27 November 2010

die Thronfolgerin


Wie soll man eine Katze nennen, die einfach in allem perfekt zu sein scheint?

Da ihre Großmutter Samadhi immer noch unsere unangefochtene Königin ist, muss sie sich trotzdem mit dem Rang der Thronfolgerin begnügen. Wobei sie ohnehin dermaleinst ein anderes Reich beherrschen wird. Wir nennen sie "das Eisbärmädchen" und haben ihr noch keinen wirklichen Namen gegeben.





Sie hat einen wunderbar rundum harmonischen Körperbau: schlank ohne dürr zu sein, hohe Beine ohne stakelig zu wirken. Farbzeichnung, Gesichtsformen, Ohrstellung, Schwanzform und -zeichnung - alles ist ohne Einschränkung stimmig, harmonisch - irgendwie perfekt. Das Fell ist auffallend dicht und voll, dabei unendlich weich und kuschelig.

Im Wesen ist sie ausdrucksstark, ideenreich, fröhlich und dennoch ausgeglichen. Weder schreckhaft noch übermütig.  Begreift schnell und ist allen Geschwistern voraus. Menschenbezogen, freundlich aber durchsetzungsfähig ohne allzu deutliche Dominanz.

Der Krankheitserreger - was auch immer es war - der uns schlaflose und sorgenreiche Wochen, Tierarztbesuche und viel Zeit gekostet hat, der alle anderen - sogar ihre Mutter - in irgendeiner Form mehr oder weniger belastete - am Eisbärmädchen ging er scheinbar spur- und machtlos vorüber. Sie war durchgängig gesund und kräftig. Robust also auch noch.





Sie ist viel zu gut für uns ;-)   Für sie wünsche ich mir ein möglichst genauso perfektes zu Hause: am liebsten eine nette und lebhafte Familie in sicherer Umgebung. Mit großem Garten und dadurch zumindest häufiger Freiheit und angemessen herrschaftlichem Revier. Menschen, die sie - nicht als Auflage sondern weil sie es selber wünschen - einmal (mindestens ;) Babies bekommen lassen und diese gut versorgen.

Da es für uns das eindeutig letzte Mal ist, dass wir in absehbarer Zeit Kätzchen im Haus haben, fände ich es schön zu wissen, dass zumindest "ein Zweig" unserer Stammeltern weiterwächst. Dass wir irgendwann Fotos geschickt bekommen von niedlichen kleinen Miezen, die anderswo glücklich und behütet aufwachsen und mit unseren verwandt sind.

Denn natürlich "rechnen" wir "die Kosten nicht auf", die die drei Würfe verursacht haben. Aber es ist schon bewusst, dass bei Abgabe an - im Grunde völlig oder weitgehend unbekannte Menschen - auch viel eigene Mühe, Herzensbeteiligung, Zeit, Geld, ruinierte Möbel und Wäschestücke, Teppichflecken, klein geschnippelte Hühner, Premiumfutter nur vom Feinsten   ... mit abgegeben und quasi verschenkt werden. Gerne übrigens - wirklich gern. Denn es gibt auch viel Spaß, Freude, Erfahrung von Nähe und Wärme mitzugeben, die im Laufe der Aufzuchtszeit als Früchte abfielen.

Schön fände ich aber schon, wenn irgendwann auch einige lebendige "Früchte" in Form von Nachwuchs sichtbar würden. Und wer würde sich dafür besser eignen als unser Eisbärmädchen?!



 



*

21 November 2010

Knut(sch)




und zum Knutschen ist Knut wirklich. Sein linkes Auge ist immer noch ein bisschen kleiner als das rechte - gleicht sich aber zusehends an. Mal sehen, ob sich der Unterschied komplett verwächst. Dass die Augen auf dem Foto so rötlich-trübe aussehen, liegt natürlich am Blitz. Es wird ja nichtmal am Wochenende auch nur ein Stündchen lang hell genug, dass sich gescheit ohne Blitz knippsen lässt - und Katzenaugen sind derart reflektierend, dass auch mit der "rote-Augen-Reduktions"-Funktion nicht alles rot rausgefiltert wird.






Knut ist nach wie vor ein Bär - eher gemütlich und freundlich. Meist lässt er seinen Schwestern den Vortritt. Ein Gentleman-Kater. Ein Charmeur.  Yvonne charakterisierte ihn - wie ich finde ziemlich treffend - als: "Komm' ich heut' nicht, komm' ich morgen ..................... vielleicht ...."-Typ.

Dass er ein wirklich stattlich großer Kater werden wird, halte ich für ausgemacht. Seine Farbschattierungen - nicht auf einem einzigen Foto kommen sie so herrlich raus, wie sie in natura wirken - sind sowieso ein echter Hingucker. Die weiße Schwanzspitze natürlich der Knaller!  Wenn er dabei so freundlich und gelassen bleibt, dann  ....  würde ich ihn natürlich am liebsten auch selber behalten  *schnief*.





So gemütlich er ansonsten ist, so fotoscheu ist er leider auch. Sobald ich ihn frontal von vorne anvisiere, dreht er sich weg, bewegt sich ruckartig, guckt blöd, schließt die Augen ... er entzieht sich geschickt.






Knut muss nicht mehr zum Futter begleitet werden. Er findet jeden Teller ganz alleine. Hühnchen mag er - wie die anderen auch - am liebsten, ist aber ansich ein unkomplizierter Futterer. Auch wenn die Ferkelei auf dem Video anderes vermuten lässt: er ist nicht auffällig verfressen oder gierig.







Anschleichen, lauern, pirschen - Knut spielt mit allen Schwestern gern. Und alle mit ihm. Besonders häufig allerdings spielt er mit Blaubeerchen und fast immer schlafen genau die beiden aneinandergekuschelt ein.





Mehrere Stunden täglich geht's im Katzenauslauf hoch her - wir müssen wohl bald erweitern. Bei diesem Video lohnt es sich, etwas lauter zu stellen, dann sind die Raubtiere, die gefährlichen, auch zu hören.

16 November 2010