07 April 2018

Haustiere

Seit einer Woche brummen, rummsen und bummsen mehrmals täglich grün-rot-golden glitzernde Rosenkäfer gegen unser Wohnzimmerfenster. Von innen. Weil sie nach draußen wollen. Irgendwann haben die Engerlinge sich irgendwie in den auf der Terrasse übersommernden großen Pott des noch größeren Ficus Benjaminus geschummelt. Wo sie jetzt schlüpfen. Durch die hohen Innenraumtemperaturen viel zu früh im Jahr.  Die armen Dinger finden da draußen doch noch nichts zu knuspern. Oder doch?

Ach, ich mache mir solche Gedanken um unsere hübschen Rosenkäferchen. Werden sie klarkommen in der kalten Freiheit da draußen ohne geeignete Fresspflanzen? Ein Dutzend waren es mindestens schon, die zuerst leise Knuspergeräusche von sich gaben (am Anfang suchte ich nach der raschelnden Maus, die - so meinte ich - bestimmt die Miezen reingeschleppt und dann hinter‘m Sofa vergessen hatten. Aber es waren die Käfer, die ihren Kokon durchknusperten), dann mit dunklem Brummen ihren Käferschädel so lange gegen die Glasfenster rummsen ließen, bis sich jemand erbarmte und sie von der schützenden Handfläche glitzernd in die Freiheit entschweben ließ.

Gestern erzählte mir der beste aller Männer, dass ein Rosenkäfer an der Fliegengitter-Terrassentür saß. Außen! Bestimmt wollte der wieder nach Hause. Rein zu Mama ins Warme ... und keiner hat ihn reingelassen :‘-(  Wir sollten ein Rosenkäferkläppchen oder eine kleine Durchschlupfluke einbauen.






Kommentare:

regenfrau hat gesagt…

Liebe Lizzy,
eine Klappe! Unbedingt - ich stelle mir das gerade bildlich vor! :D
Ich bin mir sicher, die KLeinen werden sich zurecht finden und noch lange an ihren tollen Schlupfort zurückdenken. ;)

lizzy hat gesagt…

Du bist also auch der Meinung, dass eine Rosenkäferklappe absolut angemessen und keine Übertreibung wäre, liebe Doris. Das freut mich, dass ich nicht alleine bin mit der Meinung ;)