Anja, es tut mir leid. Weil ich ja weiß, dass du bei Laufberichten in meinem Blog auf ein bisschen Witz, Unvernunft oder zumindest eine Überraschung wartest, gebe ich mir meistens ein bisschen Mühe, solche Erwartungen zu erfüllen.
Heute nicht. Es war ein Sieg der reinen Vernunft beim ersten Lauf der diesjährigen Winterlaufserie in Ismaning über 13 Kilometer (da die Strecke seit meiner letzten Teilnahme in Distanz und Verlauf geringfügig verändert wurde, lässt sich der heutige Lauf mit keinem meiner bisherigen Teilnahmen vor mehreren Jahren direkt vergleichen. Lobend angemerkt sei jedoch, dass die Strecke angenehm zu laufen und jeder der dreizehn Kilometer sauber und sichtbar ausgeschildert ist). Und wann wäre Vernunft je witzig oder überraschend gewesen? So hat jedes Ding auch Nachteile - sogar die Vernunft.
Sicher war ich mir nicht, wie schnell ich den Lauf angehen sollte, da es keine gut auswertbaren Trainingsdaten gibt. Also beschloss ich: defensiv, risikofrei und eher vorsichtig. Aber auf jeden Fall: vernünftig zu laufen. Doch - ich kann das! (manchmal ;)
Die letzte/n Woche/n war/en geprägt von:
Nichts davon lässt eine gigantische Zeit beim Laufwettkampf erwarten und so plante ich, den ersten Kilometer in ca. 6 Minuten zu laufen um dann zu entscheiden, ob später ein wenig draufzuschlagen ist an Tempo. 5:45 Minuten wurden es real und die fühlten sich gut an. Also blieb ich dabei - mit so ungeraden Zahlen rechnet es sich während eines Laufs schlecht. Daher wusste ich meist nur ungefähr, ob ich noch im Limit bin. Über'n Daumen passte es aber schon und mir war, als würde ich sogar schneller.
Und ich wurde schneller. Bei Kilometer 10 zeigte die Stopuhr 55:30 min. Was recht deutlich unter der vor einigen Wochen erlaufenen Zehnerzeit vom Anzinger Forstlauf liegt. Fand ich natürlich gut und gab mir Mühe, für die letzten drei Kilometer noch einige Kohlen aufzuwerfen. Die Kohlen heizten nur bedingt - aber immerhin konnte ich das Tempo trotz fortschreitender Erschöpfung halten und erreichte nach offiziell gemessenen 1:12:15 h das Ziel. (5:33min/km)
Was der zweithöchste von mir jemals erlaufene bzw. dokumentierte VDOT-Wert ist :-o Vergleichbar mit meiner HM-Bestzeit aus meinem Bestzeitenjahr 2006. Und das noch in 2011 - dem Jahr mit den bisher miesesten erlaufenen VDOT-werten (im Frühling). Gar nicht übel also. Schöner Aufwärtstrend. Aber auch keine Sensation. Immerhin versuche ich mich in den letzten Wochen an gelegentlichen Tempoeinheiten und streue Fahrtenspiele und Sprints in meine Joggerei ein. Trotzdem schön und zeigt: Training wirkt :-) Muss aber schon noch was passieren für das angepeilte Ziel.
im Vergleich - Statistik:
Sieger: Johannes Hillebrand in 0:42:00
Siegerin: Steffi Volke in 0:47:19
meine eigene Zeit: 1:12:15
Platz:
AK W45: Platz 30 von 45
Frauen gesamt: Platz 148 von 261
Zieleinlauf gesamt: Platz 879 von 1123
Heute nicht. Es war ein Sieg der reinen Vernunft beim ersten Lauf der diesjährigen Winterlaufserie in Ismaning über 13 Kilometer (da die Strecke seit meiner letzten Teilnahme in Distanz und Verlauf geringfügig verändert wurde, lässt sich der heutige Lauf mit keinem meiner bisherigen Teilnahmen vor mehreren Jahren direkt vergleichen. Lobend angemerkt sei jedoch, dass die Strecke angenehm zu laufen und jeder der dreizehn Kilometer sauber und sichtbar ausgeschildert ist). Und wann wäre Vernunft je witzig oder überraschend gewesen? So hat jedes Ding auch Nachteile - sogar die Vernunft.
Sicher war ich mir nicht, wie schnell ich den Lauf angehen sollte, da es keine gut auswertbaren Trainingsdaten gibt. Also beschloss ich: defensiv, risikofrei und eher vorsichtig. Aber auf jeden Fall: vernünftig zu laufen. Doch - ich kann das! (manchmal ;)
Die letzte/n Woche/n war/en geprägt von:
- relativ starken Gewichtsschwankungen - hervorgerufen hauptsächlich durch medizinisch notwendige Medikamenteneinnahmen.
- zunächst recht einfach abgebautes Gewicht - stolze 3 kg - war innerhalb EINER Woche nach Absetzen der (hormonhaltigen) Pillen wieder drauf - mit einem kleinen Zusatzausschlag nach oben *grmpl*
- einer Fistel im Oberkiefer, die notwendig werden ließ:
- eine kleine Kiefer-OP, bei der auch ein Backenzahn verlustig ging (wird in einigen Monaten durch ein Implantat ersetzt werden). Dadurch fast eine Woche lang:
- nicht bzw. so gut wie nicht gelaufen oder sonstwie Sport getrieben
- mit dem Bus (statt wie sonst mit dem Rad) zur Arbeit gefahren. Davon gänzlich unabhängig fanden statt:
- Weihnachtsfeier incl. ungewöhnlich guten Essens und Alkoholgenuss sowie
- gelegentliche weihnachtliche Naschereien.
Nichts davon lässt eine gigantische Zeit beim Laufwettkampf erwarten und so plante ich, den ersten Kilometer in ca. 6 Minuten zu laufen um dann zu entscheiden, ob später ein wenig draufzuschlagen ist an Tempo. 5:45 Minuten wurden es real und die fühlten sich gut an. Also blieb ich dabei - mit so ungeraden Zahlen rechnet es sich während eines Laufs schlecht. Daher wusste ich meist nur ungefähr, ob ich noch im Limit bin. Über'n Daumen passte es aber schon und mir war, als würde ich sogar schneller.
Und ich wurde schneller. Bei Kilometer 10 zeigte die Stopuhr 55:30 min. Was recht deutlich unter der vor einigen Wochen erlaufenen Zehnerzeit vom Anzinger Forstlauf liegt. Fand ich natürlich gut und gab mir Mühe, für die letzten drei Kilometer noch einige Kohlen aufzuwerfen. Die Kohlen heizten nur bedingt - aber immerhin konnte ich das Tempo trotz fortschreitender Erschöpfung halten und erreichte nach offiziell gemessenen 1:12:15 h das Ziel. (5:33min/km)
Was der zweithöchste von mir jemals erlaufene bzw. dokumentierte VDOT-Wert ist :-o Vergleichbar mit meiner HM-Bestzeit aus meinem Bestzeitenjahr 2006. Und das noch in 2011 - dem Jahr mit den bisher miesesten erlaufenen VDOT-werten (im Frühling). Gar nicht übel also. Schöner Aufwärtstrend. Aber auch keine Sensation. Immerhin versuche ich mich in den letzten Wochen an gelegentlichen Tempoeinheiten und streue Fahrtenspiele und Sprints in meine Joggerei ein. Trotzdem schön und zeigt: Training wirkt :-) Muss aber schon noch was passieren für das angepeilte Ziel.
im Vergleich - Statistik:
Sieger: Johannes Hillebrand in 0:42:00
Siegerin: Steffi Volke in 0:47:19
meine eigene Zeit: 1:12:15
Platz:
AK W45: Platz 30 von 45
Frauen gesamt: Platz 148 von 261
Zieleinlauf gesamt: Platz 879 von 1123
18 Kommentare:
Boah Lizzy,
Du wirst mir unheimlich!
Du weißt, ich lobhuddele nicht oft, aber das hier, das hat was!
Meinen dicken Glüchwunsch zur der tollen Zeit! Lohn für Deine Tempospielereien!
Wünsche Dir noch eine schöne Adventszeit
Liebe Grüße
Monika
Wow, das klingt doch richtig gut. Und wenn die Baustellen abgearbeitet sind, wird noch eine Schippe drauf gelegt und die nächsten Zeiten werden noch besser. Ganz bestimmt.
Weiter viel Spaß wünscht
Tati
Der Blogeintrag fängt mit meinem Namen an? Unfassbar... ich find, das hast Du gut gemacht. Natürlich für den Leser nicht ganz so spektakulär aber mit gutem Endergebnis. Wunnerbar, les ich auch gerne. :-)
Danke Monika. Aber so unheimlich isses doch auch wieder nicht, wenn ich mich mal wenigstens in die hintere Mitte der AK vorarbeite ;-)
Dir auch viele helle Adventslichter, leckere Plätzchen und ein warmes Herz.
Tati, wenn die Baustellen abgearbeitet sind, bin ich andererseits noch älter als jetzt schon ... ;-)
Ich hatte überlegt, ob ich den Beitrag mit Immanuel anfangen lasse. Fand Anja dann aber die schönere Wahl ;-)
Das klingt nach einem rundum gelungenen Lauf! 13 Kilometer sind nicht leicht einzuteilen und die Strecke in Ismaning ist durchaus anstrengend, obwohl flach und diesmal sogar schneefrei, aber der teils grobe Kies und vor allem der "Mittelstreifen" fordern Aufmerksamkeit und Kraft. Ich bin eigentlich jedesmal froh, wenn ich da verletzungsfrei durchkomme.
Was kommt als Nächstes?
Liebe Grüße,
Hans
Ganz herzlichen Glückwunsch!
Ich denke, diese super Zeit hat auch etwas mit der Superkompensation nach dem Röntgenlauf zu tun. Vor allem, weil du das Tempo durchlaufen bzw. noch steigern konntest.
Ich drücke die Daumen für das Erreichen des großen Zieles. Einfach wird es nicht, aber zutrauen tu ich dir alles :-)
Hans, als nächstes kommt der Neujahrslauf in Olching .
Je nach Wetterlage (bei Schnee und Eis geht's natürlich nicht) werde ich mich an sub 26 versuchen.
Anett, du meinst, der Röntgenlauf kann sogar läuferisch für was gut gewesen sein? Netter Gedanke - und wer weiß. Kann alles irgendwie sein. Wo ist der nächste schöne Ultra ... ? ;-)
Finger weg von Ultras die nächste Zeit!
Zweithöchster VDOT-Wert aller Zeiten ist schon mal gar nicht schlecht, vielleicht schaffst du es ja im Winter etwas für die Grundlagen zu machen um dann im Frühjahr das Ganze mit ein wenig Tempotraining zu würzen.
Ich habe jetzt nicht mehr so genau im Kopf, was du pro Woche im Schnitt läufst aber wenn es so zwischen 40 und 50 km sind, ist ein Tempotraining pro Woche sicher auch jetzt schon drin. Durchaus moderat, bloß nichts übertreiben. Bei mir hat das (als ich es mal eine Zeitlang kontinuierlich gemacht habe) eine Verbesserung von 4 min bei HM gebracht.
Der Lauf scheint übrigens recht stark besetzt gewesen zu sein, ich wäre jedenfalls nicht mal schnellste Frau geworden ;-)
Viele Grüße
Ralf
das war doch'n Witz, Hans ;-)
Für nächstes Jahr hab' ich fast nur relativ kurze Sachen im Programm. Also: bis HM *s*. Nagut ... im Herst will ich vermutlich mal wieder den MM laufen. Viel zu teuer, relativ öde Strecke (zumindest für hier wohnende) ... aber eben erstens vor der Haustür, damit günstiger als lang anzufahrende Sachen und außerdem und in erster Hinsicht: ICH WILL DAS HERZ! Die Medaille ist doch klasse - früher die war viel langweiliger. Und außer dem Herzchen hätt' ich noch ne neue Bestzeit. Sub 4:30 z. B. ;)
Ralf - wie schnell wärst du denn auf 13km? Jetzt würde mich nämlich noch interessieren, ob du auch langsamer oder vielleicht schneller gewesen wärst als die schnellste Frau meiner AK. Also der W45 (noch gehöre ich ja dazu für einige Tage).
Das war Mary O`Leary, Gesamt-Sechste bei den Frauen und hat 00:51:20 gebraucht. Hättest du dir mit ihr ein Duell liefern können?
Gratulation, ich finde es schon gut.
Jörg
Jörg, danke - ich doch auch ;)
zu Ralfs Posting nochmal: mit bisschen Tempo hab' ich ja jetzt grad wieder angefangen. Daher kam das doch. Wöchentliche Laufmenge liegt in diesem Jahr durchschnittlich bei 34 bis 35 Kilometer. Aber die Schwankungen sind groß. Mehrere NullWochen bis hin zu um die 70 km. Es ging berg- und talmäßig über die Bühne, das Jahr. Läuferisch. Sonst war's eigentlich ziemlich stabil ;)
Oh, ich find den MM im Vergleich zu anderen großen Stadtmarathons recht günstig (und das, obwohl zumindest bisher nicht BMW zum Namen dazugesagt werden muss *ggg*), von der unkomplizierten Anfahrt mal abgesehen.
Und die Strecke ist auch nicht mehr so öd wie früher, ich habe fast überall Punkte, wo ich mich über irgendwas freuen kann und seis dann diesmal auch nur die Erinnerung an aufdringliche Zuschauerinnen an der Salzbrücke...
Holen wir uns das Herz!
Immerhin hast du nicht "zudringlich" geschieben ... Pfff
Wenn ich davon ausgehe, dass ich knapp 15 km in der Stunde laufen kann (wenn ich in Topform bin), wäre es sicher ganz knapp geworden, also währscheinlich wäre ich nicht mal schnellste Frau der AK geworden.
Ralf, du bist irre schnell - aber München ist gnadenlos ;-D
Wenn ich das recht bedenke, kann ich wohl froh sein, so weit hinten zu laufen. Da ist wenigstens immer glasklar, dass ich null Chancen auf Ruhm und Ehre habe. So fast vorne ist vermutlich viel frustrierender.
Wobei die o. g. erste meiner noch-Altersklasse (übrigens eine Arbeitskollegin meines Mannes) früher durchaus auch öfters auf Siegerpodesten stand. Sie lässt es wohl nur inzwischen langsamer angehen und trainiert nicht mehr gar so extrem.
Unter den 5 Frauen, die schneller als sie liefen, war übrigens auch eine aus der W55 :-D Nicht, dass du denkst, du hättest in den beiden darauffolgenden älteren Alterklassen Chance gehabt, erste Frau zu werden.
Hab' ichs schonmal gesagt: die Münchner sind teilweise gnadenlos schnell ...
Hm, gab's hier nicht auch nen Beitrag zum Lauf II? Wie auch immer - wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg beim Lauf III in der arktischen Kälte - nach uns Streifenhörnchen musste nicht ausschau halten, wir waren lieber letztes Wochenende Indoorlaufen und hoffen auf Plusgrade für den Faschingslauf, aber im Moment ist das doch total Balla-Balla ;)
Also, viel Spass jedenfalls. Vielleicht treibt die Kälte ja zum Höchsttempo an... Hoffe es gibt genug warmen Tee! Und Faschingskrapfen?
hast Recht! Der Beitrag war irgendwie wieder unter die "Entwürfe" geraten. Hatte ich vermutlich dran rumgebastelt und vergessen, auf "veröffentlichen" zu klicken. Selber nix von bemerkt :-)
Und was den dritten Lauf angeht: SO BALLA-BALLA bin auch ich nicht. Ich knick mir den (mit einer Träne im Knopfloch - hatte mich drauf gefreut). Bei einstelligen Minusgraden: ok. Aber nicht bei -18°C (und das in einem Münchner Garten - in Ismaning dürfte's noch drunter liegen ...) Neenee - schad' drum. Aber das muss ich mir nicht geben.
Kommentar veröffentlichen