30 März 2013

unter Palmen

Wetter? .............................................         :-þ         .........................................                      ;-)   


 die findige Katze entschädigt sich für den fehlenden Außenfrühling mit Indoor-Palmenfeeling und Hanami neben der Blumenvase





Zierkirschenzweige zieren zierliche Zierkatze




23 März 2013

der Nächste bitte! Countdown zum zweiten Pokal

.... 6 - 5 - 4 - 3  ....

so lautete meine Startnummer heute beim Lohhofer Osterlauf

Der Plan: 
knapp 20 Kilometer mit dem Rad nach Unterschleißheim radeln, dort einen ganz und gar vernünftigen Tempolauf - 10km in 55:00min beim Lohhofer Osterlauf - abspulen, dann gemütlich wieder knapp 20 Kilometer zurückradeln.

Die Realität: 
fast 25 Kilometer (scheiß Fahrradwegbeschilderung! und wer lässt schon gerne ein Navi unbeaufsichtigt rumliegen?) bei Rattenkälte nach Unterschleißheim geradelt. Mit Eisklotzfüßen angekommen. Zwei Kilometer Warmlaufversuche, die nur noch kälter aber immerhin die Füße wieder lauffähig machen.
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Pünktlich zum Start um 15:00 Uhr beginnt leise der Schnee zu rieseln. Ich frier' mir fast den Arsch ab.
 
Bei KM 5 (Uhr weitgehend ignoriert bis dahin)  festgestellt: Halbzeit in exakt 26 Minuten geschafft. Frivoler Gedanke: "Jetzt schneller werden, dann könnt's noch 'ne neue Bestzeit werden" und Kohlen aufgelegt.
Hybris wird bestraft mit Luftnot und Seitenstechen bei KM 7 - Kohlen wieder kalt -> zweite Runde in exakt demselben Tempo wie erste Runde gelaufen.
Stundenlang auf Siegerehrung gewartet (es wächst die Erkenntnis: die Sache mit den Pokalen hat durchaus auch Haken schon vor dem Fangen des Staubes), Pokal eingesackt und knapp 20 Kilometer (diesmal ganz ohne Verfahren) bei Stockdunkelheit zurück nach Hause geradelt. Dem Hungertod (seit dem Frühstück NIX gegessen) knapp entronnen, dem Erfrieungstod (draussen herrschen Minustemperaturen, es flockt leicht vom Himmel) noch knapper. 

Die Eisklötze am Ende meiner Beine fühlen sich inzwischen wieder wie echte Füße an.
 
Statistik: 

Meine Zeit:   52:00 min     Pace: 5:12 min/km
 
gesamt:  (wird nicht als Liste ausgegeben - selber machen zu mühsam) Finisher: 297
Frauen: Platz 33 von 69
AK W50: Platz 2 von 3  ;)
 
Sieger: Müller, Jan  (Jg 81) in 32:10
Siegerin: Weiß, Domenika (Jg 90) in 35:42
Erste W50: Gutjahr, Gabriele in 46:15
 
Meine Teilnahmen und Zeiten beim Lohhofer  Osterlauf in U-Schleißheim:
2008:  0:56:54  - VDOT 34.4
2009:  0:57:12  - VDOT 34.2
2011:  1:00:25  - VDOT 32
2012:  0:54:37  - VDOT 36.1
2013:  0:52:00
 
- VDOT 38.2
   

Und weil's mit dem Gewicht nach dem Nikolaus-Bestzeitenlauf statt òbi wieder auffi ging (siehe auch Fotos :), muss die Theorie der Schönrechenrechner herhalten für's Augenwischen ;-) und Erhalten der Hoffnung.



 Freitagsberechnungen:
 Du bist 10000m in 52:00 gelaufen. Dabei hattest Du ein Gewicht von 73.0kg, entsprechend einem BMI von 27.8. Das ergibt eine korrigierte Zeit von 40:54 bei einem Wettkampfgewicht von 55.1kg.


16 März 2013

Swim and run, Samstag den 16. März 2013



Wert auf  ein ästhetisches Erscheinungsbild für die Mitwelt darf man ich nicht legen, wenn ich mich in den nagelneuen und noch nie verwendetenTriathlon-Badeanzug quetsche, die quietschenge Badekappe überstreife und darauf auch noch eine Schwimmbrille klemme. Ein Anblick für die Geisterbahn.

Triathlon-Badeanzug? Tja ... ich neige zu Übertreibungen - ein stinknormaler Discounter-Badeanzug hätte es auch getan bei meinem ersten Schwimmwettkampf-Versuch über 500m heute beim "swim and run", ausgerichtet vom Sportclub Prinz Eugen in München.

Dass ich überhaupt auf die völlig absurde Idee kam, an einem Schwimmwettbewerb teilzunehmen, dafür muss ich mich bei Anja bedanken. Danke Anja :o)

Kurzfassung:

Schritt1: Anja schrieb letzten Sommer in ihrem Blog, dass sie einen Kraulkurs besucht, ich mutmaßte, dass es sowas in München gar nicht gäbe, befragte im selben Zug Google, fand eine Unzahl an möglichen Anfänger-KraulKursen, einige davon in dem Schwimmbad, das für mich zwischen Wohnung und Büro liegt, so dass ich mich mich ohne Umschweife und längeres Verweilen zu einem davon anmeldete.

Schritt2: in Stunde 2 des besuchten Kraulkurses überwand ich erstmals im Leben meine Angst, während des Kraulschwimmens einzuatmen und erntete in Stunde 3 überschwengliches Lob der Schwimmtrainerin für meine "schöne Armarbeit", was - logisch, oder? - zur Folge hatte, dass ich mich noch am selben Tag zur wenige Monate später stattfindenden Schwimm- und Laufveranstaltung "swim and run" anmeldete, einen Triathlon-Schwimmanzug kaufte und mir vornahm, in den nächsten Monaten fleißig zu üben.

Schritt3: eine Zahn-OP mit hässlichen Folgen, eine Weihnachtsfeier und zwei lästig langwierige Erkältungen hinderten mich daran, den Schwimmkurs nach Stunde 3 noch regelmäßig zu besuchen. Am geplanten fleißigen Schwimmtraining natürlich erst recht, so dass ich heute zum Wettkampf nach sage und schreibe exakt 5 Schwimm"trainings"einheiten, die jeweils zwischen 30 und 45 Minuten gedauert hatten (davon 4 unter Trainerinnenaufsicht) auftauchte. Und scheiße nervös war. So nervös, wie niemals vor einer Laufveranstaltung.

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Video vom Start + erste Schwimmbahn

Nicht den Schimmer einer allerwinzigkleinen Ahnung zu haben, wie lange ich im Wasser unterwegs sein würde, das stresst schon. Eine Zeit gemessen wurde bei mir nie, mehr als ca. 100 Meter am Stück war ich auch noch niemals gekrault. Denn danach klappt das bei mir mit der Atmung doch nicht mehr, ich schlaffe ab, null Kraulausdauer (woher auch?!) und so wappnete ich mich für die nicht unwahrscheinliche Aussicht, heute letzte zu werden. Zumal fast alle gemeldeten Starter in der Anmeldeliste einen Triathlonverein anführten und somit vermutlich im Gegensatz zu mir wussten, was sie taten.

Im Breitensport ist diese kleine aber liebevoll gestaltete Veranstaltung offensichtlich noch nicht weit vorgedrungen.

Andererseits: keiner schreibt den Schwimmstil vor - ich darf auch Brustschwimmen und nehme mir eine Mischung, also "freestyle"-Schwimmen vor. Hauptsache nicht Absaufen und aus dem Becken steigen, bevor die Sonne untergeht. Start ist für mich um 13:40 Uhr  ;-)


20 Bahnen im 25m Becken müssen durchschwommen werden. Die glückliche Fügung eines nicht auftauchenden Mitstreiters beschert mir den kleinen Vorteil, eine Bahn komplett alleine nutzen zu dürfen.
Ich schwächele trotzdem schon deutlich vor Halbzeit und bin heilfroh, als ich nach 13 Minuten und 29 Sekunden gestoppt werde und aus dem Wasser darf.
Mit dieser Zeit bin ich nichtmal letzte - sondern drittletzte beim Jedermann-Start ;-)  Hinter mir noch zwei männliche Mitsteiter aus deutlich höhrer AK.

(das Eliterennen startete früher und dort werden 750m geschwommen)

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es wird mühsam und mühsamer .....



Zum Glück muss danach nicht an den Laufstart gehetzt werden. Genug Zeit zum Durchschnaufen, Umziehen, Haare trocknen und auf den Lauf einstimmen.




Vor dem "Jagdstart" (ca. 1,5 Stunden nach meiner Schwimmeinheit) der für mich eine völlig neue Erfahrung ist, bleibt durchaus Zeit und Gelegenheit für die eine oder andere Muskeldehnung und Lockerung. Denn: trotz Sonnenscheins ist es verflixt kalt - auch die Beinmuskeln fühlen sich hart und ungeschmeidig an. Ein (sehr) kurzer Warmlaufversuch bringt keine Besserung.


Jagdstart: gestartet wird in der Reihenfolge des Schwimmergebnisses. Der Gewinner des Schwimmens startet also zuerst, der Verlierer zuletzt. Und zwar zu genau der Zeit (es läuft eine große Digitalanzeige mit), die er zum Schwimmen gebraucht hat. Zeigt die Uhr seine Schwimmzeit an, wird gestartet.

Jeder Läufer hat die Schwimmzeit mit dickem schwarzem Stift auf den Unterarm gepinselt bekommen, zwei Helfer und eine Videoüberwachung kontrollieren, dass keiner schummelt.

Als drittletzte Schwimmerin starte ich also auch als drittletzte Läuferin zu exakt der Zeitanzeige, die ich beim Schwimmen gebraucht habe. Damit weiß ich unterwegs genau: jeder, der mich überholt, hängt mich in der Gesamtwertung noch weiter ab. Jeden, den ich auf der 5400m langen Laufstrecke überhole, überhole ich auch auf der Ergebnisliste. Spannend - und eine ganz neue Motivation, möglichst viele Läufer vor mir einzusammeln.



Allzu große Illusionen mache ich mir allerdings nicht. Die meisten haben durch ihre viel besseren Schwimmzeiten einen nicht unerheblichen Vorsprung. Vom Läufer in Rot hinter mir weiß ich, dass seine 10km-Bestzeit im 40min-Bereich liegt und im Schwimmen war er nur eine Minute langsamer, so dass mir klar ist: er wird mich auf der 5.400 Meter langen Laufstrecke flott eingesammelt haben.



Aber den Herrn in Blau - wir werden mit nur einer Sekunde Schwimmzeitunterschied gemeinsam gestartet -



ihn lasse ich hinter mir. Er allerdings bekommt später als einziger Starter und damit Sieger der AK M70 einen Pokal, den ich ihm von Herzen gönne (bei mir ist  jetzt wirklicht gut mit Pokalen ;)

Auch beim Laufen hatte ich heute unterwegs keinen Schimmer, in welchem Tempo ich unterwegs bin. Hatte vergessen, die Uhr zu starten und dann beschlossen, es einfach zu ignorieren. Mehrere LäuferInnen konnte ich unterwegs abhängen. Eine davon zur:

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Halbzeit bei km 2,7 - es sieht im Video deutlich lockerer aus als ich mich fühlte
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das gilt auch für den Zieleinlauf. Was nach Joggen aussieht, fordert mir einige Anstrengung ab.


Einen Mordsspaß hat es gemacht! Spannend, neu, nette Leute getroffen! Ich sollte öfter Dinge tun, die ich gar nicht kann ;-)

Und weiter?  Jetzt lern' ich erstmal schwimmen und dann mach' ich sowas in der Art nochmal :o)


Meine Zeiten und Ränge:   
 
Schwimmen:  13:29 min  -  Rang 52 von 54

Laufen:  27:03 min  (5400m - damit Pace: 5:00  min/km, was Rekord ist ;)     Rang 39 von 54
(habe also deutlich mehr Mitstreiter überholt als mir aufgefallen ist. In den kurzen Filmchen sieht man auch tatsächlich gleich 4 Überholte auftauchen. War mir nicht bewusst. Die Strecke - übrigens im Verlauf nicht so flach wie das Film-Teilstück sondern durchaus mit Steigungen drin - war über ca. 2/3 der Strecke, die durch einen Park verlief, von Spaziergängern, Hunden, Radfahrern etc. bevölkert, so dass die Aufmerksamekit geteilt werden musste auf diverse Dinge)

g
esamt:
   40:32  Rang 48 von 54

Frauen: werden nicht getrennt aufgeführt - sie selber rauszufriemeln aus der Liste ist mir grad zu mühsam, aber jedenfalls weniger als Männer

AK W50:
  
Rang 5 von 5

Wer an Siegerzeiten etc. interessiert ist, mag HIER selber nachsehen. Das nimmt bei sowas Ausmaße an ...


meine "Konkurrenz": die 3 schnellsten der AK W50
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Für Manu: ein Nachtrags-Schwimmfilm als Beispiel dafür, dass frau mit reinem Brustschwimmen tatsächlich einige der Kraulsschwimmer versägen kann! (ich musste erst das ok zur Veröffentlichung einholen ;) Diese Schwimmerin schwimmt grundsätzlich nur Brust und war mehr als zwei Minuten schneller  damit als ich. Außer mir hat sie noch einige weitere Mitschwimmer - alles Krauler oder - wie ich - Möchtegern-Krauler ;-) hinter sich gelassen:


10 März 2013

Live is life na na na na na ♤ oder: der erste Pokal

Westparklauf 2013 - 5 km in 25:34 min

  


"Sò! Jetzt isses soweit, jetzt bring' ich die potenziellen Mordwerkzeuge ins Haus!" Triumphierend donnerte ich dem weltbesten Gatten bei meiner Rückkehr vom Westparklauf das in meinen Augen hochgradig imposante Pokalteil ... nein, nicht an den Kopf ;-) sondern erstmal nur  vor die Nase. HA!

HA! War der Gewinn eines Pokals doch eins meiner erklärten Ziele als ich vor inzwischen 1,5 Jahren lauthals verkündete, nach Jahren der ehrgeizbefreiten Rumschlapperei doch nochmal schneller werden zu wollen.

Die erklärten Ziele damals lauteten:

  1. Gewicht abnehmen und Blutzuckerwerte so weit drücken, dass die Ärzte endlich aufhören, warnend oder drohend mit den Medikamenten vor meiner Nase rumzuwedeln. Erste Teilerfolge haben sich ergeben, wenn auch das Gewicht sich elendig sträubt und die Waage ausgerechnet heute früh wieder einen momentanen Höchstwert von 74kg anzeigte BMI (28.2).

    Aber: im Zuge meiner starken Bronchitis vor einigen Wochen bestand der Arzt nach mehreren Jahren, in denen ich es gar nicht hatte wissen wollen, darauf, endlich mal wieder den Langzeit-Blutzucker zu bestimmen. Und zum ersten Mal seit ich mich an derartige Bestimmungen erinnere, war er nicht nur nicht weit über Norm und auch nicht knapp über Norm sondern UNTER (knapp zwar aber UNTER) dem Toleranzwert. Na also, geht doch auch ohne Pillen!
  2. Die 10km unter 50min laufen. Diesem Ziel zwar näher gekommen - aber da fehlt noch ordentlich was.

  3. Einen Pokal gewinnen. Ausdrücklich war es mir völlig wurst, WIE ich diesen Pokal bekomme. Es wäre auch kein Problem für mich gewesen, ihn nur zu bekommen, weil ich womöglich als einzige Starterin der AK auflaufe ;) Ziel erreicht. Ohne Wenn und Aber. Und sogar als zweite von fünf Starterinnen der AK W50. Also: Ziel erreicht und sogar noch halbwegs "ehrenhaft" ;)
Der Kenner der Sportswelt erkennt sofort, dass meine Motive nicht dem reinen und hehren Sportsgeist entspringen  sondern kindisch, eitel und absolut oberflächlich sind. Aber macht das was? Stört mich das? Aber im Gegenteil :-)

Der Lauf


Während des knapp einstündigen Hinwegs mit Bussen und U-Bahn hoffte ich auf einen motivierenden Ohrwurm vom mp3Player. Und tatsächlich: er kam gekrochen. Ca. auf halber Strecke ertönte mit Macht in meinem Ohr: na na na na na Live is Life ... von Opus. Ich wusste sofort: "das issser! Der passende Ohrwurm des Tages" und spulte das Lied bis zur Ankunft bei den Sportanlagen im Westpark so lange immer wieder ab bis es sich verselbständigt in die Hirnwindungen gefressen hatte um dort ohne mp3-player weiterzukriechen und sein Werk zu verrichten.

Der Westparklauf gilt als absolut NICHT bestzeitenfähig und angesichts meiner noch nicht lang zurückliegenden Kränkelphase sowie des wieder angestiegenen Gewichts währenddessen  konnte ich natürlich nicht auf eine schon wieder neue 5km-Bestzeit hoffen.

Andererseits geht es mir wie vermutlich den meisten unbedarften Hobbyläufern: man denkt ja doch immer wieder ein klitzekleines bisschen im Hinterstübchen: "Warum nicht versuchen ... Wer weiß ..." Egal, wie unwahrscheinlich das Gelingen sein mag. Komplett befreien kann ich mich davon nur selten (z. B. bei den Winterläufen). Einige Warmlaufkilometer auch mit Sprinteinlagen und ab zum Start ...

 When we all give the power. We all give the best. ...

Die 10km-Läufer starten gemeinsam mit den Fünfern. Es sind viele, ich stehe viel zu weit hinten - im Video unten sieht man mich bei min 0:58 über die Matte laufen. Bzw. sieht man mich ab Minute 0:57 bis 1:00 gelegentlich zwischen den deutlich größeren Mitläufern rauslugen (mittig - in schwarz mit weißer Schrift auf'm Shirt und eigentlich nur für die zu erkennen, die mich sowieso erkennen würden).


 In Bezug auf die Zeitmessung ist es unwichtig - heute gibt's Bruttozeiten - die Startzeit wird also auch gemessen. Aber ich muss auf dem ersten Kilometer Slalom laufen um wirklich langsame fast-Geher, Schüler-Kindergruppen, die bahnfüllend nebeneinander rumhampeln ... es geht bergauf, ein Engpass kurz vor Ende des ersten Kilometer zwingt mich zur fast-Vollbremsung. Mühsam! Sehr mühsam! und daher bin ich erstaunt, einen Wert von 5:05 Minuten bei Kilometer 1 auf der Uhr zu sehen.

Fühle mich aber auch schon sehr atemlos - die beiden wirklich heftigen Anstiege kommen erst später. Vernünftig wäre vermutlich gewesen, den Lauf als etwas gebremsten Tempolauf anzugehen doch es ging mit mir durch


Ich haute raus, was ging. Da ging einiges. Keine neue Bestzeit - das nicht. Aber angesichts meiner alles andre als perfekten Form und der alles andre als komfortablen Zehnerstrecke: wellig, scharfe Kurven, voller Streusplit, mehrmals ausgebremst worden  ... bin ich mit dem Ergebnis höchst zufrieden. Alles mitgenommen, was ging. Warum auch nicht. Denn:


Die Zeit bis zur Siegerehrung - dass ich als zweite der AK einen Pokal bekommen und auch noch einen Gewinn bei der Verlosung einheimsen würde, das ahnte ich noch gar nicht -  überbrückte ich mit ... Laufen ... ;-)  Schlenderte nach Zielmattenüberquerung erstmal zum Versorgungsstand, gönnte mir ein Wasser und einen warmen Vitaminsaft um mich dann wieder ganz gemütlich in die zweite Runde zu den Zehner-Läufern einzureihen. So musste ich die Distanz nicht nachmessen sondern wusste genau, was fürs kmspiel einzutragen ist ;)

Achtete nicht auf die Uhr, schlurchte genüsslich die Steigungen hoch - ich meine: es war ja nun total egal, wie langsam ich hier werde ... -  und war doch ein bisschen erstaunt, als der Zieleinlauf-Sprecher am Ende der zweiten 5km-Runde beim Näherkommen ins Mikro plärrte: "JA LEUTE, wer jetzt noch etwas Gas gibt, der kommt noch unter einer Stunde ins Ziel!" Uff - gefühlt war ich wirklich nur noch gejoggt die zweite 5km-Runde, hatte eine Trinkpause im Versorgungszelt zwischengeschoben und blieb mit den (nicht gewerteten natürlich - ich bin vor Zielkanal in die Botanik abgebogen damit die Zielmatte nicht irritiert wird ob eines Doppelwertes meiner Nummer) 10 Kilometern trotzdem unter einer Stunde. 

Statistik: 

meine Zeit:  25:34 Minuten - 5:06min/km - VDOT 37.3


Gesamteinlauf:  Platz  91 von 144 | Sieger: Florian Wenzler (Jg 1986) in 16:36
Frauen gesamt: Platz 29 von 61   |  Siegerin: Nada Balcarczyk (Jg 1997) in  18:08
Altersklasse W50:    Platz 2 von 5 |  Siegerin: Marietta Schuster (Jg. 1961) in 22:40