12 Mai 2013

"Die begnadete Triathletin" - Stadttriathlon München 2013

Sollte dieser Titel jemals verliehen werden, dann ganz sicher nicht an mich :o)

Es sollte ein Versuch sein, ob mir - immer frei nach dem Motto: "versuche ab und zu Dinge, die du überhaupt nicht kannst" - der Triathlon-Sport nicht doch zusagen könnte. Und so meldete ich mich schon vor längerer Zeit für den Münchner Stadttriathlon an. Ein "Volkstriathlon" in Jedermann-Distanz:

  • 400m Schwimmen im Olympiabad
  • gut 20km Radeln im Olympiapark (in 5 Runden mit in diesem Jahr neuer Streckenführung. Die Strecke an einigen Stellen extrem kniffelig: verwinkelt, Engpässe und scharfe Kurven, rutschige und kantige Passagen mit Stolperfallen. Während des Unwetters teilweise unter Wasser stehend und nicht sichtbar, ob darin Fallen lauern)
  • 5km Laufen - in 4 x Hin- und Herstrecke + Schlussstückchen

Von allen vorstellbaren Pannen habe ich vermutlich ungefähr ein Drittel auch mitgenommen *s*


Etwas länger als 10 Kilometer ist der Anfahrtsweg von mir zum Olympiagelände und während dieser Radfahrt hoffte ich durchgängig inständig, ich möge einen Platten haben oder sonstige zwingende Umstände würden die Teilnahme verhindern. Denn: ich hatte Panik. Totale Panik. Warum auch immer. Nachts um drei Uhr wach geworden und seitdem mit Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall frierend, schlotternd, hadernd mit meinem Irrsinn immer panischer geworden. Trotzdem losgefahren. Mit dem Rad, versteht sich. Bepackt wie zur Weltreise mit Klamotten für drei Sportarten, Utensilien wie Schwimm- und Radbrille, Handschuhe, diverse Westen und Shirts für alle Wetterfälle, Handtücher ... uferlos!

Alles wird an den unterschiedlichen Orten deponiert: im Schließfach, in der Wechselzone, in Taschen, am Rad ... so ein Triathlon ist alleine schon logistisch eine echte Herausforderung für leicht verpeilte Chaosnaturen wie mich. Doch sogar ich schaffe es, alle Aufkleber an allen korrekten Plätzen anzubringen und unbeschadet durch Rad- und Helmkontrolle zu kommen. Sie war meine letzte Hoffnung, doch noch aus irgend einem guten Grund nach Hause geschickt zu werden.

Nützte alles nix - ich musste ran. Und erstmal stundenlang auf den deutlich verzögerten Schwimmstart warten. Dabei starte ich - wie alle mit hohen Schwimmzeiten - ziemlich am Anfang. Die Langsamen zuerst. Der Schwimmstart insgesamt erstreckt sich über mehrere Stunden. Als ich Stunden später mein Rad abhole um nach Hause zu radeln, verlassen immer noch Schwimmer das Becken.



 nungut - es gab sicher auch schon elegantere Sprünge ins Wasser. Aber für eine, die seit Jahrzehnten überhaupt nicht mehr vom Rand ins Wasser gesprungen ist, war kaum anderes zu erwarten.


Ein paar wenige vor mir gestartete SchwimmerInnen habe ich sogar überholt (siehe Bild - die Kraulerin im Überholvorgang, das bin ich) auf den acht geschwommenen Bahnen. Hier gings mir auch noch recht gut, ich hatte Spaß.

Die erste kleinere Panne ereignete sich beim Verlassen des Beckens. Beim Abziehen rutschte mir die Schwimmbrille aus der Hand, ich musste im Spurt stoppen, rückwärts laufen, Brille aufsammeln, weiter ...





Bisschen kompliziert finde ich das schon mit der Wechselei. Es war kalt - ich zog mir, was klitschnass gar nicht so ganz einfach ist, ein langärmliges Windstoppershirt, Softshellweste und halblange Hose über den nassen Triathlonanzug. Brille aufsetzen, Strümpfe, Schuhe anziehen, Helm, Startnummer nach hinten ... uff .. bloß an alles denken, was in den Unterlagen gestanden hatte. 


Nach Durchschieben der Wechselzone dann endlich rauf aufs Rad.  Ich war nicht die einzige, die mit einem stinknormalen Alltags-Trekkingrad an den Start ging. Aber sehr viele waren es nicht. Die meisten auch beim "Volkstriathlon" sind schon vergleichsweise hoch gerüstet im Material.

Kam für mich aber nicht in Frage - ich wollte doch nur austesten, ob mir das überhaupt Spaß macht, das Triathleten und so musste mein 5 Jahre altes Alltagsrad herhalten. Dass von "Radtraining" im eigentlichen Sinne keine Rede sein kann, muss ich vermutlich gar nicht erst erwähnen ;-) Die längste Strecke in diesem Jahr - in dem ich aufgrund des lang anhaltenden Winters erst ca. 700 Radkilometer überhaupt auf dem Tacho habe, fast alles im Stop-and-Go-Verkehr auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen erfahren - war die Fahrt von je 20km hin und zurück zum Lohhofer Osterlauf. 

Aber bei jemandem mit so einer unüblichen Radgurke kommts darauf dann auch wirklich nicht mehr an.

Dass mir direkt nach Aufsteigen allerdings die Kette abspringt ... das brachte mich dann doch einen Moment aus der Fassung. Das frisch gewartete Rad mit neu belegten Bremsen, fünf Jahre zuverlässig gefahren und NIE war die Kette abgesprungen. ABER jetzt HIER - wenige Meter nach Start der Radstrecke beim Triathlon.

Hätte ich den weltbesten Fotografen, Mann und hauseigenen Ingenieur am Rande wahrgenommen (ich hatte nicht), hätte ich mich sicher an ihn um Hilfe gewandt. Denn: in früheren Leben war ich zwar in der Lage, (allzeit ungern und immer fluchend) mein Rad selber zu reparieren. Seit ich aber diesen auch handwerklich unschlagbaren Mann den meinen nennen darf, weiß ich kaum noch, wie z. B. Glühbirnen einzuschrauben sind. Es lebe die klassische Rollenverteilung ;). Somit hatte ich an diesem meinem Rad noch nie auch nur den kleinsten Handgriff technischer Art selber unternommen und fluchte herzhaft beim dann doch erstaunlich flott bewerkstelligten Versuch, die Kette wieder aufzuziehen.


Weiter also mit öligen Händen in die erste - und sogar noch trockene - von fünf Radrunden.


Dass ich quasi pausenlos von derartigen Flitzern überholt und überrundet wurde,war einkalkuliert und belastete mich überhaupt nicht.

Vor dem Radfahren hatte ich insgesamt den meisten Bammel gehabt  und jetzt machte es mir einen Höllenspaß. Zumindest bis zum in der zweiten Runde einsetzenden Sturm samt auf dem Fuße folgendem Gewitter mit grandios heftigen  Wolkenbrüchen, so dass streckenweise tiefe und riesige Pfützen durchpflügt werden mussten. Ein Unwetter vom allerfeinsten und kein noch so kleiner  Faden war mehr trocken am Leib.Ich hoffte, dass die vielen Pfeiler des Olympiageländes und der Fernsehturm für die Blitze attraktivere Ziele darstellen würden als diese irren Radfahrer des Triathlon.



 Mehrere Streckenposten, die mich extrem toll und persönlich in jeder Runde angefeuerten. Mein Eindruck: die "Hobby-Radgurken-Volkstriatlethen" werden von Publikum und Organisatioren fast ein kleines bisschen "liebevoller" behandelt als die Profis. Es mag auch ein wenig "Belächeln" dabei sein ob der rührenden Anblicke. Für mich ist das okay. Absolut.

Wieder in der Wechselzone die Erkenntnis: die Klamotten sind so patschnass und schwer - ich muss mich umziehen, Schuhe auswringen, Strümpfe raus und weg, Kappe auf ... und Minuten später weiter zur Laufstrecke.


Wo das Unheil Fahrt aufnimmt. Es ist unglaublich und für mich völlig neu und unerwartet schwer, nach der Radfahrt und kalt wie ich bin, laufen zu wollen (ich muss sicher nicht erwähnen, dass ich auch dieses "Koppeln" von Radfahren und Laufen nicht geübt oder auch nur einmal versucht hatte im Vorfeld. Entsprechend geschockt bin ich jetzt, dass die Beine einem Wechsel aus Stahlträgern und Pudding gleichen beim Versuch, sie zu bewegen ;)

Beim ersten Überqueren der Zeitmatte rutsche ich auf selbiger so unglücklich aus, dass ich mich *pardauz* volle Lotte vornüber auf den steinchenübersäten Asphalt lege. Die Hände, mit denen ich mich abstütze, stecken zum Glück noch in den Radhandschuhen (und ich hatte mich kurz vorher noch drüber geärgert, das Ausziehen dieser durchweichten Teile vergessen zu haben - jetzt erwies es sich als Glück).

Aber das rechte Knie landete auf steinchenübersätem Asphalt und fing umgehend an zu bluten *autsch*




Am Getränkestand ein Halt - Becher Wasser drübergekippt und Diskussion mit Helferin gehabt, ob sie Sanitäter rufen soll oder nicht. Ich frage rum, ob vielleicht ein Anwesender ein Pflaster hat. Hat aber keiner. Ich laufe weiter.  Werde mehrfach auf das Bein angesprochen.



Es tut nicht sonderlich weh. Sieht aber mit vermehrtem Blutfluss zunehmend hässlicher aus und so sehe ich mehfach in erschrocken Gesichter, führe noch ein paar kleinere Diskussionen mit Streckenposten und plötzlich sind Sanitäter da. Für mich gerufen von einem der Helfer. Jetzt bin ich aber der Meinung, ohnehin gleich im Ziel zu sein. Überzeuge die vier mit Verbandszeug bewaffneten Sanis, dass ich das bisschen noch weiterlaufen werde, stelle fest, dass ich durch den ganzen Hickhack erstens meine Zeit völlig aus dem Blick verloren habe und auch nicht mehr weiß, wieviele Wendestrecken ich nun schon abgelaufen bin.

Wieder eine Diskussion und der voreilige Schluss: ich kann jetzt ins Ziel - laufe die Strecke dorthin um festzustellen: nee, war ein Kilometer zu früh. Und wieder eine Diskussion ... kaum vorstellbar, wieviel Zeit frau auf nur 4 Kilometern mit wirren Gesprächen und Diskussionen verbringen kann - ich glaube, ich habe mehr gequatscht als ich gelaufen bin ;)

Ich darf nochmal auf die Strecke zurück (Stückchen Geisterlaufen auf der Zielgeraden  zurück zur Strecke inbegrffen) und bekomme zugesichert, man würde die zwei nun ungültigen Zusatzzeitmessungen aus dem System nehmen. Ich denke: "Euer Wort in Gottes Ohr - wenn das jetzt alles nichtmal gewertet wird, bekomme ich einen Anfall .." und spule ergeben den fehlenden Kilometer auch noch ab.



 Nach "Trophäenfoto" des lädierten Knies dürfen endlich die Sanitäter ihr Werk verrichten, Steinchen aus der Wunde pulen, spülen, desinfizieren  und verbinden. Dass mein mitgeschlepptes Zeug komplett durchnässt, triefend, auszuwringen ist und auch die noch zu absolvierenden gut 10 Kilometer Rückfahrt bei Regen stattfanden, meine Füße fast erfroren, die Hände abstarben ... all das trug durchaus auch noch dazu bei, dass ich jetzt so hier sitze: komplett fertig, am Ende, müde ... vernichtet!

Es erstaunt mich am meisten, nach all den Desastern nichtmal die Allerletzte auf der Ergebnisliste zu sein sondern (die Zahlen stimmen jetzt hoffentlich endlich - sie haben sich noch mehrmals geändert):

Frauen: Platz  317 von 345
gesamt: Platz 1017 von 1061

Zeit gesamt:  1:48:28

Swim: 11:12  (W: Rang 316 von 345)
Bike: 54:17 (W: Rang 303 von 345 :)
Run: 33:45 (W: Rang 304 von 345 - da geht noch was)



Die Differenz zur Gesamtzeit und das Runterrutschen in der Gesamtwertung erklärt sich vermutlich mit der Umzieherei in der Wechselzone (noch blicke ich durch die Ergebnisliste nicht richtig durch). Es werden während des Wettkampfs so viele Zeitmessmatten überlaufen, dass mir nie ganz klar war, was jetzt wofür gemessen wird. Aber es wird so ziemlich alles gemessen, glaube ich.

In der Wechselzone gäbe es noch reichlich Optimierungspotenzial. Da geht noch 'ne Menge - ich habe ja quasi zwei Klamotten-Komplettwechsel mit mies vorbereitetem Zubehör (immer alles aus der Tasche gewühlt und wieder reingestopft) vollzogen und hier viele Plätze verloren. Aber ob ich wirklich drauf erpicht bin, das Wettkämpfen von Schuhe + Klamotten anziehen etc. zu üben? ... das glaube ich im Moment eher nicht ...

Fazit: irgendwie isses schon witzig, so ein Triathlönchen. Besseres Wetter, weniger Pannen und ein bisschen flottere Wechsel wären aber wünschenswert.

Werde ich es wieder tun? Vielleicht im nächsten Jahr. Was ich ganz sicher nicht tun werde: technisch aufrüsten. Renn- oder TriaRad, Neoprenanzug und Konsorten: nee - will ich nicht. Brauch' ich nicht. Ist mir zu stressig irgendwie.

Aber so als Volkstriathlon würd' ich das schon gerne nochmal pannenärmer versuchen. Und natürlich bei besserem Wetter ;)

Kommentare:

Trudy hat gesagt…

Liebe Lizzy
Niemand erlebt sooo viel wie du bei einem Triathlönchen! Ein herrlicher Bericht wiederum.
Inzwischen empfinde ich zwar kein Mitleid mehr mit dir, nur noch Bewunderung.
Wie du schon zu Beginn ins Wasser hechtest, ohne die Nase zuzuhalten! RESPEKT!
Das mit der Kette war ganz bestimmt Sabotage.
Und mit dem blutenden Bein wurdest du definitiv zur Märtirerin.
Alles in allem, ein gelungener Sporttag gell...
Herzliche Grüsse
Trudy

lizzy hat gesagt…

Oh Trudy,

ein bisschen Mitleid könnte ich aber eigentlich ganz gut gebrauchen ;-)

Und was den Sporttag angeht, scheine ich mich nicht besonders klar ausgedrückt zu haben mit meiner Erzählweise. Ich glaube, dieser Tag wird als der bisher missratenste Sporttag überhaupt in meine "sportliche Laufbahn" eingehen ;)

und einen schönen Gruß an den schönen See noch :o)

Tati hat gesagt…

Lizzy, für mich bist du ein Held. Ich wäre schon beim Schwimmen abgesoffen. Die technischen Probleme wären mir über den Kopf gewachsen und blutende Knie mag ich gar nicht.
Deine Erzählweise hat mir aber immer wieder ein Grinsen ins Gesicht getrieben.
Und wenn du jetzt schon überlegst sowas nochmal zu machen ... dann hat es dir irgendwie doch Spaß gemacht ... auch ohne Hightechausrüstung.

Gute Erholung wünscht
Tati

lizzy hat gesagt…

Danke Tati,

kann ich brauchen, die Erholungwünsche. Längerfristige Blessuren kann ich nämlich im GAR nicht brauchen grad im Moment ... aber das ist dann vermutlich das nächste Blogthema ;)

Die blöde Wunde ist leider tiefer als zunächst von mir vermutet. Hab' grad den Verband abgefriemelt und es fing wieder an zu bluten. Hätte es für kleiner und harmloser gehalten ... hmmm ...Frau kracht inzwischen doch mit mehr Gewicht und aus höherer Warte auf die Knie als dermaleinst als Kind ... es war mein erster "Laufsturz" überhaupt. Naja, wird schon werden.

Spaß? Es war vor allem: kalt, nass, anstrengend ... ich überlege eher deshalb, das nochmal zu machen weil ich es gerne nochmal ein bisschen "runder" hätte ;)

Die erste Radrunde hat ja wirklich richtig Spaß gemacht. Als es noch trocken war. Danach war wirklich Schluss mit lustig ...

Balla Doc hat gesagt…

Hi Hardcore-Lizzy!

Schon zum Tough Guy angemeldet!? ;-)

Hab heute mein Nur-Laufen-ohne-Knie-Drama nach 15 km beendet. Da hast Du im Gegensatz ja richtig zugelangt!

Kurier Dich jetzt mal aus, für Deine weiteren Vorhaben.
Ich drück Dir die Daumen! (Oder drückt man da die Füße!?)

LG
Balla Doc

PS: Tetanus paßt? Der erste Verband bleibt mindestens 24h drauf!

lizzy hat gesagt…

Oh - jetzt kommen die Ratschläge vom Fach ... 24h, das haben die mir nicht dazugesagt, die Jungs und Mädels aus deinem Fachbereich (gleich zu viert umsorgt zu werden, war schon ein etwas übertriebenes Gefühl für die kleine Macke ;) Auf den Tetanusschutz allerdings haben sie mich hingewiesen und ich sage mal lapidar: die letzte Komplettimpfung ist zwar länger her als üblicherweise empfohlen. Aber zwei davon im Laufe des Lebens incl. Auffrischung - das sollte schon passen ...

gedrückte Füße kann ich brauchen - Danke. Ich halt' die jetzt mal ein paar Tage lang still ;)

Monika hat gesagt…

Hey Lizzy,

genial finde ich, dass Du nicht aufrüsten willst. Zumindest wohl vorerst nicht(?)

Der Wahnsinn, was Du alles wuppst :-)

Bei welchem Marathon nimmst Du denn nun eigentlich teil?

Viele Grüße
Monika

lizzy hat gesagt…

Moni, dann verrate ich dir mal noch ganz geheim schon hier *pssst* ;) dass ich nächsten Sonntag in Würzburg am Start sein möchte. Aus einem ganz speziellen Grund ... aber der wird erst hinterher verraten ..

Was das "Aufrüsten" angeht, spricht eigentlich alles dagegen: wie oft würde ich so ein sündhaft teures Rad schon nutzen? Vermutlich selten und dann muss es untergebracht werden und frisst Platz auch noch. Für beides: Platz und Geld, habe ich viele bessere wenn nicht gar sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten, bevor ein TriaRad an die Reihe käme ;)

Dazu kommt: ich reise (auch nächste Woche nach Würzburg übrigens) fast immer mit dem Zug zu meinen kleineren und größeren Aktionen an. Bei Trias außerhalb Münchens (die ich ja zur halbwegs sinnigen Nutzung des ProfiMaterials wohl würde bestreiten wollen) ist das mit Tria-Ausrüstung quasi unmöglich. Und dann - um irgendwo sündhaft teuer ein bisschen Rad fahren zu können - wieder das Auto vollzuladen ... Nee - alles sträubt sich bei mir. Und auf solche Bauchgefühle pflege ich zu hören.

Carsten Schultz hat gesagt…

Hallo Lizzy,

bis auf die Verletzung und das Wetter hört sich das nach einem Riesenspaß an. Ich trau mich so etwas nicht mehr. Aber Du kannst ja auch kraulschwimmen, damit hast Du mir gegenüber schon einen Vorteil. Ich habe übrigens auch mein Trecking-Rad benutzt, aber mit Rennreifen und tiefem Lenker. Aber auch mit Gepäckträger ;)

Übrigens scheint mir unser Volxtri schöner zu sein. Man muss sich allerdings sehr zeitig anmelden, aber vielleicht schaffst Du das ja für 2014. Zwischen München und Berlin verkehren auch ICs, wenn auch wenige.

Viel Erfolg in Würzburg! Ich hoffe, die Verletzung behindert Dich nicht.

Carsten

lizzy hat gesagt…

Oh Carsten!

bring mich doch nicht auf dumme Ideen ... hmmm ... Volkstriathlon ist ja viel lustiger als diese Laufspektakel ...nächstes Jahr im Juni ... da sollte auch Freiwasser warm genug sein um ohne Neo ... aber ein Rad im ICE nach Berlin? geht das überhaupt? ... ahhh .. wenn ich das tue, werde ich mich verfluchen irgendwann ;)

Das mit dem "Rad in der Wechselzone" hätte mir auch passieren können. An dem Fehler bin ich haarscharf nur deshalb vorbeigeschrammt weil eine Frau in meiner Nähe just in dem Moment, als ich gen Schwimmhalle losmarschieren wollte, so völlig losgelöst und nichtmal an mich gerichtet vor sich hinmurmelte: "vielleicht sollte man sich den Platz hier gut einprägen, sonst finde ich das Rad nachher gar nicht." Und ich dachte mir: "Die Frau hat Recht! Das sollte ich vielleicht auch tun." Und tat es ... ein Glück. Denn tatsächlich hätte ich sonst mit Sicherheit länger suchen müssen.

Knie ist im Gelenk heil, nix geschwollen, keine Schmerzen, keine Einschränkung. Die blöde Wunde ist zwar beim Radfahren nochmal wieder aufgegangen weil dadurch die Spannung für den Heilungsprozess wohl zu groß ist - sollte ich mal ein, zwei Tage lassen vielleicht .. aber Laufen wird möglich sein ohne irgendwelche Probleme.

Monika hat gesagt…

Hi Lizzy,

es gibt doch diese Fahrradkoffer:
http://www.roseversand.de/artikel/rose-fahrradtransport-box-bike-travel-safe-xl-mtb-218804/aid:218806
oder:
http://www.roseversand.de/artikel/rose-flugkoffer-travel-box-v/aid:472876
Viel Spaß in Würzburg!

Viele Grüße
Moni

lizzy hat gesagt…

Danke für den Spaßwunsch, Moni.

Was die Radmitnahme angeht, dann ganz sicher nur unverpackt. Also so richtig mit mir zusammen oder gar nicht im Zug.

Hab' aber schonmal gesucht und festgestellt: es geht nicht nur in Regionalzügen (da hab' ich das ja schon oft gemacht) sondern auch im Fernverkehr und ist sogar recht günstig. Hmmm ... ;)

Jörg hat gesagt…

Also ich finde einfach witzig, was du immer so machst.
Tria habe ich für mich abgewählt - erscheint mir zu aufwendif.

Carsten Schultz hat gesagt…

Ich sag doch IC :)
Im ICE müsstest Du wie von Monika vorgeschlagen so viel demontieren, dass der Zugbegleiter überzeugt ist, dass es nun ein Gepäckstück ist. Habe ich aber noch nicht gemacht.

Dann schon mal die Wunde.

Gute Nacht!

lizzy hat gesagt…

"witzig" ist gut, Jörg. Denn: mit jedem Tag wird es auch für mich in meiner Erinnerung witziger .. mein Hirn arbeitet schon sehr selektiv.

Von M nach B gibt's seit April auch günstige Fernbusse, die Räder mitnehmen ...

Ralf hat gesagt…

Im ICE kannst du ein Klapprad mitnehmen aber du wolltest ja nicht aufrüsten :-)

Beim Triathlon komme ich mit dem Schwimmen nicht zurecht, ich komme ja noch nicht einmal mit dem Kopf zuerst ins Wasser. Also mache ich es nicht, na ja in meinem nächsten Leben vielleicht!

Aber Respekt an welchen Veranstaltungen du so alles teilnimmst.

lizzy hat gesagt…

stimmt - dieses Jahr kann ich den Klickfinger einfach nicht stillhalten, wenn mir die Anmeldeseite einer warum auch immer interessanten Veranstaltung vor die Nase kommt ;) Wird auch wieder ruhiger damit werden - ich bin mir fast sicher *s*

Carsten Schultz hat gesagt…

Ralfs Problem habe ich auch, deshalb war es für mich auch besser, dass der Start in Berlin im See war.

lizzy hat gesagt…

es wäre auch möglich gewesen, per Treppe ins Wasser zu steigen, sich reingleiten zu lassen und von unten loszuschwimmen oder sonstwas. Springen war nicht Pflicht - es wurde extra dazugesagt. Ich hab's einfach mal gemacht weil das alle vorher auch gemacht haben. Herdentrieb - von "können" keine Rede ;)

binoho hat gesagt…

Hi Lizzy wo du aber auch überall unterwegs bist dieses Jahr.
Alles Gute für WÜ, bei mir zu Hause hängen die 8 und die 9. Komme leider erst am So-vormittag nach Wü, sonst hätt ich gern ein wenig gepusht :-)

lizzy hat gesagt…

Hey Norbert,

schon zweimal den M gelaufen und am Feiertag dort - dann hast du also vermutlich irgendwelche "Bande" nach Würzburg?

Ich freue mich auf den Lauf (obwohl ich fast wieder einen ziemlichen Flop hingelegt habe gestern ;) -> war beim Training für das Sportabzeichen weil es das erste war und ich dachte: "geh nur mal gucken .. ist ja alles easy und ganz andere Trainingsformen ... und was soll ich sagen: nach 1,5 Stunden Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen und andres Zeug durch die Gegend werfen war ich zwar bestern Laune (absolut spassig das ganze und vor allem mal wieder was neues :o) aber heute kam ich kaum aus dem Bett. Kleine Zerrung im rechten Arm von den Eisenkugeln, Muskelkater im ganzen Schulterbereich und sogar im HALS :-O vermutlich von den gefühlt 198 Hochsprungversuchen (machte mir am meisten Spaß ;)

Aber geht schon wieder und ist ja noch Zeit bis Sonntag ... und ich werde kurzhosig laufen müssen .. die Kniewunde ist noch nicht zu. Sobald was drauf scheuert, geht sie wieder auf (lag nicht am Training gestern - da habe ich aufgepasst, NIE auf dem Knie zu landen). Aber ich muss Radfahren und kann nicht barbeinig im Büro aufkreuzen.

Egal - sieht ja keiner, dass ich inzwischen Bodybuildingverdächtige Oberschenkel (siehe Fotos vom Tria) habe, die ich in kurzen Hosen nur noch ungern zur Schau stelle ... seit ich so viel laufe, ufert das wirklich aus mit den Beinmuskeln ...

Monika hat gesagt…

Hi Lizzy,

ich finde es viiieeeellll besser, mit kurzer Hose (= Radlerhose) zu laufen, als mit dreiviertel langer Hose. Mach für den Marathon so, wie es für Dich am bequemsten ist! Wenn Du eine Radlerhose anziehst: die Radlerhose sollte nicht hoch rutschen.

Denk einfach nicht mehr dran (und mach das Knie damit nicht zu Deinem Problem ;-) )

Ich drück Dir die Daumen!

Liebe Grüße und viel Erfolg
Moni

lizzy hat gesagt…

danke Moni :)

in den ersten Jahren bin ich nur mit Radlerlänge gelaufen und mochte das auch viel lieber (sah damals aber auch noch besser aus ;)

Irgendwann wurden die Beine / Oberschenkel (vermutlich eine Mischung aus Alterserscheinung und Laufmengenfolge ;) zunehmend ungraziler *s* und ich stellte gerade auf Fotos fest, dass die Ansehnlichkeit schwindet.

Bin ja insgesamt eher nicht sooo eitel aber meine Bein/Arschfront waren eigentlich immer so eine Art "optischer Pluspunkt" im Erscheinungsbild und von mir tatsächlich auch gerne etwas offener getragen. Tja ... und das änderte sich nun und ich stieg - als ich auf Fotos mehrfach davon überzeugt wurde, um wieviel ansehnlicher das inzwischen ist - auf knielang um.

Naja - mit Modeltauglichkeit isses ab einem gewissen Alter ohnehin vorbei und niemand wird mich in Würzburg für den Laufsteg entdecken - so oder so nicht ;)

lizzy hat gesagt…

ahhh - "nicht rutschen" ... das ist ja mal ein guter Hinweis, Moni (lange Leitung meinerseits) ... die Dinger leierten ja immer recht flott aus und rutschten nach oben ... jetzt weiß ich gar nicht, ob ich noch ein rutschfreies Exemplar in der Schublade habe ... Hilfe! *lospanik* ;)

binoho hat gesagt…

Hey Lizzy,
WÜ, ja ... hab dort während meiner Militärzeit meine Frau mitsamt 5 Geschwistern und auch sonst sehr umfangreichem Familienverbund kennengelernt.
Pass in der Innenstadt auf, Pflaster und Trambahnschienen laden zum stolpern ein.
Alles Gute für den Sonntag!

Blumenmond hat gesagt…

Mensch Lizzy, da haste aber einen vorgelegt. Ich sag meinen Triathlon ab, das ist ja viiiiieeel zu gefährlich. :-)

Wie immer Hut ab für das Durchhaltevermögen und ich kann Dir sagen, dass es zwar irgendwann heilt aber Du lange Erinnerungen hast. Ich bin vor 1,5 Jahren beim Laufen gestürzt und es ist immer noch an den Knien sichtbar.