27 Juli 2017

Jochberg bei Sonnenschein - Wetterumschwung am Walchensee


Auch, wenn es nun schon fast eine Woche her ist,
(Anmerkung am Rande: die Verbindung nicht nur zu andren Blogs sondern auch zu meinem eigenen ist bzw. war ein wenig gerissen) 
und auch wenn er das wohl häufigste Blogmotiv der vergangenen ... 12? .. Blogjahre abgibt:
eine Tour ganz ohne Bild im Blog auf Jochberg bzw. zum Walchensee? Geht gar nicht! 



Exakt den letzten wirklich perfekten Wander- und Sommertag des Juli haben wir erwischt und natürlich gäbe es noch viele weitere wunderbare Aus- und Weitblicke, Szenen und Fotos von Blumen, Faltern, Kaiserschmarr'n und natürlich Seeblicken ... aber ich belasse es für heute bei den Klassikern: Walchenseeblick vom Jochberg, Film mit Rundumblick.


Seepanorama mit aufziehenden Gewitterwolken


und Seepanorama mit ersten Regentropfen. Pünktlich zum Einsatz des echten Regens saßen wir wieder im Auto. Wie hier schon oft genauso geschafft: perfektes Timing einmal wieder!



22 Juni 2017

Neubrandenburg, Tollensesee und Umgebung - Impressionen


"Stadt der vier Tore" wird Neubrandenburg auch genannt.


Mir kam es vor, als wären es mindestens ein Dutzend Tore. Und drumherum, den Stadtkern mit beeindruckender Stadtmauer und den vielen Toren komplett umschließend eine wunderschöne grüne Promenade mit alten Bäumen, Rad- und Spazierwegen, Bänken zum rasten, Schattenplätzen - viel Grün!



Neubrandenburg zählt zu den Städten entlang der Europäischen Route der Backsteingotik 
 


Die Marienkirche nicht mehr Gotteshaus sondern Konzertsaal


Als mindestens so bedeutsam und prägend wie die Backsteine emfpand ich das viele Wasser


Überall zeigt sich auch, dass (Leistungs)Sport, sportliche Ausbildungen, Sportveranstaltungen für  Neubrandenburg eine wichtige Rolle spielen


Auch die Natur muss und kann sich nicht verstecken. Rund um Stadt und See(n) endlose Felder und Wiesen, auf denen es blüht und nach fast reifem Getreide, Kamille  und Kräutern duftet.


Weite, Raum und Aussicht lassen sich mit (Leih)Rad wunderbar erkunden


Der Seenrundweg führt durch malerische und größtenteils ordentlich herausgeputzte Ortschaften


Das Verpassen einer Abbiegung des Tollenseseerundweges bescherte mir und meinem Leihrad ca. 20 zusätzliche Kilometer. Aber auch das Finden mehrerer weiterer Seen, die - obgleich extrem idyllisch und schön, menschenleer nur der Vogel- und übrigen Tierwelt zu gehören schienen.



Auch dieser See, nur wenige Meter neben einer Landstraße gelegen, lockte zu Rast und Genuss.


 Ein sonniger und heißer werdender Tag lockte zum Suchen und Finden einer wunderschönen Stelle am wochentags fast menschenleeren Tollenseseeufer. Mit Beinen baumelnd im See lässt sich dort wunderbar auf einem im See liegenden Baumstamm meditieren, lesen, faulenzen. Stundenlang!

 

Nicht nur die Backsteinarchitektur prägt Neubrandenburg. Auch Siedlungen und Gebäude der etwas komprimierteren Art prägen  das Bild von Stadt und Land. Meist finden sich aber schon 5 Fahrradminuten entfernt wieder Landschaft und Idylle pur.


Gelegentlich machen sich auch  die ... etwas nationalpopulistischeren Tendenzen der Gegend sicht- und bemerkbar.  Aber für mich schienen sie das Bild zumindest nicht zu dominieren und ich fand auch Botschaften und Zeichen vom Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft. In diesem und in Mahatma Gandhis Sinne verabschiede ich mich bis zum nächsten Blogeintrag mit einem herzlichen "Namaste".

17 Juni 2017

Toll! Toller! Tollense! Seelauf in MVP


Statistik: 

Meine Zeit: 1:04:46 (entspricht 6:28 min/km)
AK W55: Platz 16 von 21 (Platz 1: Block, Beate (Jg.61) in 49:30)
Frauen gesamt: Platz 178 von 273 (Siegerin: Möck, Fanny (Jg. 88) in 41:45)

Gesamt-gesamt rauszukramen war mir zu mühsam - die pdf-Liste ist nach Brutto-Zeiten sortiert. 
Trotzdem der Sieger samt Zeit: Sönsker, Peer (Jg. 98) in 31:24

Der Lauf:

Beim Aufbruch zum Start plagten mich weder große Lauflust noch Laufunlust. Es plagte mich allerdings eine bleierne Müdigkeit, die mit Sicherheit keiner schlaflosen Nacht oder sonstigem Schlafmangel geschuldet war. Im Gegenteil schlafe ich hier im "Landhotel Broda" unfassbar gut und tief. 

Kenne das Phänomen aber von einigen früheren Läufen (nicht von allen): bleierne Müdigkeitsattacken im Vorfeld, Eindösen, Sekundenschlaf noch vor Ort, beim Transport zur Strecke, auf Treppen, angelehnt an Turnhallenwände oder Garderobenschränke ... selbst vor einigen Marathonläufen kam es vor, dass ich kaum die Füße hochheben konnte und über Kopfstein-Zuwege schlurfstolperte mit dem Gedanken: "Himmel, wie soll ich jetzt stundenlang laufen können, wenn ich im Gehen fast einschlafe und Kiefer-Gähnkrämpfe mit heftigem Müdigkeits-Tränenfluss nicht in den Griff bekomme? ..." Viele der darauf folgenden Läufe gehörten anschließend zu meinen besten oder liebsten.

Auch der heutige Tollenseseelauf wird ohne jeden Zeitrekordverdacht oder sonstigen Höhenflug dazugehören.  Denn es ist ein schöner Lauf! Gut organisiert, der Bustransport (auch im vollgestopften Bus lässt es sich gut einnicken - einen Sitzplatz durfte ich mir trotz Überfüllung besten Gewissens genehmigen, da eindeutig zu den ältesten Mitfahrern zählend ;) nach Klein Nemerow perfekt organisiert, das Wetter ideal, die Laufstrecke wunderbar: viel Waldweg-Anteil, kühlender Wind vom oft durch die Bäume sichtbaren See bei Temperaturen um 20ºC.

Vorgenommen hatte ich mir: NICHTS! Außer: die 10 Kilometer durchzulaufen für's kmspiel und dafür eine Medaille überreicht zu bekommen. Hätte auch in Kauf genommen, Letzte zu werden. Beim davor für mich letzten 10k-Wettkampf im Herbst 2016 in Bremen war ich mit heftigen Knieschmerzen nach 1:07 ins Ziel gehumpelt und hatte für den Rest des Jahres monatelang gar nicht mehr laufen können. Auch in diesem Jahr - das Knie gab wieder Ruhe aber diverse andere Baustellen reihten sich aneinander - nahm die Speckpolsterung schneller zu als meine Laufumfänge. Unter 15 Wochenkilometer im Durchschnitt, immer schneckenlangsam, nie mit gemessener Zeit, häufig mit Pausen dazwischen ... ich ging von einer noch wesentlich langsameren Zeit als in Bremen aus und hatte keinerlei Problem mit dieser Annahme.

Stellte mich ganz hinten bei den letzten auf, plauderte etwas mit den beiden Schlussläufern und trabte nach Startschuss gemütlich los. Schnell zeigte sich: so GANZ und gar hinten bin ich auch bei gemütlichstem Tempo falsch. Zu unrund, zu hakelig hier. Aber insgesamt schon okay, nur im Wellnesstempo durch die Botanik zu joggen. Schön hier! Bis Kilometer Eins blieb ich noch weitgehend hinten, dann zog ich - ohne Hast und Drang und nur wenn sich geeignete Stellen zeigten - an den hintersten LäuferInnen vorbei. Bis Kilometer Fünf etwa ausschließlich in einem (mir unbekannten, da ohne Uhr unterwegs) komplett anstrengungsfreien Wellnesstempo.

Hier irgendwo war es, als vor mir zwei mehr oder weniger junge Männer als Tempomacher zu nutzen begann. Sie liefen angenehm locker und gleichmäßig, unangestrengt und hatten so viele Tattoos auf Armen und Beinen, dass ich mich in eine Art meditative Betrachtung derselben versenkte. Die beiden Männer wiederum schienen sich in die Betrachtung der vor ihnen laufenden Frauenrückansichten zu versenken denn lange blieben sie hinter einer jungen Dame mit wippend-blondem Pferdeschwanz und bei aller sonstigen Schlankheit nur etwas ausladenderem und damit ebenfalls leicht hin und herschwingendem Hintern. 

Gerade am Vortag hatte ich irgendwo aufgeschnappt, dass derart leicht voluminösere Frauenhintern momentan wieder modern sind und den klapprig-knackigen Pos den Rang ablaufen. Dachte mir: gut, dass ich an dieser Art Wettbewerb der Körperlichkeiten nie sonderlich teilgenommen habe und nun aus Alters- und Beziehungsgründen komplett aus dem Rennen bin! Denn: egal, wie fett ich ansonsten werde: mein Hintern folgt dem aktuellen Schönheitsideal der zunehmenden Breite eher nicht. 

Die beiden kriegsbemalten Männer vor mir wurden dann doch irgendwann schneller, überholten die auf diverse Art wippende Vorläuferin und ich musste mich entscheiden, wen ich als Tempomacher bevorzuge bzw. ob ich selber auch ein bisschen an Tempo zulegen oder doch nur weiter im Wellnesstempo am See entlangjoggen möchte. Entschied mich für ein bisschen mehr Tempo, blieb hinter den Tattoos, ließ mich von ihnen an reichlich anderen LäuferInnen und Grüppchen vorbeiziehen.

Irgendwo zwischen Kilometer Sieben und Acht meldete sich - kurz nur und ohne Schmerz oder größere Problemlastikeit - mit einem winzigen Ziepen mein Knie zu Worte. Ich interpretierte das leise Räuspern von unten links als: "Obacht, meine Liebe! Gerade ist alles wieder heil und läuft. Wäre schon blöd, das für einen Lauf auf's Spiel zu setzen, bei dem wir nun wirklich keine Blumentöpfe gewinnen werden." Gab ihm Recht, dem Knie und ließ die beiden Jungs, die nun noch deutlich an Tempo zulegten, dahinziehen. 

Den allerletzten Kilometer im Seepark auf's Ziel zu, den lief ich aber doch wieder etwas flotter. Insgesamt aber kein einziges Mal während der 10 Kilometer auch nur ansatzweise in Luftnot kommend. Beine mit Füßen, Muskeln, Sehnen und was noch so alles dazugehört: problemfrei und fit. Auch jetzt, im Nachhinein. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern auf eine wirklich angenehme Art und Weise abgehakt im Spiel: "Lauf die Länder". Außerdem - und das ist gleich nochmal viel geiler :o) - das grandiose Gefühl: "Das wird doch nochmal ein bisschen was mit mir und der Lauferei! Die Gräten sind wieder bereit."

Wie gut, dass ich noch zwei Urlaubstage am See habe, ein - wenn auch leicht Oma-haftes - Leihrad und auch das Wetter ist wieder wesentlich freundlicher als es das noch gestern Abend zum Fotozeitpunkt war.














16 Juni 2017

Lauf die Länder!

Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, eine Art „Rundlauf“ durch die Bundesländer zu starten. Die Idee geriet zunächst wieder in Vergessenheit und ist nach dem HM in Berlin am letzten Wochenende neu aufgeflackert.

Ziel: in jedem der 16 deutschen Bundesländer mindestens eine Teilnahme an einem öffentlichen Volkslauf / Laufwettkampf/ Laufevent bzw. auch Jedermann-Triathlönchen (Bedingung: kein Neo nötig) … wie immer man das nennen kann und mag. Nicht alles auf einmal natürlich und nicht alle sofort ;)
Ich hoffe auf noch viele aktive Laufjahre, die ich mir dafür Zeit lassen kann und will. Updates werden – so diese Idee umgesetzt wird und auch der Blog entsprechend lange weiterlebt – hier vermeldet. Auch für Ideen bzgl. geeigneter schöner Läufe egal welcher Distanzen bin ich immer offen und dankbar.









grün: bereits „er“laufen - orange: angemeldet - schwarz : noch offen (evtl. mit Favorit diesbezüglich)



* letzte Aktualisierung 17. Juni  2017
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Sozusagen „außer Konkurrenz“ weil ohne Anspruch auf Vervollständigung – aber es könnten ja doch einige dazukommen – die bereits erlaufenen Länder in Europa und dem Rest der Welt:

Europa:
Deutschland: massenhaft
Österreich: Achenseelauf 2005

Rest der Welt:
USA: BigSur Marathon 2011 (Kalifornien)

27 Mai 2017

Kann Schönheit die Welt retten? Radtour: Neustadt - Hundertwasser - Donaudurchbruch - Bier - Kloster


"Schönheit kann die Welt retten", so meinte zumindest Friedensreich Hundertwasser.  Kann sie?  Zumindest wäre damit geklärt, dass ICH es eher nicht schaffen werde ;)

Hundertwasserturm und Hundertwasserhaus in Kombination mit Bier und umgeben von schon recht früh am (Frei)Tag ziemlich gut gefüllten Biergartenbänken jedenfalls sind äußerst sehenswert.


Wir beließen es beim Angucken von außen. Auch für Bier war die Radtour noch zu weit am Anfang. Obwohl eine halbe Mass Kuchlbauer Turmweiße mich durchaus gereizt hätte.


krumm und schief, quietschbunt mit viel Glanz und Glitter ... Hundertwasser gefiel mir schon immer ;)


verspielt naütrlich auch.


Warm war's, nicht zu weit (etwas über 40 Kilometer etwa), vorbei an Hopfenäckern und Spargelfeldern.

In Kehlheim dann die nächste Brauerei und hier war die rechte Zeit für Brotzeit und frisches Bier.


Von Kelheim bis Kloster Weltenburg gönnten wir uns und den Rädern eine Schifffahrt auf der Donau.


wunderbare Ausblicke, knallende Sonne


sehenswerte Felsformationen aus Jura-Kalkstein 




nach Anlanden und Spazieren zum Kloster Weltenburg mit kurzem Fuß- und Beinbad in der Donau zur Abkühlung wäre im hiesigen Biergarten die nächste Möglichkeit gewesen, frisch gebrautes Bier der Weltenburger Klosterbrauerei zu konsumieren. Im Grunde hatte ich anfangs die Absicht, in allen drei Brauerei-Biergärten, die wir im Laufe der Radtour passierten (Kuchlbauer, Schneider-Weisse, Weltenburger)  zumindest ein Mixgetränk - das Weltenburger dunkle Radler ist schon aus der Flasche sehr lecker - zu konsumieren. Doch irgendwie passten Tag mit Hitze und leicht angeschlagene Stimmung nicht zu alkoholischen Ausschweifungen. Radtour hin oder her ... vielleicht ein andermal. Es gibt noch reichlich Privatbrauereien in Bayern, die sich zu Touren verbinden lassen ;)


Die Radtour endete, wo sie begonnen hatte bzw. wo das Auto mit Radaufsatz auf Abholung wartete: 

im durchaus netten kleinen Städtchen "Neustadt an der Donau"


Eine kleine Allee-Rundfahrt noch, ein Eisbecher und ab nach Hause ging's. An- und Heimfahrt von und nach München dauerten jeweils ziemlich genau eine Stunde.

Die Wege der Tour sind okay aber eher unspektakulär mit einigen auch schönen Passagen an der Donau um Kelheim und zwischendurch aber auch einigen verkehrslastigen und sehr langweiligen Streckenabschnitten. Hier waren eher die Ziele das Ziel.


15 Mai 2017

Stockauwiesenweg (Zwiesel) und Rißloch-Wasserfälle (Bodenmais)

Stockauwiesenweg bei Zwiesel 

 


Im Internet findet sich nichts darüber und selbst vor Ort springt er nur ins Auge, wenn man direkt am Ausgang des wirklich schönen Spazierweges wohnt oder entlangkommt: der Stockauwieseweg.


Dabei muss er sich wahrlich nicht verstecken mit seinen knapp 7 Kilometern durch die lieblichsten Wiesen, Wälder und Täler


Insgesamt scheint mir, stellt die Stadt Zwiesel ihr Licht oft unter den Scheffel, wenn es um die Schönheiten der Natur ringsum geht. Man findet mannigfaltig Wege und Steige mit Anfahrten aber die kleinen und feinen Naturschönheiten in der Nähe, die scheint der ortsansässige Zwieseler erst gar nicht als solche einzuordnen. Merkwürdig irgendwie ...


Kirchlein im Dörflein Innenried bei Zwiesel


Bächlein am Wegesrand


hohe Brücke, unter der durchzuwandern ist.


das Monte-Denkmal und Waldwege samt Waldpflanzen


wunderbar weich die Wege und ich falle für einige Kilometer ins Traben


Behelfsüberquerung zur Vermeidung nasser Füße vorhanden


 

Rißlochwasserfälle bei Bodenmais

 


Abfahrtstag und Zeit und geeignetes Wetter für eine kleine Spazierwanderung


viele Wege führen .. wohin genau eigentlich?
Auto abgestellt in Bodenmais und nach dem Wegeinstieg gesucht. Trotz vorhandener GPS-Daten und fast überreichlich Schilder nicht ohne kurze Irratationsmoment schaffbar.



Doch dann Rundweg gefunden und losmarschiert. Nur mit iPhone, ohne alles Gepäck - wer braucht Proviant für eine max. 2-stündige Kurzwanderung? Wasser hat's da ja genug im Zweifel ....



Wenige Menschen begegnen mir - diejenigen, die unterwegs sind, im Rentenaler und paarweise auf Tour. Eine Frau fragt mich voller Erstaunen und mit leichter Missbilligung: "Alleine unterwegs?!" "Ähm ... ja, warum denn auch nicht?"


Tatsächlich wirkt die Gegend (in der frei lebende Luchse ansässig sind ... und immer wieder auch getötet werden ...)  wild und einsam, viel Natur und Weite ... aber so richtig ernsthaft verlaufen? Eher unwahrscheinlich bis unmöglich ...


Ist es mein sich dem Rentnerinnendasein in rapiden Schritten näherndes Alter, die Tatsache, nun schon dreifach Oma zu sein? Liegt es an der langjährig vorher nicht vorhandenen Kenntnis über Flora und Fauna bzw. auch Ausdehnung von Wäldern und Wiesen hier im Bayerischen mit angrenzendem Böhmerwald ... dass ich erst jetzt kapiere, WIE unglaublich vielfältig und wunderschön diese Landschaft hier ist!?


Wasserfälle vom Feinsten


 mit unglaublich gold-braun-glitzerndem Gestein


der Rückrundweg etwas steiniger und rutschiger


doch das war's nicht, das mich zu Fall brachte ... das war meine - sollte ich sie angesichts des fortschreitenden Alters langsam ablegen? - Macke, dem Ruf des Wassers zu folgen und wie zwanghaft in kalte Fließgewässer und Gumpen zu kraxeln.

Tiefer noch wollte ich und rutschiger wurde es ... als ich *wusch* auf glattem Gestein ins Rutschen und Trudeln geriet, mit Schmackes und Steißbein auf einem Felsen landete und von dort gemütlich in Sitzhaltung hüfttief in eine wunderschöne kristllklare Gumpe entglitt. Auch das in der Hand befindliche iPhone entglitt mit, trudelte himmelblau leuchtend ins Wasser und eben noch konnte ich es - beherzt die richtigen Prioritäten erkennend - davor bewahren, bachabwärts zu entströmen.

iPhone gerettet, ächzend aus hüfttiefem Wasser aufgerichtet und ins Trockene gekrochen, zunächst von Glück geredet, da das Steißbein nur einen leichten Druckschmerz verlauten ließ und ich - patschnass und natürlich trägt mensch zu solchen Gelegenheiten ausgerechnete die neueste und Lieblingshose *humpf* - die letzte halbe Stunde zum Auto bei Sonnenschein immerhin antrocknen konnte - um dort in trockene Kleidung geschlüpft den Weg nach Hause anzutreten.Wo sich von Stunde zu Stunde stärker bemerkbar macht: das Steißbein hat wohl doch eine ordentliche Prellung abbekommen ... sitzen? gehen? ... *aua*


 Viele wissen es bereits aber ein kleines Fotopotpourri sei der Vollständigkeit halber eingefügt: 
der Aufenthalt im Bayerischen Wald bestand ußerdem und in erster Linie aus Familienangelegenheiten, einem neuen Familienmitglied, das mich zur DreifachOma werden lässt und gemeinsamen Ausflügen mit den beiden "großen" Geschwistern.