Sie war schon ziemlich aufgegessen als mir der Gedanke kam: "so lecker wie die ist, die Lasagne ... da könnteste doch mal wieder 'nen Blogeintrag draus basteln." Also gibt's keine Fotos mehr von den "Grundzutaten". Weil der Fenchel ja die Basis bildet und der war tutti completti schon drin in der Lasagne ...
Überhaupt: Fenchel. Bis vor kurzem eins meiner großen *bäh*-Gemüse. Aber entweder ändert sich mein Geschmack oder ich lerne kochtechnisch dazu. Oder beides. Oft kaufe ich ihn nicht. Aber als er mir im Geschäft kürzlich zuzwinkerte, da wußte ich, dass es wieder so weit ist. Durchforstete meine Vorräte im Hinblick auf passende Fenchelgesellschaft. Ganz ohne jede Fremdinspiration durch Fremdrezepte kam folgendes dabei heraus:
Fenchel-Karotten-Kokosmilch-Lasagne mit Graffiti-Tofu
Zutaten (für ca. 3 - 4 Portionen. Bei mir gibt's -fast- alles in der Bio-Variante)
- zwei Fenchelknollen
- 4 - 6 Karotten / Möhren / gelbe Rüben (je nach Größe)
- 1 Dose Kokosmilch
- ca. 50 g. Schinkenwürfel (mager)
- 1 Becher Crème fraiche mit Kräutern
- 1 Pck. (200g) Graffiti-Tofu-Terrine (hätte ich Sesam-Mandel-tofu da gehabt, wär's wohl eher der geworden)
- 1 Kugel Mozzarella
- ca. 50 g Emmentaler
- 2 TL Rosmarin
- 1 TL Curcuma
- 1-2 TL Ras el Hanout
- 1 TL Tahini
- 1 TL Salz
- 1 EL Sesamöl
- Lasagneplatten
Zubereitung:
Fenchelknollen und Möhren putzen und in Streifen bzw. Scheiben schneiden / raspeln. Zusammen mit den Schinkenwürfeln und dem Rosmarin in einer Pfanne mit Sesamöl dünsten bzw. leicht anbraten.
Kokosmilch, Crème fraiche, Tahini mit Schneebesen verrühren. Würzen mit Salz, Curcuma und Ras el Hanout.
In eine (eher kleine) Auflaufform der Reihe nach schichten:
- Crèmemischung
- Gemüse-Schinkenwürfel-Mix
- dünne Scheiben Graffiti-Tofu
- Crèmemischung
- Lasagneplatten
- Crèmemischung
- Gemüse-Schinkenwürfel-Mix
- dünne Scheiben Mozarella
- Crèmemischung
- Lasagneplatten
- Crèmemischung
- geriebener Emmentaler (übergestreut)
Das Kunstwerk in den auf ca. 200° vorgeheizten Backofen (eher unter-mittige Schiene) schieben, dort ca. 30 Minuten lang (oder ein bisschen länger ... bis die Lasagneplatten weich sind und er Käse drüber goldgelb gebacken. Einfach immer mal gucken) brutzeln lassen.
Zum Schluss habe ich noch das vorher von den Knollen abgefriemelte Fenchelgrün klein gehackt und übergestreut. Falls also Fenchelgrün vorhanden: lecker und dekorativ wenn drübergestreuselt.
Offen gesagt: ich war selber ein bisschen erstaunt, WIE gut gelungen das alles auf Anhieb aussah, wie perfekt die Lasagne-Konsistenz (nicht zu trocken aber keine Flüssigkeit mehr vorhanden) und wie unglaublich lecker das vor allem schmeckte. Und das nicht nur mir (ich gelte vermutlich als "befangen" ;)
Dazu passt z. B.frisches Ciabatta. In unserem Fall war es das kurz vorher gebackene Walnuss-Ciabatta. Dieses inspiriert von diesem Ciabatta-Rezept bei Chefkoch (es ist und bleibt das beste, das ich kenne). Allerdings abgewandelt durch andere Mehlsorten (diesmal ca. 50:50 Bio-Weizenmehl und Dinkel-Vollkornmehl) und dadurch auch in den Mengen etwas verändert. Zudem jedes Brot unterschiedlich "befüllt" bzw. zusatzversetzt (schwarze Oliven - mit Kräutersalz bestreut, Walnuss, Rosmarin - das mit Rosmarin hätte auch gepasst, denke ich).
Muss ich wohl eigentlich nicht dazuschreiben. Aber: wer's lieber vegetarisch mag, lässt einfach die Schinkenwürfel weg :-) Schmeckt sicher auch prima.
Wer die Zutatenliste anguckt, ahnt es vermutlich schon: kalorienarm ist das alles nicht. Hab' gerade mal kurz überschlagen und komme auf:
bei Aufteilung in 4 Portionen (eingerechnet 1 Scheibe Brot pro Portion): ca. 700 kcal. / Portion


3 Kommentare:
Hmm, das klingt lecker! Ich hab's ja gar nicht mit Fenchel und Tofu, aber in der Kombination ...
Hast du sowas Edles wie einen Pizzastein (wie im Rezept beschrieben), oder geliengt das Ciabatta auch auf einem normalen Backblech?
... äh "gelingt" natürlich! ;-)
Nee Anne, sowas schickes hab' ich nicht und hab' immer ein schnödes Backblech mit Backpapier bzw. seit kurzem so einer Mehrfach-Backunterlage, bei der nix anbrennen kann, genommen. Wird in beiden Fällen köstlichst!
Aber ich glaube, das mit dem Wasser in den heißen Ofen kippen, das ist irgendwie wichtig. Hab's allerdings noch nie ohne versucht, kann es also auch nicht beschwören.
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