kam keiner der Instruierenden auf die Idee, dass ein Frischluftfanatiker im Moment seinerseits auf Schwimmideen kommen könnte und so wurde es nicht explizit erwähnt). 

"Aber dann müsse ohne trocke nass mit Sache weggehe weil dürfe nisch in Sonne trocke" 

Er lacht laut beim Gedanken an den sich aus kaltem Wasser nackt und frierend des Weges schleichenden Schwimmer. Ich lache solidarisch mit während ich mir Socken und Beachwalker über die nassen Füße friemele. Stelle die Mutmaßung an, dass es am Nachmittag bei so schönem Sonntagswetter sicher voll werden wird am See und er und seine Kollegen viele Leute darüber belehren müssen, was erlaubt ist und was nicht. 

"Nee, heute bestimmt nisch so viele Leute. Habe gestern schon alle die Spass verdorbe meine Kollege und ich. Sind nur sechs Kollege und müsse ganze See aufpasse"

Ich fühle mit: "Macht sicher auch nicht wirklich Spaß, sich den ganzen Tag lang von den Leuten die schlechte Laune abzuholen, was?"  

Die Maske fällt schlagartig und die Mine in sich zusammen: "Nee, isse Scheissjob!"

Ich muntere grienend auf: "Naja, aber immerhin an der frischen Luft und mit viel Bewegung."

Wir lachen beide, winken uns nochmal fröhlich zu und entschwinden in entgegengesetzte Richtungen.


04 April 2020

Pausencollage





.. angesichts der Fotos erahnbar: auch das mit dem Gewichtsziel pausiert momentan ;)