21 Dezember 2010

Zärtliche Momente



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Das komplette Haus wurde inzwischen erobert - die bisherigen Barrieren und Abgrenzungen, die die Bande auf das obere Stockwerk begrenzte, sind gefallen. Nuri war es natürlich, die sich zuerst darüber hinwegsetzte und immer wieder überall rumspazierte.

(Von Volker wird Nuri nur noch Naomi genannt. Weil sie schön, schwarz und  oft ein wenig zickig ist. Seine Rede: "Lange Beine, viel zu spillerig und dürr  -  wie Models eben sind ..." Nuri ist eine Künstlerin im herzhaften Anschmusen - hat ihn lange um alle Pfoten gewickelt ;-)

Aus Cannelle wurde inzwischen über "Cannelloni" (irgendwie verlangt ein Katzenname einen gesprochenen Vokal am Ende ... )  "Candy". Aber das lässt sich ja wieder richten *s*




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Bisherige Bilanz des häufigen Aufenthalts auf neuem Terrain in Wohnzimmer und Küche: mehrere weitere Decken, aus denen die von Krallen gezogenen Fäden nur so rausspringen, einige frische Kratzer an der Sofagarnitur, ein zerdepperter Blumentopf ... sicher hab' ich irgendwas vergessen ....




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Kaum vorstellbar, wenn sie so friedlich rumliegen und pennen, oder?





Nach einer kleinen Luslosigkeitsphase von Mama Gretchen vor einigen Tagen herrscht wieder eitel Familienglück und Harmonie.









Ob sie wissen, dass es zumindest morgen und evtl. noch ein paar Tage lang vermutlich keine Mamamilch geben wird? Denn morgen  - die Kleinen werden dann genau 10 Wochen alt sein - ist Kastrationstermin für Gretchen. Wir sind sehr nervös und hoffen, dass auch bei ihr alles gut gehen wird.




Samadhi hat sich zuerst in das Schicksal, nun immer mitten im Trubel zu sein, ergeben. Inzwischen scheint sie sogar Gefallen daran zu finden. Die Enkelkätzchen haben fast jegliche Scheu ihr gegenüber abgelegt und die vorwitzigste - Nuri natürlich - nötigt ihr absolut respektlos die Rolle der liebevoll-zärtlichen Oma auf.

Den Moment fotografisch einzufangen habe ich leider verpasst, aber sie umschmuste heute früh Samadhi mit Ganzkörpereinsatz während diese ihren Futternapf leerte. Irgendwann wurde es der Oma ein bisschen zu eng und zudringlich und sie fauchte kurz und halbherzig in Nuris Richtung, was diese mit lautem Schurren konterte - ohne Pause weiterschmusend versteht sich.
 
Anschließend bediente sie sich zeitgleich mit Samadhi am Futter - Nase an Nase wurde einträchtig geschleckt - um sich dann wieder ihrer Oma-Beschmusung incl. Abschlecken des Fells zu widmen. Die anderen sind noch vorsichtiger - aber von Angst kann keine Rede mehr sein. Ist auch nicht nötig - das Omaherz ist geschmolzen, keine Frage.

18 Dezember 2010

Tollhaus


Stunden des Tages werden mit Kämpfen verbracht. Jeder gegen jeden und jeder gegen alles!



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Fluchtversuche sind zwecklos




und enden meist sofort im nächsten Schwitzkasten



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 und du mit deiner blöden Kamera bist sowieso auch doof - hau da ab gefälligst!


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Sie blinzelt nur - das Auge ist weder verletzt noch sonstwie beschädigt - und beide Augen sind weiterhin anthrazitfarben wie das Fell.




Nuri, die Vorwitzige. Sie hat alleine so viel Charme wie alle anderen zusammen und nutzt das schamlos aus! Klein und zart und mit Babybonus erlaubt sie sich ALLES!




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Cannelle, das immer zimtiger werdende Zimtschneckschen mit immer noch blauen Augen und immer noch unschlagbar schön!




Knut - obwohl nach wie vor der ruhigste und friedliebenste der Bande, ein Ruhepol im Zickenstall, kommt nie still aufs Foto - immer verwackelt.




außer, er schläft ... zumindest fast ...



 


Die Zeit der "Familienzusammenführung" ist gekommen und Samadhi mischt sich gelegentlich unters Jungvolk.  Was bei den ersten Versuchen - obwohl von ihrer Seite friedlich  und weitgehend freundlich (von ein bisschen Genurre und Genkarze abgesehen - blankes Entsetzen auslöste unter der Kinderschar. Die erste, die sich näher rantraute an die Oma - und das ganz ohne dicken Schwanz oder sonstige Angstzeichen - war Nuri. Wie immer vorneweg und verwegen.
 



Blaubeerchen traut sich aber auch schnell - vorsichtshalber aber doch mit Flaschenbürste.




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Cannelle bleibt zwar gelassen und angstfrei - aber doch lieber ein bisschen entfernt sitzen. Sicher ist sicher.



Knut baut auf beides: Abstand UND Flaschenbürstenschwanz. Den kann er übrigens wirklich gut ;)

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12 Dezember 2010

schau mir in die ...













... Kleines ...

27 November 2010

die Thronfolgerin


Wie soll man eine Katze nennen, die einfach in allem perfekt zu sein scheint?

Da ihre Großmutter Samadhi immer noch unsere unangefochtene Königin ist, muss sie sich trotzdem mit dem Rang der Thronfolgerin begnügen. Wobei sie ohnehin dermaleinst ein anderes Reich beherrschen wird. Wir nennen sie "das Eisbärmädchen" und haben ihr noch keinen wirklichen Namen gegeben.





Sie hat einen wunderbar rundum harmonischen Körperbau: schlank ohne dürr zu sein, hohe Beine ohne stakelig zu wirken. Farbzeichnung, Gesichtsformen, Ohrstellung, Schwanzform und -zeichnung - alles ist ohne Einschränkung stimmig, harmonisch - irgendwie perfekt. Das Fell ist auffallend dicht und voll, dabei unendlich weich und kuschelig.

Im Wesen ist sie ausdrucksstark, ideenreich, fröhlich und dennoch ausgeglichen. Weder schreckhaft noch übermütig.  Begreift schnell und ist allen Geschwistern voraus. Menschenbezogen, freundlich aber durchsetzungsfähig ohne allzu deutliche Dominanz.

Der Krankheitserreger - was auch immer es war - der uns schlaflose und sorgenreiche Wochen, Tierarztbesuche und viel Zeit gekostet hat, der alle anderen - sogar ihre Mutter - in irgendeiner Form mehr oder weniger belastete - am Eisbärmädchen ging er scheinbar spur- und machtlos vorüber. Sie war durchgängig gesund und kräftig. Robust also auch noch.





Sie ist viel zu gut für uns ;-)   Für sie wünsche ich mir ein möglichst genauso perfektes zu Hause: am liebsten eine nette und lebhafte Familie in sicherer Umgebung. Mit großem Garten und dadurch zumindest häufiger Freiheit und angemessen herrschaftlichem Revier. Menschen, die sie - nicht als Auflage sondern weil sie es selber wünschen - einmal (mindestens ;) Babies bekommen lassen und diese gut versorgen.

Da es für uns das eindeutig letzte Mal ist, dass wir in absehbarer Zeit Kätzchen im Haus haben, fände ich es schön zu wissen, dass zumindest "ein Zweig" unserer Stammeltern weiterwächst. Dass wir irgendwann Fotos geschickt bekommen von niedlichen kleinen Miezen, die anderswo glücklich und behütet aufwachsen und mit unseren verwandt sind.

Denn natürlich "rechnen" wir "die Kosten nicht auf", die die drei Würfe verursacht haben. Aber es ist schon bewusst, dass bei Abgabe an - im Grunde völlig oder weitgehend unbekannte Menschen - auch viel eigene Mühe, Herzensbeteiligung, Zeit, Geld, ruinierte Möbel und Wäschestücke, Teppichflecken, klein geschnippelte Hühner, Premiumfutter nur vom Feinsten   ... mit abgegeben und quasi verschenkt werden. Gerne übrigens - wirklich gern. Denn es gibt auch viel Spaß, Freude, Erfahrung von Nähe und Wärme mitzugeben, die im Laufe der Aufzuchtszeit als Früchte abfielen.

Schön fände ich aber schon, wenn irgendwann auch einige lebendige "Früchte" in Form von Nachwuchs sichtbar würden. Und wer würde sich dafür besser eignen als unser Eisbärmädchen?!



 



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21 November 2010

Knut(sch)




und zum Knutschen ist Knut wirklich. Sein linkes Auge ist immer noch ein bisschen kleiner als das rechte - gleicht sich aber zusehends an. Mal sehen, ob sich der Unterschied komplett verwächst. Dass die Augen auf dem Foto so rötlich-trübe aussehen, liegt natürlich am Blitz. Es wird ja nichtmal am Wochenende auch nur ein Stündchen lang hell genug, dass sich gescheit ohne Blitz knippsen lässt - und Katzenaugen sind derart reflektierend, dass auch mit der "rote-Augen-Reduktions"-Funktion nicht alles rot rausgefiltert wird.






Knut ist nach wie vor ein Bär - eher gemütlich und freundlich. Meist lässt er seinen Schwestern den Vortritt. Ein Gentleman-Kater. Ein Charmeur.  Yvonne charakterisierte ihn - wie ich finde ziemlich treffend - als: "Komm' ich heut' nicht, komm' ich morgen ..................... vielleicht ...."-Typ.

Dass er ein wirklich stattlich großer Kater werden wird, halte ich für ausgemacht. Seine Farbschattierungen - nicht auf einem einzigen Foto kommen sie so herrlich raus, wie sie in natura wirken - sind sowieso ein echter Hingucker. Die weiße Schwanzspitze natürlich der Knaller!  Wenn er dabei so freundlich und gelassen bleibt, dann  ....  würde ich ihn natürlich am liebsten auch selber behalten  *schnief*.





So gemütlich er ansonsten ist, so fotoscheu ist er leider auch. Sobald ich ihn frontal von vorne anvisiere, dreht er sich weg, bewegt sich ruckartig, guckt blöd, schließt die Augen ... er entzieht sich geschickt.






Knut muss nicht mehr zum Futter begleitet werden. Er findet jeden Teller ganz alleine. Hühnchen mag er - wie die anderen auch - am liebsten, ist aber ansich ein unkomplizierter Futterer. Auch wenn die Ferkelei auf dem Video anderes vermuten lässt: er ist nicht auffällig verfressen oder gierig.







Anschleichen, lauern, pirschen - Knut spielt mit allen Schwestern gern. Und alle mit ihm. Besonders häufig allerdings spielt er mit Blaubeerchen und fast immer schlafen genau die beiden aneinandergekuschelt ein.





Mehrere Stunden täglich geht's im Katzenauslauf hoch her - wir müssen wohl bald erweitern. Bei diesem Video lohnt es sich, etwas lauter zu stellen, dann sind die Raubtiere, die gefährlichen, auch zu hören.

16 November 2010

22 August 2010

Familienbesuch




Kitty macht ein paar Wochen Ferien bei uns. Die Frage lautete: Wie werden die Miezen aufeinander reagieren?

Kitty wohnt jetzt seit 4 Wochen in ihrem neuen zu Hause und ist inzwischen 16 Wochen alt.

Als sie gestern gebracht wurde, waren Mama Gretchen und Oma Samadhi aushäusig. Im Haus gab es keine noch so winzige Zögersekunde: Katzenklo, Fressnapf, Schlafbaum mit Hängematten -> alles sofort wiedererkannt, freudig in Beschlag genommen und genutzt. Kitty hat sich in ihrem neuen zu Hause wunderbar eingelebt und ist dort offensichtlich glücklich und zufrieden. Die Ferien in Mamas und Omas Haus, ihrem Geburtshaus, scheinen sie aber doch restlos zu begeistern.

Zunächst kam Gretchen. Erste Reaktion: auf ihrer Seite ein verdutzter Moment - Kitty hatte sich innerlich ja schon auf die Begegnung vorbereiten können und stürmte kosend und gurrend begeistert auf die Mama zu und umschmuste sie. Was diese dann auch spontan mit Zurückschmusen und heftigen Putzaktionen quittierte.

Seitdem ist es wechselhaft: zum Ausruhen ist Ankuscheln ans Töchterchen ok. Aber im "Normalbetrieb" findet Gretchen das wohl inzwischen übertrieben und knurrt und faucht gelegentlich, um sich Ruhe vor den Liebesbekundungen zu verschaffen. Aber gespielt und getobt wird nahtlos wieder. Wenn auch weniger als Kitty vertragen könnte. Deshalb müssen auch wir Menschen zusätzlich dafür herhalten.




Schon am ersten Abend besann sich Gretchen ihrer Mutterpflichten und schleppte eine lebende Riesenlibelle an, die sie Kitty überließ.




Die Libelle verschwand in kürzester Zeit ...




... mit allem, was an so einer Libelle dran ist: Flügel und Chitinpanzer ...





... in Kittys Bauch.

Nur wenig später erschien auch Samadhi und brachte - vermutlich eigentlich für ihr Gretchen, die beiden sind momentan wieder ein Herz und eine Seele - eine dicke fette Wühlmaus mit. Jetzt, wo die Äcker rundum abgeerntet sind oder gerade werden, ist dort Schlaraffenland für die Katzen ausgebrochen und bis zu ein Dutzend Mäuse und mehr (geschätzt, da bis zu 6 liegengelassene nachgewiesen sind und die Katzen trotzdem mein Futter nicht anrühren weil sie pappsatt sind) erwischt Samadhi täglich.

Gretchen weniger - was aber daran liegt, dass sie nicht so weit streunt und sich auf die nahen und weniger ergiebigen Jagdgründe beschränkt. Samadhi sehe ich bis zu fast einem Kilometer entfernt über Stoppeläcker streunen. Aber sie bringt immer brav auch reichlich Beute mit und gibt davon ab.

Als sie gestern ihre Enkelin Kitty sah, war zunächst das Entsetzen groß. Sie fauchte und knurrte, drehte sich um und verschwand, kam dann aber wieder und rückte tatsächlich an SIE die Maus raus. Und Kitty verdrückte auch diese begeistert mit Haut und Haar und ohne ein Zipfelchen übrig zu lassen.

Ansonsten geht Samadhi der Enkelin möglichst aus dem Weg. Wobei Kitty ihr das schwer macht, da sie immer wieder hinterherschleicht. Kurze direkte Begegnungen werden entweder von grantigem Geknurr oder auch mal nur kritischem Beschnuppern mit verächtlichem Abwenden begleitet. Was Kitty nicht davon abhält, die Oma aus gebührendem Abstand auf das gespannteste weiter zu beobachten und sie zu umschleichen.





Und wer saß da heute früh auf der Terrasse? Ein selten gewordener Gast: Onkel Jacko. Auch ihn sehe ich aus Entfernung sehr oft Mäuse fangend über die Äcker springen, weshalb er wohl nicht mehr viel Zeit für Verwandtschaftsbesuche erübrigen kann.





Aber heute kam er vorbei. Samadhi und Gretchen waren gemeinsam auf Tour. Kitty bleibt zum Glück brav im Garten, wenn die beiden verschwinden. Als sie den großen mächtigen Jacko draußen rumturnen sieht ... bekommt sie einen Riesenschreck und ... rennt dann ... nein: nicht weg. Sondern sofort zu ihm hin auf Beobachtungsposten.

Kitty ist zwar ein vorsichtiges Kätzchen und eher etwas scheu und huschig. Dabei aber nicht sonderlich ängstlich sondern sogar ein bisschen vorwitzig.





bohhh ey ... was der alles kann!




Bisschen unheimlich isser aber doch, wenn er näher kommt. Ist ja doch VIEL größer und guckt so unheimlich. Auch wenn er so tut, als würde er Kittykind gar nicht sehen. Kleine Katze zu Besuch? Nö! Seh nix.





Achdoch, da drunter ... da ist doch was ... aber eher langweilig ...





Nichte hin, Nichte her ... die is mir zu kleen. Die kann ja wahrscheinlich noch nichtmal Mäuse fangen. Kann ich noch nix mit anfangen. Ich geh mal die beiden Großen suchen oder ein bisschen jagen.






Dieses kleene Ding ... tz ... hoffentlich klebt das mir jetzt nicht am Pelz ...





Und Samadhi? -> Och lasst mich doch mit dem ganzen Junggemüse in Ruhe ...





will ich gar nix von sehen ....






... und hören schon erst recht nicht!

12 August 2010

das Bayerische Meer



Das Wahrzeichen von Chiemsee und Chiemgau: Glockenturm von Frauenwörth auf der Fraueninsel.





auch als nicht-Fledermaus darf Mensch Schloss Herrenchiemsee besichtigen.






Wo der Prunk- und Schlösserfreak, König Ludwig II, wie üblich aus dem Vollen geschöpft hat bzw. hat schöpfen lassen.




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Trotz Ferienzeit und einigem Andrang - der sich wochenmittig aber noch in erträglichen Grenzen hält - hatten wir den Rest der hübschen und ganz schön hügeligen Herreninsel für uns.





Dabei lohnen schon die uralten Bäume im sehr urwüchsig gehaltenen Wald und die herrlichen Ausblicke über den Chiemsee einen Spaziergang. Hier gehen selbst die Weinbergschnecken königliche Strechen an. Wahre Lebensaufgaben.




Die Fraueninsel vergleichsweise winzig und menschengeflutet - aber auch idyllisch und ein wahres Kleinod mit Klosterkirche, Blumengärten und kleinen Kiesstränden.




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Fast überall sind alle Uferbereiche mit riesigen Schilfflächen zugewachsen. Ein Paradies für Wasservögel mit z. B. einer Vogelbeobachtungsplattform in Seebruck.





Farbtupferboote unterwegs - aber wir fahren "Standard". Mit dem Liniendampfer die "große Seerundfahrt". Aufsummierte Fahrtzeit einmal rundherum mit den diversen Haltepunkten ca. 2-3 Stunden.




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Die Kelten, die in Vorzeiten hier siedelten und an die dieses niedliche Kunstwerk erinnern soll, hatten es vermutlich noch urwüchsiger und einsamer. Beneidenswert?


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