17 Januar 2009

Moos in Braun

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Samstag nachmittag und nix zu tun? Jedenfalls nix zwingendes. Herrlich! Fahr' ich also einfach mal so ganz unverbindlich durch die Botanik.

Diggiklick eingesteckt und hinterm Haus ins Feld und ein Stückchen durch die unspektakuläre Landschaft gleiten oder rumpeln - je nach Wegebeschaffenheit. Was gibt's zu sehen? Allzu viel wahrhaftig nicht. In diese Richtung war früher Moor. Was hierzulande Moos heißt. Sprich: flunderplatt und ab und zu und ein ein paar Gräben und Tümpel zwischen Äckern und Gestrüpp. Das war's auch schon.

Fühlt sich trotzdem oder gerade weil oder vielleicht auch nur zufällig ziemlich gut an, die kleine ziellose Rumgurkerei per Rad.


Ab und zu wird abgestiegen und Böschungen runter- oder raufgeklettert. Weil Kanäle und Entwässerungsgräben doch ein bisschen in die Landschaft geschnitten tiefer liegen. Ansonsten ist es absolut platt, das Land. Platt, schneefrei und damit fast durchgängig braun. Mein Ehrgeiz ist geweckt, dieser eigentlich durchgehenden Trostlosigkeit ein paar vorzeigbare Fotos abzuringen.


Erstmal blende ich auch fototechnisch alle anderen Farben bis auf die Brauntöne aus. Is eh alles braun rundum.



Na ja, zugegeben: der Himmel wär' eigentlich blau gewesen bzw. war blau. Es war ein ganz wunderbar sonniger Tag heute. Die Böden vom weiterhin herrschenden Nachtfrost auch tagsüber hart gefroren, hatte die Luft sich auf angenehme Plusgrade erwärmt und gut eingepackt und mit Fahrradüberschuhen und Handschuhen fährt es sich an solchen Tagen recht angenehm.


Wie gesagt: Feuchtgebietspflanzen. Im konkreten Fall Schilf. Davon gab's unterwegs reichlich.


Birken, Feuchtwiesen. Wie sich das für ehemalige Moose gehört.




Maulwürfe scheinen sich hier pudelwohl zu fühlen.



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Diese Puschelknödel aus Gras allerdings fordern dazu heraus, wieder ein bisschen Farbe zuzulassen.






Sie haben nämlich oben drauf grüne Häubchen.





Ist 'nen Versuch wert, die Farben sogar auf "intensiv" zu stellen. Mehr geht heut' wirklich nicht.






Reicht aber auch. Wasser gab's auch ein paarmal.





Meist ganz geradeaus.









Genauso geradeaus wie die Hochspannung.







Irgendwann waren Füße und Finger doch kalt. So ca. 2-3 Stunden später. Und ich froh, am Horizont die vertrauten Schlote des heimatlichen Heizkraftwerks zu sehen und zu wissen: da in der Nähe warten schon Mann und Katz', heißer Tee mit Kandis und einem Schuss Rum und ein Haferflockenkuchen auf mich.



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