27 Mai 2017

Kann Schönheit die Welt retten? Radtour: Neustadt - Hundertwasser - Donaudurchbruch - Bier - Kloster


"Schönheit kann die Welt retten", so meinte zumindest Friedensreich Hundertwasser.  Kann sie?  Zumindest wäre damit geklärt, dass ICH es eher nicht schaffen werde ;)

Hundertwasserturm und Hundertwasserhaus in Kombination mit Bier und umgeben von schon recht früh am (Frei)Tag ziemlich gut gefüllten Biergartenbänken jedenfalls sind äußerst sehenswert.


Wir beließen es beim Angucken von außen. Auch für Bier war die Radtour noch zu weit am Anfang. Obwohl eine halbe Mass Kuchlbauer Turmweiße mich durchaus gereizt hätte.


krumm und schief, quietschbunt mit viel Glanz und Glitter ... Hundertwasser gefiel mir schon immer ;)


verspielt naütrlich auch.


Warm war's, nicht zu weit (etwas über 40 Kilometer etwa), vorbei an Hopfenäckern und Spargelfeldern.

In Kehlheim dann die nächste Brauerei und hier war die rechte Zeit für Brotzeit und frisches Bier.


Von Kelheim bis Kloster Weltenburg gönnten wir uns und den Rädern eine Schifffahrt auf der Donau.


wunderbare Ausblicke, knallende Sonne


sehenswerte Felsformationen aus Jura-Kalkstein 




nach Anlanden und Spazieren zum Kloster Weltenburg mit kurzem Fuß- und Beinbad in der Donau zur Abkühlung wäre im hiesigen Biergarten die nächste Möglichkeit gewesen, frisch gebrautes Bier der Weltenburger Klosterbrauerei zu konsumieren. Im Grunde hatte ich anfangs die Absicht, in allen drei Brauerei-Biergärten, die wir im Laufe der Radtour passierten (Kuchlbauer, Schneider-Weisse, Weltenburger)  zumindest ein Mixgetränk - das Weltenburger dunkle Radler ist schon aus der Flasche sehr lecker - zu konsumieren. Doch irgendwie passten Tag mit Hitze und leicht angeschlagene Stimmung nicht zu alkoholischen Ausschweifungen. Radtour hin oder her ... vielleicht ein andermal. Es gibt noch reichlich Privatbrauereien in Bayern, die sich zu Touren verbinden lassen ;)


Die Radtour endete, wo sie begonnen hatte bzw. wo das Auto mit Radaufsatz auf Abholung wartete: 

im durchaus netten kleinen Städtchen "Neustadt an der Donau"


Eine kleine Allee-Rundfahrt noch, ein Eisbecher und ab nach Hause ging's. An- und Heimfahrt von und nach München dauerten jeweils ziemlich genau eine Stunde.

Die Wege der Tour sind okay aber eher unspektakulär mit einigen auch schönen Passagen an der Donau um Kelheim und zwischendurch aber auch einigen verkehrslastigen und sehr langweiligen Streckenabschnitten. Hier waren eher die Ziele das Ziel.


15 Mai 2017

Stockauwiesenweg (Zwiesel) und Rißloch-Wasserfälle (Bodenmais)

Stockauwiesenweg bei Zwiesel 

 


Im Internet findet sich nichts darüber und selbst vor Ort springt er nur ins Auge, wenn man direkt am Ausgang des wirklich schönen Spazierweges wohnt oder entlangkommt: der Stockauwieseweg.


Dabei muss er sich wahrlich nicht verstecken mit seinen knapp 7 Kilometern durch die lieblichsten Wiesen, Wälder und Täler


Insgesamt scheint mir, stellt die Stadt Zwiesel ihr Licht oft unter den Scheffel, wenn es um die Schönheiten der Natur ringsum geht. Man findet mannigfaltig Wege und Steige mit Anfahrten aber die kleinen und feinen Naturschönheiten in der Nähe, die scheint der ortsansässige Zwieseler erst gar nicht als solche einzuordnen. Merkwürdig irgendwie ...


Kirchlein im Dörflein Innenried bei Zwiesel


Bächlein am Wegesrand


hohe Brücke, unter der durchzuwandern ist.


das Monte-Denkmal und Waldwege samt Waldpflanzen


wunderbar weich die Wege und ich falle für einige Kilometer ins Traben


Behelfsüberquerung zur Vermeidung nasser Füße vorhanden


 

Rißlochwasserfälle bei Bodenmais

 


Abfahrtstag und Zeit und geeignetes Wetter für eine kleine Spazierwanderung


viele Wege führen .. wohin genau eigentlich?
Auto abgestellt in Bodenmais und nach dem Wegeinstieg gesucht. Trotz vorhandener GPS-Daten und fast überreichlich Schilder nicht ohne kurze Irratationsmoment schaffbar.



Doch dann Rundweg gefunden und losmarschiert. Nur mit iPhone, ohne alles Gepäck - wer braucht Proviant für eine max. 2-stündige Kurzwanderung? Wasser hat's da ja genug im Zweifel ....



Wenige Menschen begegnen mir - diejenigen, die unterwegs sind, im Rentenaler und paarweise auf Tour. Eine Frau fragt mich voller Erstaunen und mit leichter Missbilligung: "Alleine unterwegs?!" "Ähm ... ja, warum denn auch nicht?"


Tatsächlich wirkt die Gegend (in der frei lebende Luchse ansässig sind ... und immer wieder auch getötet werden ...)  wild und einsam, viel Natur und Weite ... aber so richtig ernsthaft verlaufen? Eher unwahrscheinlich bis unmöglich ...


Ist es mein sich dem Rentnerinnendasein in rapiden Schritten näherndes Alter, die Tatsache, nun schon dreifach Oma zu sein? Liegt es an der langjährig vorher nicht vorhandenen Kenntnis über Flora und Fauna bzw. auch Ausdehnung von Wäldern und Wiesen hier im Bayerischen mit angrenzendem Böhmerwald ... dass ich erst jetzt kapiere, WIE unglaublich vielfältig und wunderschön diese Landschaft hier ist!?


Wasserfälle vom Feinsten


 mit unglaublich gold-braun-glitzerndem Gestein


der Rückrundweg etwas steiniger und rutschiger


doch das war's nicht, das mich zu Fall brachte ... das war meine - sollte ich sie angesichts des fortschreitenden Alters langsam ablegen? - Macke, dem Ruf des Wassers zu folgen und wie zwanghaft in kalte Fließgewässer und Gumpen zu kraxeln.

Tiefer noch wollte ich und rutschiger wurde es ... als ich *wusch* auf glattem Gestein ins Rutschen und Trudeln geriet, mit Schmackes und Steißbein auf einem Felsen landete und von dort gemütlich in Sitzhaltung hüfttief in eine wunderschöne kristllklare Gumpe entglitt. Auch das in der Hand befindliche iPhone entglitt mit, trudelte himmelblau leuchtend ins Wasser und eben noch konnte ich es - beherzt die richtigen Prioritäten erkennend - davor bewahren, bachabwärts zu entströmen.

iPhone gerettet, ächzend aus hüfttiefem Wasser aufgerichtet und ins Trockene gekrochen, zunächst von Glück geredet, da das Steißbein nur einen leichten Druckschmerz verlauten ließ und ich - patschnass und natürlich trägt mensch zu solchen Gelegenheiten ausgerechnete die neueste und Lieblingshose *humpf* - die letzte halbe Stunde zum Auto bei Sonnenschein immerhin antrocknen konnte - um dort in trockene Kleidung geschlüpft den Weg nach Hause anzutreten.Wo sich von Stunde zu Stunde stärker bemerkbar macht: das Steißbein hat wohl doch eine ordentliche Prellung abbekommen ... sitzen? gehen? ... *aua*


 Viele wissen es bereits aber ein kleines Fotopotpourri sei der Vollständigkeit halber eingefügt: 
der Aufenthalt im Bayerischen Wald bestand ußerdem und in erster Linie aus Familienangelegenheiten, einem neuen Familienmitglied, das mich zur DreifachOma werden lässt und gemeinsamen Ausflügen mit den beiden "großen" Geschwistern.


09 April 2017

Waldspaziergang bei Rusel


Unglaubliche Mengen an Gleitschirmfliegern am Himmel, Sonntag mit Sonnenschein


 auf dem Rückfahrtweg ein Wanderparkplatz an der Straße im Bayerischen Wald


da bleibt nur eins: raus aus dem Auto und rein in den sonnendurchschienenen Wald


Sie schrauben sich, gleiten, fliegen - gewinnen schnell Höhe und sehen toll aus!


Was sollen wir hier? Stehen, sehen, schweifen lassen, Zeit nehmen!

Blick vom Geßlinger Stein

Mach' ich doch!






Angesichts der vielen Flieger mehrfach gewundert: wo mögen sie starten? taucht er unvermittelt neben uns auf: der Absprungplatz.

würd' ich je einen besitzen wollen: weiß wär' er


Nachtrag (für Elke ;)


Leckere Zitronenfalter von unterwegs ;)

07 April 2017

Panoramaweg Altmühltal - von Solnhofen bis Eichstätt


Solnhofen - mit diesem Ortsnamen verbinde ich seit vielen Jahren Steine, Dinosaurierfunde, Marmor.  Noch in Münsteraner Zeiten absolvierte ich im Rahmen einer schulisch-kaufmännischen Ausbildung mein dazugehöriges Praktikum bei der Firma "Flora Marmor" (eine angenehme Erinnerung mit vielen netten Anekdoten), die viele ihrer Rohstoffe von dort bezog. Lieferungen verzögerten sich weil bei den etwas gravierenderen Fossilienfunden der industrielle Abbau ruhen musste. Der Bezug zur Verbindung zwischen Urzeiten, Urtieren und Material war jederzeit präsent.

die "12 Apostel" - Steinformation kurz hinter Solnhofen

So freute ich mich sehr auf die geplante zweitägige Tour mit Michaela. Zwei Tagesetappen des zu recht mit vielen Auszeichnungen versehenen Panorama-Wanderwegs-Altmühltal sollten es werden.


Aus unterschiedlichen Richtungen angereist, trafen wir uns Donnerstags um kurz vor zehn am Bahnhof Solnhofen und wanderten gut gelaunt in den zunächst verhangenen und doch recht kühlen Tag.


wunderschöne Wege, durchaus auch knackige An- und Abstiege, Hänge mit Wachholderheide


der allgemeinen Wanderzeit voraus - erst am kommenden Wochenende sollte die offizielle Wandersaison im Altmühltal mit diversen Veranstaltungen eingeläutet werden - hatten die Gaststätten am Wegesrand noch größtenteils geschlossen, so dass wir auf einige eingeplante Aufwärmeinheiten verzichten mussten.


Glücklicherweise kam nach und nach die Sonne aus ihren Wolkenverstecken hervor und wärmte uns an den vielen wunderschönen Aussichtspunkten mit Bänken, Tischen und lauschiger Atmosphäre.


Wir gingen es gemütlich an, rasteten und knippsten nach Lust und Laune


 genossen ausgiebig auch Abstecher zu hübschen An- und Aussichtspunkten


So endete der erste Wandertag nach 7 Stunden und  guten 18 Wanderkilometern  in Dollnstein  

echte Hühnereier wurden für diesen Brunnen ausgeblasen und bemalt

Blick zurück auf Dollnstein

 Schlechtes Wetter war vorausgesagt für Freitag - umso glücklicher machte der perfekte Sonnenschein


Weiche Wege in Wäldern und auf Wiesen


Höhen, Tiefen, Weitblicke, (lange) Bänke, Steinformationen, Nadel- und andere Bäume: Idylle pur!


Burg bei Eichstätt


immer wieder auch ein Auf und Ab,  knapp 15 Kilometer wurden es an Tag 2


Panoramarundweg rund um Eichstätt


Kleine lauschige Kreisstadt mit kleiner Universität im Altmühltal: Eichstätt. Netter Ort!


Extrem gelungen waren sie, die zwei Wanderetappen im Altmühltal. Geradezu perfekt. Mit auch leckerem Essen und frisch gezapften regionalen Bieren, gelungener Einteilung, perfekt geratenem Timing ... immer gerne mehr davon!

Doch für diesmal müssen die zwei Tage mit einer Übernachtung reichen - die Rückfahrten, wieder in entgegengesetzte Richtungen nach Hause, sind nun auch schon Geschichte.